Fernbus, ADAC, Post ADAC

Konkurrenzkampf der Fernbusse

Weitere Anbieter steigen aus

Obwohl die Fernbusbranche boomt, sehen immer mehr Anbieter keine Zukunft und steigen aus dem Fernbusgeschäft aus. Im harten Preiskampf geht einfach vielen die Luft aus.

Jüngster Aussteiger ist der ADAC, der seit Ende 2013 zusammen mit der Deutschen Post imk Fernbusmarkt unterwegs war. Am Montag (11.11.2014) teilte der Automobilclub mit sich noch im November 2014 aus dem umkämpften Fernbusmarkt zurückzuziehen. Der Anspruch des ADAC Postbus, sich in diesem Segment dauerhaft als Qualitätsführer zu positionieren, wäre für den ADAC ohne unternehmerisches Risiko nicht erreichbar gewesen lautet die Erklärung für den Rückzug. Die finanziell gut gesattelte Deutsche Post will allerdings weiter im Fernbusgeschäft aktiv bleiben.

Volle Busse machen noch keinen Gewinn

Die Frankfurter Firma City-2-City, eine Tochter des britischen Anbieters National Express, hatte sich schon im Oktober aus dem deutschen Markt zurückgezogen. Auch hier sah man auf Dauer kein gewinnbringendes Geschäft. Anfang November musste der Fernbus-Pionier DeinBus.de Insolvenz anmelden. Noch fahren die Busse zwar, wenn aber die Suche nach einem Investor nicht erfolgreich verläuft dürften auch hier die Lichter ausgehen. Volle Busse und begeisterte Kunden allein reichen eben nicht, wenn mit extremen Ticket-Dumpingpreisen keine Gewinne eingefahren werden.

Branchenführer im Markt ist das Unternehmen MeinFernbus mit einem Marktanteil von 45 Prozent, wie Spiegel Online mit Bezug auf eine Untersuchung des Beratungsunternehmen Iges aus dem September berichtet. Danach folgt Flixbus mit 23 Prozent. Berlinlinienbus und IC Bus, hinter denen die Deutsche Bahn steht, kommen auf einen Anteil von zwölf Prozent, ADAC Postbus auf acht Prozent. City2City kam damals auf drei Prozent, DeinBus.de lediglich auf zwei Prozent.

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