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Kreuzungsassistent

Wenn das Auto um die Ecke blickt

Die Autobauer BMW, Volvo und Volkswagen arbeiten gemeinsam an einem Assistenzsystem, das die Sicherheit an Kreuzungen verbessern soll.

Dabei behalten nicht nur Sensoren am Wagen einen Kreuzungsbereich im Blick, sondern auch Kameras und Scanner, die zum Beispiel an Ampeln montiert werden können. Per drahtlosem Internet funken sie zusätzliche Verkehrsinformationen ans Auto.

Ein heranrauschender Rettungswagen oder achtloser Fußgänger könne so auch außerhalb des Wahrnehmungsbereichs fahrzeugeigener Sensoren erkannt und der Fahrer entsprechend gewarnt werden, erklärte VW-Sprecherin Ruth Holling. Nach ihren Angaben ereignen sich mehr als 40 Prozent aller Unfälle im Stadtverkehr an Kreuzungen.

Assistenzsystem warnt mit drei Eskalationsstufen

Das Assistenzsystem habe sich bei Praxistests an einem speziell ausgestatteten Verkehrskreuz in Wolfsburg bereits bewährt, sagte die VW-Sprecherin. Das System machte den Testwagenfahrer beim Abbiegen und Überqueren zuverlässig auf andere Verkehrsteilnehmer aufmerksam und schützte ihn vor eigenen Rotlicht- und Stoppschild-Verstößen.

Die Warnung des Fahrers erfolgt in drei Eskalationsstufen: Erst ertönt im Auto eine Signal, dann blinkt eine Lichtleiste auf. Wird es richtig eng, mahnt ein Bremsruck zur Vorsicht. Der Fahrer bleibt dabei stets in der Verantwortung und behält die Kontrolle über den Wagen.

Serienproduktion steht in den Sternen

An der Entwicklung des Kreuzungsassistenten sind neben den drei Autoherstellern unter anderem auch Soft- und Hardwareunternehmen sowie Wissenschaftler beteiligt. Finanziell unterstützt die Europäische Kommission das Projekt. Ob das Assistenzsystem jemals auf den Markt kommt, steht noch nicht fest.
 

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