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Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr

Fahrt Busse und Bahn. Und Mercedes.

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ViaVan, ein Joint Venture von Mercedes-Benz Vans und Via Foto: MediaPortal Daimler AG 5 Bilder

Am Wohnort hält kein Bus, aber ein Taxi ist zu teuer? Mercedes und die Berliner Verkehrsbetriebe BVG wollen Ride Sharing auf Bestellung in der Hauptstadt etablieren. Im Frühjahr 2018 beginnt das Pilotprojekt.

20.12.2017 Bernd Conrad Powered by

Mercedes bringt in Berlin eine neue Konkurrenz zu treuen Kunden der Marke, den Taxifahrern, an den Start. Ab Frühjahr 2018 sollen – vorerst im Rahmen eines Pilotprojektes – 50 Autos im Rahmen eines Ride Sharing-Dienstes in den Stadtteilen Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Prenzlauer Berg unterwegs sein.

Die per App bestellbaren Mitfahrgelegenheiten werden in Zusammenarbeit mit den Berliner Verkehrsbetrieben angeboten und sollen eine Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Hauptstadt sein.

Dabei nutzt man eine Technologie der Fima Via, die mit dem Berliner Projekt das erste Mal Fahrdienste außerhalb der USA anbietet, fünf Jahre nach dem Start in New York City.

Wie funktioniert das System?

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ViaVan, ein Joint Venture von Mercedes-Benz Vans und Via Foto: MediaPortal Daimler AG

Der Kunde bucht in der App eine Fahrt, die an einem bestimmten Punkt – virtuelle Haltestelle genannt – beginnt und auch wieder aufhört. Schon bei der Buchung wird der exakte Fahrpreis angezeigt und natürlich auch automatisch dem Konto des Kunden belastet.

Der Tarif für das Ride Sharing soll ziemlich genau zwischen den Preisen für den öffentlichen Nahverkehr und einer vergleichbar langen Taxifahrt liegen. Der Via-Algorithmus passt dabei die Anfragen und Buchungen in Echtzeit an, so dass sich stets möglichst viele Mitfahrer ein Auto teilen.

Damit lassen sich Umwege minimieren und bei einer besseren Auslastung der Fahrzeuge eben auch die Preise niedrig halten. Der Kunde muss im Gegensatz zu einer Taxibestellung dafür Wartezeiten in Kauf nehmen. Wie lange die maximal sein sollen, ist noch nicht bekannt.

Zum Start gehen 50 Autos an den Start, meist Mercedes Vito und V-Klassen mit bis zu acht Sitzen. Auch ein paar elektrische B-Klassen hatte man wohl noch übrig und wird sie in Berlin einsetzen. Im Sommer 2018 kommt dann der elektrische Vito mit in die Flotte.

Das Pilotprojekt in Berlin ist vorerst auf zwei Jahre ausgelegt. In dieser Zeit sollen Daten über die Akzeptanz und das Kundenverhalten gesammelt werden. Wenn das Konzept angenommen wird, soll die Fahrzeugflotte auf bis zu 300 Autos ausgeweitet werden, ebenso der Einsatzradius.

Das Ride Sharing On Demand ist also eine neue Konkurrenz für die Berliner Taxifahrer, aber je nach Preisgefüge auch für Car Sharing – Anbieter.

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