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Warnung vor Produktpiraten

Nachdem auf Europas Straßen Plagiate von Michelin-Lkw-Reifen aufgetaucht sind, kündigt der französische Reifenkonzern einen entschiedenen Kampf gegen Produktpiraterie an.

Nicht alles, was auf den ersten Blick wie ein Michelin-Reifen aussieht, stammt auch von dem französischen Reifenkonzern. Derzeit sind, so schätzt eine Sprecherin des Untermehmens, etwa 50.000 bis 70.000 Fälschungen in Europa im Umlauf. Das ist zwar eine verschwindende Zahl angesichts eines Volumens von 20 Millionen Reifen, aber eine gefährliche. Denn auch wenn die Plagiate hinsichtlich Aufbau und Laufflächen den Originalen optisch täusschend ähnlich seien, so erfüllten sie nicht einmal ansatzweise die Qualitätststandards der Michelin-Pneus, sagt Susanna Knapp.

Sensibilsiert durch gefälschte Reifen, die via Asien im vergangenen Jahr auf dem kanadischen Markt aufgetaucht waren, hat der französische Reifenhersteller seine europäischen Händler auf die Problematik aufmerksam gemacht. Prompt wurden nun auch in Europa Plagiate entdeckt. Wie in den in Kanada registrierten Fällen, wurden als Herkunfstländer Indien, China und Korea ausgemacht. Die Sprecherin bestätigte, dass in der Vergangenheit auch schon gefälschte Pkw-Reifen aufgetaucht seien, der aktuelle Fall bezöge sich aber ausschließlich auf Lkw-Pneus.

Michelin kündigte in einer Stellungnahme an, gegen die Produktpiraterie energisch vorzugehen. In einem Fall wurde gegen einen Händler rechtliche Schritte eingeleitet, in dessen Sortiment Plagiate entdeckt wurden.

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