09/2019, Bollinger B2 Bollinger Motors
01/2022, Bollinger Elektro-Nutzfahrzeug-Chassis
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Mullen Automotive übernimmt Mehrheit von Bollinger Motors

Mullen Automotive übernimmt Mehrheit von Bollinger Finanzspritze sichert Entwicklung der Pkw-Modelle

Wegen Geldmangels musste Bollinger Motors die Arbeiten an seinem elektrischen Pick-up und SUV einstellen. Beide Modelle sollen nun wiederbelebt werden.

Bollinger Motors wurde 2015 gegründet. Gründer Robert Bollinger wollte einer der Ersten sein, die einen rein elektrisch angetriebenen Pick-up anbieten. Einen SUV wollte das Unternehmen aus dem US-Bundestaat Michigan sogleich nachschieben. Doch Bollinger ereilte das Schicksal vieler – wenn nicht der meisten – Auto-Start-ups: Die Entwicklung gestaltete sich viel schwieriger als gedacht, das Aufgleisen einer Serienproduktion war eine noch größere Herausforderung und die Verwerfungen durch die Corona-Pandemie samt zusammengebrochener Lieferketten war zu viel für die junge Firma. Ihr ging das Geld aus und sie musste ihre Pkw-Projekte auf Eis legen.

Doch nun naht Hilfe aus dem fernen Südkalifornien. Mullen Automotive ist zwar ebenfalls ein Start-up und hat noch kein Auto an den Start gebracht, das zum jetzigen Zeitpunkt käuflich zu erwerben ist (der Elektro-SUV Five soll erst 2024 kommen). Doch das börsennotierte Unternehmen scheint über ordentlich Kapital zu verfügen. Zumindest ist Mullen in der Lage, für 148,2 Millionen Dollar (das entspricht aktuell fast exakt dem Eurowert) 60 Prozent der Anteile an Bollinger Motors zu erwerben, wodurch die Truppe von der Westküste zum neuen Mehrheitseigner bei Bollinger avanciert.

Erst Elektro-Lkw, dann Elektro-Pkw

Hauptanliegen beider Partner ist es, die Entwicklung der Pkw-Modelle B1 (SUV) und B2 (Pick-up; siehe Fotoshow oben in diesem Artikel) wieder aufzunehmen. Einer offiziellen Mitteilung zufolge existieren für beide Baureihen zusammen etwa 50.000 Vorbestellungen. Zuerst – und zwar 2023 – soll jedoch die Produktion der Nutzfahrzeug-Baureihen gestartet werden. Für diesen Bereich hat Bollinger skalierbare E-Truck-Fahrgestelle entwickelt, auf denen Lastwagen in den US-Gewichtsklassen 3 bis 6 (etwa 4,5 bis 11,8 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht) aufbauen. Auch hier soll ein starkes Interesse von Großkunden herrschen. Die Bollinger-Modelle sollen Mullens eigene geplante Elektro-Lieferwagenflotte der Gewichtsklassen 1 und 2 ergänzen.

Mullen Five Elektroauto
E-Auto

Mullen erlangt zusätzlich Zugang zur technologischen Expertise von Bollinger Motors. Die Amerikaner haben alles für die Antriebe Nötige selbst entwickelt: Die Batterien ebenso wie alle Motor- und Antriebskomponenten sowie die Software-Einheiten für die Steuerung der Fahrzeuge und des Temperaturhaushalts. Bollinger fasst all das in einem Skateboad-Chassis zusammen, in das alle Antriebsteile bereits integriert sind. Die Firma soll im Gegenzug Zugang zur von Mullen entwickelten Festkörperbatterie-Technologie erhalten.

Mullen zieht Hummer-H1-Vergleich

"Bollinger ist ein echter Innovator und wir glauben, dass sie das Potenzial haben, die Branche auf den Kopf zu stellen, ähnlich wie es der Hummer H1 vor über 30 Jahren getan hat", sagt David Michery, der Chef von Mullen Automotive. "Unser Traum ist es, die besten Lastwagen und SUV der Welt zu bauen", ergänzt Robert Bollinger. "Mullen hat den gleichen Traum. Diese Partnerschaft wird uns der Verwirklichung dieser Visionen näher bringen."

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Fazit

Um seinen Traum weiterzuleben, muss Bollinger seine Unabhängigkeit aufgeben. Mit Mullen Automotive regiert jetzt ein externes Unternehmen in Oak Park, Michigan. Andererseits scheint der Verkauf von 60 Prozent der Anteile die einzige Chance gewesen zu sein, nach der aufwändigen Entwicklung seiner Personenwagen und Nutzfahrzeuge auch deren Serienfertigung stemmen zu können. Fraglich ist, ob die Kalifornier der passende Partner für dieses Vorhaben sind. Schließlich hat Mullen ebenfalls noch nicht nachgewiesen, eine Großserienfertigung von Elektroautos auf die Beine stellen zu können.

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