Stadt, Kreuzung, Verkehrsschilder, Architektur Hersteller

Navi warnt vor roten Ampeln

Pilotprojekt von Toyota in Japan

Mit neuen Navigationssystemen will Toyota den Verkehr an Straßenkreuzungen sicherer machen. Die Geräte sollen rote Ampeln erkennen können und vor Stopp-Schildern warnen oder vor Verkehr hinter Abbiegungen.

Allerdings kommt die neue Technik zunächst nur in Japan zum Einsatz, wie Toyota mitteilte.

Technische Voraussetzung ist eine spezielle Infrastruktur an Kreuzungen. In Teilen Tokios wurden im Rahmen eines Verkehrssicherheitsprogramms der Polizei an Straßenrändern Infrarot-Sender installiert, die mit den Toyota-Navis kommunizieren können.

Über die empfangenen Daten wird der Fahrer zum Handeln aufgefordert, falls er sein Auto nicht bereits abgebremst hat.

Außerdem blendet das System an einer roten Ampel die verbleibende Wartezeit ein. So sollen Verzögerungen vermieden werden.

Europäische Standards notwendig

Die Idee entsprechender Assistenzsysteme ist auch anderen Autobauern schon gekommen. So arbeiten BMW, Volvo und Volkswagen in einem Forschungsprojekt gemeinsam an einer Lösung, um die Sicherheit an Kreuzungen zu verbessern.

Dabei überwachen Sensoren am Wagen den Kreuzungsbereich ebenso wie Kameras und Scanner, die zum Beispiel an Ampeln montiert werden können. Solche Systeme funktionierten im realen Verkehr allerdings nur dann verlässlich, wenn alle Autohersteller mitmachen, sagte VW-Sprecherin Ruth Holling: "Wir brauchen europäische Standards, so dass sich alle einklinken können."

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