eGo Life 60, Exterieur Paul Schüll
E.Go Life Fahrbericht
E.Go Life Fahrbericht
E.Go Life Fahrbericht
E.Go Life Fahrbericht 26 Bilder

Kritik von Günther Schuh

E-Auto-Prämie bringt E.Go in Existenznot

Günther Schuh, der Gründer des Elektroauto-Herstellers, kritisiert die Ergebnisse des jüngsten Autogipfels der Bundesregierung. Er fordert neue Regeln.

Bei ihrem letzten Autogipfel hat die Bundesregierung neue Förderprämien beim Kauf eines Elektroautos beschlossen. Für Modelle mit reinem Stromantrieb, die weniger als 40.000 Euro kosten, soll es künftig einen Zuschuss von 6.000 statt 4.000 Euro geben. Ein solches staatliches Förderprogramm dürfte einen Elektroauto-Hersteller freuen, sollte man meinen. Günther Schuh, der Vorstandschef der E.Go Mobile AG, die den elektrischen Kleinwagen Life produziert, ist allerdings sehr unglücklich über diesen Beschluss.

Muss E.Go wegen der Kaufprämie die Preise erhöhen?

„Diese Regelung kann für uns existenzgefährdend werden“, sagt der Firmengründer und Professor an der RWTH Aachen. Der Grund: Die Kaufprämie tragen jeweils hälftig der Staat und der Autohersteller. Der E.Go Life ist mit Basispreisen von 15.900 (14,5-Kilowattstunden-Batterie), 17.400 (17,5 kWh) und 19.900 Euro (23,5 kWh) allerdings so knapp kalkuliert, dass dem Hersteller kaum Spielraum für derartige Kaufprämien bleibt, die von Herstellerseite nichts anderes als Rabatte sind. Laut Schuh müsste E.Go seine Preise anheben, um den Eigenanteil stemmen zu können. Damit würde das beste Argument für den Aachener Elektro-Kleinwagen, der günstige Preis, ein Stück weit aufgeweicht.

Günther Schuh sieht in diesem Punkt einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den traditionellen Autoherstellern, die sowohl Verbrenner- als auch Elektroautos anbieten. Der Grund sei, dass „wir das Geld nicht vom Verkauf von Verbrenner-Autos nehmen können, wie das bei den großen Herstellern der Fall ist.“ Er fordert deshalb eine Neuregelung der Kaufprämie: Bei Modellen von reinen Elektroauto-Herstellern solle der Staat die komplette Förderung übernehmen. „Es würde die Bundesregierung nicht viel kosten, wenn sie den Eigenanteil bei uns aussetzen würde“, sagt Schuh. Das wiederum würde E.Gos Aussichten, auf dem Markt zu überleben, deutlich erhöhen.

Umfrage

1914 Mal abgestimmt
Haben Sie Verständnis für die Befürchtungen von Günther Schuh?
Ja. Ein aufstrebendes und in Deutschland produzierendes Unternehmen gerät schließlich in Schieflage.
Nein. Günther Schuh ist undankbar. Er sollte sich lieber über das Förderprogramm freuen.

Fazit

Für Günther Schuh und die E.Go Mobile AG könnte das gut gemeinte Förderprogramm der Bundesregierung zum Bumerang werden. Insofern ist es aus seiner Sicht verständlich, seine Sorgen öffentlich adressiert zu haben. Ob sich deshalb an der beschlossenen Regelung etwas ändert, erscheint dennoch mehr als fraglich.

Verkehr Politik & Wirtschaft SPERRFRIST 16.10.19 / 18.45 Uhr Volvo XC40 Recharge BEV Elektroauto Autogipfel Mehr Prämien für E-Autos, mehr Ladesäulen

Die E-Auto-Förderung steigt, die Anzahl der Ladesäulen ebenso.

e.GO Life
Artikel 0
Tests 0
Generationen 0
Alles über e.GO Life
Mehr zum Thema Elektroauto
VW E-Up (2020)
E-Auto
VW ID. Space Vizzion
Neuheiten
Audi E-Tron Sportback
E-Auto