Neuzulassungen nach PS

Deutsche mit neuem PS-Rekord

Ferrari FF, Motor Foto: Hans-Dieter Seufert 38 Bilder

Noch nie hatten Neuwagen in Deutschland so viel PS unter der Haube. Laut einer Studie der Universität Duisburg-Essen stieg die durchschnittliche PS-Zahl in den ersten vier Monaten des Jahres 2011 auf 134.

Zum Vergleich: 1995 genügten noch durchschnittlich 95 PS, um von A nach B zu gelangen. 2010 gönnten sich die deutschen Neuwagenkäufer im Schnitt 130 PS. 2009 - dem Jahr der Abwrackprämie - galoppierten durchschnittlich sogar nur 118 Pferde unter neuen deutschen Motorhauben. Damals waren vor allem Kleinwagen und Fahrzeuge der Kompaktklasse gefragt. Ihr Anteil an den Neuzulassungen lag im Jahr 2009 bei 62,9 Prozent. Dies hat sich jedoch zwischenzeitlich geändert.

Kleinwagen und Kompakte sind weniger gefragt - SUV legen zu

Laut der Studie der Universität Duisburg-Essen unter Leitung von Ferdinand Dudenhöffer waren in den ersten vier Monaten des Jahres 2011 nur noch rund 49 Prozent der Neuzulassungen Kleinwagen und Kompakte - der geringste Wert seit über fünf Jahren.

Stattdessen setzen die Deutschen beim Neuwagenkauf auf größere Fahrzeugklassen. So machten die SUV und Kompakt-SUV zwischen Januar und April 13,6 Prozent der Neuzulassungen aus - mehr als doppelt so viel wie noch vor fünf Jahren (6,6 Prozent).

Starke Dieselmotoren immer beliebter

Damit einher geht auch der bereits erwähnte Anstieg der durchschnittlichen PS-Zahl. Denn weit mehr als die Hälfte der neu zugelassenen SUV (67 Prozent) wird von einem zumeist kräftigen Dieselmotor angetrieben. Insgesamt stieg der Anteil der in Deutschland neu zugelassenen Selbstzünder von 41,9 (2010) auf 46,6 Prozent. Im Mittel mobilisieren die neu zugelassenen Dieselfahrzeuge 151 PS - gegenüber 121 PS bei den Benzinern, 125 PS bei Erdgas- und 126 PS bei Hybridfahrzeugen. Elektroautos stehen mit durchschnittlich 51 PS weitaus weniger gut im Futter, bringen jedoch auch deutlich weniger Gewicht auf die Waage.

Die Universität Duisburg-Essen kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass sich der Trend zu steigenden PS-Zahlen mit dem Übergang zur Elektromobilität abschwächen oder gar zum Stillstand kommen wird.

Durchschnittsverbrauch sinkt

Dank neuer Motorentechnologien wie aufgeladenen Direkteinspritzer-Benzinern, Start-Stopp sowie Hybridantrieb geht der Trend hin zu stärkeren Fahrzeugen jedoch nicht mit steigenden Verbräuchen einher.

Laut einer Studie von Jato Dynamics, welche den volumengewichteten Durchschnittsverbrauch für Benzin- und Diesel-Motorisierungen zwischen 2006 und 2010 analysiert, sank der Verbrauch bei Diesel-Triebwerken von 6,41 auf 5,77 und bei Benzinern von 7,17 auf 6,41 Liter pro 100 Kilometer.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen das Ranking der Marken nach PS-Zahl und die PS-stärksten Marken in Deutschland.

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