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Nidec Ulta Fast Charger

Stromtankstelle mit 320 kW Ladeleistung

05/2018, Nidec Ultra Fast Charger Foto: ©Yuri Laudadio

Zwei Elektroautos sollen sich am neuen Schnelllader von Nidec gleichzeitig in 15 Minuten zu 80 Prozent aufladen lassen. Mit dem PSA-Konzern wurde ein Join-Venture zur Entwicklung von Elektromotoren gegründet.

28.05.2018 Bernd Conrad Powered by

Das japanische Unternehmen Nidec, ein Hersteller von Elektromotoren, Industrierobotern und Messgeräten, arbeitet an einem neuen Schnelllader. Damit möchte man den Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos vorantreiben.

Das besondere am Schnelllader von Nidec: Das Gerät soll die Stromleistung um das sechsfache multiplizieren. Aus 50 kW, die aus dem Stromnetz gezogen werden, sollen so bis zu 320 kW Ladeleistung entstehen. Als Zwischenspeicher dienen im Schnelllader verbaute Batterien mit 160 kWh Speicherkapazität.

Neben einem Anschluss an das Stromnetz soll der Schnelllader auch über die Möglichkeit zum Anschluss einer Photovoltaik-Anlage haben. Zwei Elektroautos können gleichzeitig innerhalb von 15 Minuten auf bis zu 80% ihrer Batteriekapazität aufgeladen werden, oder drei Autos nacheinander, bis der Strompuffer wieder sich selber nachladen muss. Nidec spricht von 95 Prozent Wirkungsgrad. Auch bidirektionales Laden, also die Einspeisung von Strom aus einem Elektroauto in das Netz, ist möglich.

Wann Nidec seinen Ultra Fast Charger in Serie fertigt und wo die Ladepunkte aufgestellt werden, ist noch nicht bekannt. Das europaweite Netzwerk von Ionity, an dem unter anderem die Autohersteller BMW, Daimler, Ford und Volkswagen beteiligt sind, will noch im Jahr 2018 die ersten Schnelllader mit einer Leistung von bis zu 350 kW anschließen. Beide Systeme bieten deutlich mehr Ladeleistung als die Super Charger von Elektroauto-Pionier Tesla. Hier müssen 145 kW reichen.

Joint-Venture Nidec-PSA-emotors

In der Automobilindustrie ist Nidec kein Unbekannter. Mit dem französischen PSA-Konzern (Citroën, DS, Opel, Peugeot) haben die Japaner ein Joint Venture für die Herstellung von jährlich 900.000 Elektromotoren geschlossen. Die Investition in dieses Projekt beträgt 220 Millionen Euro.

Für dieses Vorhaben wurde von den beiden Unternehmen ein Joint Venture mit dem Namen Nidec-PSA emotors gegründet. In der Nähe von Paris sind bereits 40 Ingenieure beschäftigt, dreißig weitere Stellen zur Entwicklung der Elektromotoren sollen noch im Sommer 2018 hinzukommen.

Die Antriebseinheiten sollen in Mild-Hybriden, Plug-in-Hybriden und vollelektrischen Autos der PSA-Marken Citroën, DS, Opel und Peugeot eingesetzt werden. Bis zum Jahr 2025 will PSA von allen Modellreihen mindestens eine teilweise oder vollständig elektrifizierte Version anbieten.

Neuester Kommentar

Hallo Nix-Ingenieur,

Du lernst das Zitieren nie. Das willst Du auch gar nicht. Jeder aufmerksame Leser hat längst festgestellt, dass Du meine Aussagen immer verkürzt und dann in einem falschen Zusammenhang verdreht wiedergibst. Mach weiter so und kopiere Deinen gesamten Mist zum X-ten Mal wieder. Rache? Da müsste ich Dich ernst nehmen. Jedenfalls hast Du eine ausgeprägte Leseschwäche. Nun erkläre ich Dir zum 5-ten Mal, dass sich meine Berechnungen zum Ladekabel ausschließlich auf 99,9% der existierenden Ladekabel beziehen und diese sind ungekühlt. Und wenn solche Kabel 440A Ladestrom (bei 800V Ladespannung) transportieren müssten und man wohlweislich den vom VDE vorgegebenen Kabelquerschnitt nimmt, dann wird ein solches Ladekabel zwangsläufig „armdick“ und sehr schwer. Ich erkläre nun auch zum 5-ten Mal, dass ich nie eine Angabe zu flüssigkeitsgekühlten Ladekabeln gemacht habe, die übrigens derzeit nur weniger als 0,1% der tatsächlich existierenden Ladekabel ausmachen, denn hierzu benötigt man Angaben über die Flussmenge von Kühlmittel und hier schweigen sich die vermeintlichen Hersteller noch völlig aus. Und zum 5-ten Mal erkläre ich Dir, dass Tesla in Kalifornien aus gutem Grund die öffentlich aufgestellten Ladestationen mit flüssigkeitsgekühlten Ladekabel komplett wieder abgeschafft hat. Von Tesla gibt es derzeit weltweit also nur ungekühlte Ladekabel an ihren Super Chargern. Soll ich Dir das noch ein 6-tes Mal erklären müssen? Also wenn Du diese Ansage von mir zitieren willst, dann endlich einmal vollständig und nicht wieder verkürzt, wie die letzten 4 Mal. Original zu zitieren heißt immer auch die Originallänge des Zitats. Meine Berechnungen zu den erforderlichen ungekühlten Ladekabeln sind präzise richtig. Ich habe nie eine Firma genannt in diesem Zusammenhang, weil Mathematik für alle gilt.

Wenn Du einen Prospekt einer Autofirma zu einem Modell z.B. Mercedes E-Klasse holst, dann sind dort neben vielen bunten Bildern für alle unterschiedlichen Motorisierungen auch unterschiedliche Technische Angaben in einem Datenblatt aufgeführt. Einen Unterschied zu machen, wo der Prospekt aufhört und das Datenblatt anfängt, auf diese Idee kommst nur Du.

Zum verunglückten Reifenwechsel von Räikkönen: Nun sage doch endlich, was hast Du denn anders gesehen, als ich hierzu ausführlich geschrieben habe? Bist Du fähig, meine einfache Frage zu beantworten? Mit eigenen Worten?

Du hast kein einziges Universitätsdiplom. Zeige doch Deine zwei Uni-Diplome vor, oder sage woher sie kommen, dann kann ich das über das zentrale Prüfungsamt einer großen deutschen Universität überprüfen lassen. Dieses Prüfungsamt entlarvt Hochstapler. Der Quatsch mit Notar und viel Geld ist völlig unglaubwürdig. Aber ich gehe trotzdem komplett auf Deine Wette „mit viel Geld“ ein. Du trägst auch – was bei jeder Wette selbstverständlich ist – den gleichen Wetteinsatz. Du gewinnst alles Geld der Wette, wenn Du zwei echte Diplome in den Ingenieurwissenschaften von einer anerkannten Universität vorweisen kannst. Als Technische Universitäten gibt es in der Schweiz genau nur die ETH Zürich und die EPF Lausanne. Der Verlierer der Wette bezahlt den Notar. Einfacher kannst Du „viel Geld“ nicht bekommen. Perfekt. Nenne mir den Notar zum Wett-Vertrag und zum Hinterlegen des Geldes für den Wetteinsatz. Du bist nun am Ziel. Erfinde jetzt keine Ausrede und sei kein „Feigling“.

Nun gibt der Ionity-Chef Dr. Marcus Groll der ADAC-Motorwelt ein Interview (09.06.2018). Hierin kündigt er an, dass bis 2020 seine Firma in Europa 400 Ladestationen und davon in DE 100 aufbauen möchte. Jede soll einen Mittelspannungstrafo mit 1,2 MVA Leistung erhalten, der 6 Einzelladesäulen versorgt. Er sieht jedoch zeitliche Verzögerungen durch Probleme bei behördlichen Genehmigungsverfahren. Aus diesen vorsichtigen Aussagen ist abzuleiten, dass die E-Mobilität so nicht funktionieren wird. Mit dem Flaschenhals des Versorgungstrafos mit 1,2 MVA können unter Berücksichtigung von unabdingbaren Übertragungsverlusten gleichzeitig nur drei Autos mit je 350 KW-Ladeleistung geladen werden. Wenn alle sechs Lademöglichkeiten besetzt sind, dann geht für alle nur die halbe Ladegeschwindigkeit. Dann wird aus der von ihm genannten Standzeit zum Laden von bis zu 30 Minuten eine ganze Stunde. Zum Vergleich: Einen Dieseltank für die doppelte Reichweite zu füllen dauert nur 2 Minuten. Wenn vor einer Tankstelle – was oft am Wochenende der Fall ist – bereits 30 Autos auf das Volltanken warten, dann wartet ein Sprit-Auto etwa 10 Minuten, ein Batterie-Auto jedoch 5 Stunden, bezogen auf jeweils 6 Energie-Übernahmestellen. Das Problem jedoch ist, dass alles immer Wunschdenken ist, denn – wie ich schon ausführlich beschrieben habe – die behördlichen Genehmigungen machen hier einen Strich durch die Vorstellungen von Ionity. Ionity baut deshalb nur dort Ladestationen, wo ein ausreichender Stromanschluss bereits vorgegeben ist. Ladestationen in der gesamten Fläche wird es von Ionity nie geben, weil damit die Aufrüstung mit vielen Mittelspannungsleitungen (viel) zu teuer wäre. Mein Kommentar dazu: Ganz sicher werden Bevölkerung und Genehmigungsbehörden sich dem Umstand verweigern, dass in DE viele weitere Hochspannungs-Überlandleitungen und unzählige Mittelspannungsleitungen das Land durchziehen. Hierbei ist völlig egal, ob diese Leitungen oberirdisch oder (sehr teuer) eingegraben geführt werden. Da hier unzählige Grundstücke betroffen sind, wird das niemals funktionieren. Jeder Grundstückeigentümer wird sich der Belastung/Entwertung seines Grundstücks durch eine Kabelführung verweigern. Im dicht bevölkerten DE bewirkt die deutsche Rechtstaatlichkeit, dass Batterie-Autos nie flächendeckend genügend Ladestationen finden werden.

Der 1,2 MVA Mittelspannungstrafo begrenzt die volle Ladegeschwindigkeit aller in DE bis 2020 geplanten Ladestationen auf nur 300 Einzelladesäulen. Wenn auch berücksichtigt wird, dass der Energieübertrag in Fahr-Reichweite umgerechnet bei E-Ladesäulen 30 mal langsamer erfolgt als bei Diesel-Tanksäulen, dann entsprechen alle bis 2020 vorgesehenen Einzelladesäulen zusammen im zeitlichen Energie-Reichweitentransfer nur 10 Tanksäulen. Jede einzelne Autobahn-Tankstelle hat mehr Tanksäulen. Lustig ist jedoch, dass derzeit und für ganz 2018 gilt: Es gibt noch keine Batterie-Autos mit 350 KW-Ladetechnik zu kaufen. Es gibt es nur neue Ankündigungen und neue computergenerierte Bilder von neu hübsch designten Ladesäulen, wo nun aus fast 3 m Höhe das Ladekabel elegant herunterhängt.

Fazit: Die Vorstellung, dass Batterie-Autos eine generelle Lösung im Verkehr sein können, ist völlig unrealistisch. Das wissen sicher auch Ionity und alle dahinter stehenden Firmen längst. Manager können sich keine Rechen- oder Denkschwäche leisten. In wenigen Jahren wird auch die breite Bevölkerung erkennen, dass Batterie-Autos zwar originell sind, jedoch keine Gesamt-Lösung für den Verkehr bringen können. Nur im eingeschränkten Stadtverkehr sind Batterie-Autos sinnvoll. Auto-Hersteller haben sich entschlossen, generell alle denkbaren Produktnischen zu besetzen, deshalb bauen sie auch Batterie-Autos. Damit kann dem Management nie ein Versäumnis vorgeworfen werden. So einfach ist das.

drbra 12. Juni 2018, 13:51 Uhr
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