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Nürburgring-Insolvenz

ADAC und Autohersteller wollen Ring kaufen

Der ADAC und die deutschen Autohersteller arbeiten derzeit an einer Übernahme des insolventen Nürburgrings. Nach Informationen von auto motor und sport soll eine Stiftung den Nürburgring kaufen, deren Gründung der ADAC vorbereitet und die sich aus Geldern der Autohersteller und weiterer Investoren speisen soll.

Die Autohersteller sollen dem Vernehmen einen Kaufpreis von rund 50 Millionen Euro ins Auge fassen. "Nach knallharten wirtschaftlichen Rechnungen ist ein Preis von über 50 Millionen Euro eigentlich schon zu hoch", sagte ein mit den Unternehmenskennzahlen Vertrauter Automanager. Die Gesprächspartner aus der Industrie, so heißt es aus ADAC-Kreisen, seien „entschlossen, eine Lösung zu finden". Ein hochrangiger Manager eines Autoherstellers sagte auto motor und sport: "Wir wollen nicht, dass der Ring in die falschen Hände gelangt."

Nürburgring schreibt schwarze Zahlen

Derzeit testen alle deutschen Autohersteller auf dem Nürburgring in der Eifel. Sie wollen sicherstellen, dass der Ring weiterhin für Tests und Autorennen zur Verfügung steht. Dabei drängt allerdings die Zeit. "Bis Spätherbst oder zu Anfang des Winters sollten die Bieter verbindliche Angebote abgeben", sagte Thomas B. Schmidt, Sanierungsgeschäftsführer des Nürburgrings, gegenüber auto motor und sport. Schmidt rechnet damit, dass sich die anschließenden Vertragsverhandlungen bis über das Jahresende hinziehen werden: "Der Investorenprozess wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2014 dauern."

Unterdessen schreibt der Nürburgring trotz Insolvenz schwarze Zahlen. "Die Rennstrecken sind zu 100 Prozent ausgelastet", sagte Dr. Karl-Josef Schmidt, Geschäftsführer des Nürburgrings, dem Magazin. "In diesem Jahr wird der Nürburgring rund 60 Millionen Euro Umsatz erzielen. Der Gewinn wird voraussichtlich bei acht Millionen Euro liegen."

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