pilotiertes Parken, Impression Audi
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Audi startet pilotiertes Parken in den USA

Das Parkhaus der Zukunft

Das Parkhaus ist ein perfekter Ort, um erste Schritte des autonomen Fahrens umzusetzen. Audi startet einen Modellversuch in Somerville bei Boston. Auch deutsche Parkhausbetreiber wie APCOA denken über Veränderungen nach.

Es fühlt sich an wie das Leben einer Diva: vorfahren, anhalten, aussteigen, den Schlüssel dem Portier in die Hand drücken und dem großen Auftritt entgegeneilen. Doch es geht nicht darum, dem Leben eines Hollywood-Stars nachzueifern. Es geht um das profane Problem des Parkens: Bis zu 60 Prozent des Innenstadtverkehrs entfallen auf Parkplatzsuchende, Parkflächen fressen unendlich viel Platz.

Deshalb startet Audi in den USA 2018 ein Pilotprojekt: Mit der von Verkehrsproblemen geplagten Stadt Somerville wird das pilotierte Parken erprobt. Autos sollen gezielt zu freien Flächen gelotst werden, können enger parken, weil niemand ein- und aussteigen muss (spart 60 Prozent Fläche), und lassen sich bei Bedarf auch induktiv laden.

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Audi
Platz sparen durch enges Parken.

Fehlende Infrastruktur bremst Vorhaben

Parkhäuser sind für Autofahrer heutzutage noch ein echter Stressfaktor, das weiß auch APCOA-Geschäftsführer Ralf Bender; für ihn hat das autonome Fahren aber noch nicht die erste Priorität. Warum? "Die meisten Parkhäuser stammen aus den 60er- und 70er-Jahren. Ohne eine moderne Infrastruktur fährt da kein Auto allein rein oder raus", erläutert Bender.

Audi schafft auch in den USA ein hochmodernes Umfeld, in dem Elektroautos beispielsweise induktiv geladen werden können. "Wir arbeiten an Lösungen, dem Autofahrer im Umfeld seiner Destination verschiedene freie Parkmöglichkeiten anzubieten", erklärt Bender den APCOA-Ansatz. Ihm geht es darum, dem Kunden im Parkhaus der Zukunft verschiedene Produkte anzubieten. Wer zum Beispiel eine breitere Parkfläche zum Selbsteinfädeln möchte, der bekommt sie - zahlt aber dafür Aufpreis.

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Für APCOA Geschäftsführer Ralf Bender hat das automatisierte Parken noch nicht erste Priorität.

Stress meiden, Kosten senken & Lebensqualität steigern

Flächen für den Carsharing-Pool werden künftig genauso ein Thema sein wie Fahrrad-Parkhäuser, die dann über geeignete Aufzüge verfügen müssen, damit die Zweiräder auch in oberen Stockwerken abgestellt werden können - in Belgien und Holland gibt es solche Projekte.

Im Zeitalter der Vernetzung ist dann auch hier irgendwann die Zeit reif fürs pilotierte Parken - Bosch startet 2018 einen entsprechenden Versuch. In Somerville/USA ist die Erwartung hoch: "Wenn wir Parkfläche reduzieren können, sinken die Kosten, der Raum kann besser genutzt werden, und Lebensqualität sowie Gewinn steigen", erklären die Projektverantwortlichen.

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