Rimac Concept 2 Rimac
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Porsche erhöht Rimac-Anteile

E-Sportwagenbauer liefert Entwicklungshilfe

Porsche hat seinen Anteil von zehn Prozent an der kroatischen Technologie- und Sportwagenfirma Rimac auf 15,5 Prozent erhöht. Dies teilte der Sportwagenhersteller am Freitag (6.9.2019) mit. Bereits Mitte 2018 sind die Stuttgarter vor dem Hintergrund der Elektro-Offensive die Entwicklungspartnerschaft mit Rimac eingegangen.

Auch Hyundai ist mit dem E-Auto-Spezialisten im Mai 2019 eine strategische Partnerschaft eingegangen. Die Koreaner wollen bis 2020 erste Prototypen von Hochleistungs-Elektroautos und Hochleistungs-Brennstoffzellenfahrzeugen auf die Räder zu stellen. Beide Partner investieren jeweils 80 Millionen Euro in die Partnerschaft

Das Unternehmen aus Zagreb entwickelt und produziert elektrische Hochleistungsantriebe und Batteriesysteme. Den Anfang machte aber Firmengründer Mate Rimac, als er 2009 in seiner Garage begann, einen elektrisch angetriebenen Sportwagen zu entwickeln. Auf dem Genfer Autosalon und der IAA 2011 stellte er mit dem Concept One das damals nach eigenen Angaben schnellste E-Auto der Welt aus.

Vorstellung: Rimac Concept One

Rimac Concept One
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Rimac Concept One mit Crash

Der Rimac Concept One wird von vier Elektromotoren, je zwei an einer Achse, angetrieben. Zusammen sollen die wassergekühlten E-Motoren eine Leistung von 1.088 PS bereitstellen. Das maximale Drehmoment wird mit 1.600 Nm angegeben. Spurtete das 2011er-Modell in 2,8 Sekunden auf 100 km/h, so braucht das Serienmodell 0,2 Sekunden weniger. Tempo 200 soll bei 6,2 Sekunden erreicht sein, die 300-km/h-Marke fällt bei 14,2 Sekunden. Ein Beschleunigungsrennen zwischen einem Tesla Model S P90D und einem Ferrari LaFerrari entschied der Rimac für sich. Indes, die Serienproduktion des Concept One blieb lange ungewiss. 2013 sollten 88 Modelle an den Start gehen, 2016 war die Rede von 8 Fahrzeugen.

Berühmtheit erlangte das Modell als Moderator Richard Hammond bei einer TV-Produktion zur Autosendung „The Grand Tour“ bei einem Hillclimb-Event in der Schweiz verunfallte. Er verletzte sich dabei am Knie, der Rimac brannte aus.

Rimac C2 mit 412 km/h Top-Speed

Auf dem Genfer Autosalon im März 2018 hat unterdessen Rimac sein Elektro-Fahrzeug „C Two“ (Concept 2) präsentiert. Der Zweisitzer leistet 1.915 PS und stellt ein Gesamtdrehmoment von 2.300 Nm bereit. In unter zwei Sekunden soll der E-Renner auf Tempo 100 beschleunigen, 300 km/h liegen nach 11,8 Sekunden an, in der Spitzengeschwindigkeit sollen es 412 Kilometer pro Stunde sein. Die Reichweite beträgt von 650 Kilometern und kann durch ein 250 kW-Schnellladesystem innerhalb einer halben Stunde auf 80 Prozent der Akkuladung geladen werden.

Vorstellung: Porsche Taycan

SPERRFRIST 04.09.19 / 16 Uhr Porsche Taycan Turbo S Elektroauto Sportwagen
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„Porsche begleitet Rimac seit einem Jahr in seiner positiven Entwicklung“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Finanzen und IT der Porsche AG. „Uns war schnell klar, dass Porsche und Rimac viel voneinander lernen können. Wir sind von Mate Rimac und seiner Firma überzeugt. Deshalb haben wir jetzt unsere Anteile erhöht und bauen unsere Zusammenarbeit im Bereich der Batterietechnologie aus.“

Rimac fertigt auch E-Bike


Insgesamt beschäftigt Rimac in Zagreb über 500 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte liegen auf der Batterietechnologie im Hochspannungsbereich, dem Elektroantrieb sowie der Entwicklung von digitalen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine (HMI). Außerdem ist Rimac in der Entwicklung und Produktion von E-Bikes aktiv. Dieses Geschäft wurde 2013 in der Tochterfirma Greyp Bikes ausgegründet.

„Die Partnerschaft mit Porsche ist ein sehr wichtiger Schritt für Rimac. Unser Ziel ist es, Modul- und Systemlieferant für Automobilhersteller in den Bereichen Elektrifizierung, Konnektivität und Fahrerassistenzsysteme zu sein“, erklärt Geschäftsführer Mate Rimac.

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