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Raser-Unfall in Stuttgart

Mord-Anklage erhoben

Im März 2019 hat ein 20-Jähriger im Stadtgebiet von Stuttgart die Kontrolle über seinen Jaguar verloren und ist mit einem Kleinwagen kollidiert. Dessen Fahrer und Beifahrer starben bei dem Unfall.

Das Tempo des Rasers: 160 bis 165 km/h. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes erhoben. Das von der Ermittlungsbehörde in Auftrag gegebene Unfallgutachten hat nach Angaben der „Stuttgarter Nachrichten“ eine Aufprallgeschwindigkeit des Jaguar F-Type Coupés von 100 bis 110 km/h ermittelt.

Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt

Die Mordanklage begründet die Staatsanwaltschaft nun damit, dass der 20-Jährige am Steuer des Jaguar durch seine Fahrweise zumindest billigend in Kauf genommen habe, dass ein Unfall bei dieser Geschwindigkeit „nur durch einen Zufall“ zu vermeiden gewesen wäre. Denn in dem Bereich der Rosensteinstraße befänden sich Ausfahrten aus den Parkhäusern und Einmündungen von Nebenstraßen. „Der Fahrer hätte also so unterwegs sein müssen, dass er bei ein- und abbiegendem Verkehr hätte reagieren können“, zitiert die Zeitung. „Ihm müsse klar gewesen sein, dass bei dieser Geschwindigkeit ein Unfall 'schwerwiegende Folgen' bis hin zum Tod für andere haben würde“, so die Staatsanwaltschaft weiter.

Aus dem Unfallgutachten geht auch hervor, dass der Fahrer des Jaguar mit 160 bis 165 km/h unterwegs war und das Gaspedal „bis zum Anschlag durchgedrückt“ habe.

Raser sitzt in U-Haft

Neben der Mord-Anklage muss sich der Fahrer sich auch noch wegen vorsätzlich verbotener Fortbewegung im Straßenverkehr und vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung verantworten. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft, ein Gerichtstermin bei der Jugendkammer in Stuttgart steht noch nicht fest.

Der 550 PS starke Jaguar F-Type wurde von dem Tatverdächtigen bei einem Autoverleiher gemietet. Die beiden Unfallopfer in dem Citroën C1 waren eine 22 Jahre alte Frau und ein 25-jähriger Mann aus Stuttgart.

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