Tesla Model S Tesla

Oberklasse-Restwerte

Tesla überholt Porsche

Große Unterschiede im Werterhalt warten im ohnehin kostspieligen Segment der Oberklasse auf die Käufer. Und ein Newcomer holt sich mit Elektroantrieb die Restwertkrone.

Oberklassefahrzeuge stehen schon immer im Ruf, ganz besonders effektive Wertvernichter zu sein. Ein Urteil, das in der neuesten Restwertprognose von Schwacke bestätigt wurde. Schwacke ist spezialisiert auf die Bewertung von Gebrauchtwagen, die Prognosen zur künftigen Wertentwicklung sind ein wichtiger Geschäftszweig vor allem für Flotten- und Leasingkunden.

Bei rund 51 Prozent Restwert im gesamten Segment-Durchschnitt wird deutlich, dass von den teils fünfstelligen Neuwagenpreisen nach drei Jahren eine ganz erhebliche Summe abgeschrieben werden muss. Die Voraussage bezieht sich dabei auf Ersthandfahrzeuge mit drei Jahren Alter und 60.000 Kilometer Gesamtlaufleistung.

Schwacke Restwertprognose Oberklasse März 2019

Entsprechend gilt für die Oberklasse auch weiterhin, dass sich vor allem die Käufer eines gepflegten Gebraucht-Oberklässlers freuen, während die Ersthand-Halter allenfalls gegenüber dem Finanzamt vom herben Verlust und entsprechend hohen Abschreibungen profitieren.

Schwacke Restwertprognose: Tesla vorne

Die Unterschiede der Restwertentwicklung innerhalb des Segments vor allem daran festzumachen, wie lange eine Baureihe bereits gebaut wird, scheint auf den ersten Blick plausibel. Schließlich ist der Jaguar XJ, das Schlusslicht der Oberklasse-Werthaltigkeit, seit inzwischen zehn Jahren auf dem Markt. Doch der Vergleich der W222-S-Klasse mit dem zwei Jahre jüngeren Münchner Erzrivalen BMW 7er zeigt, dass unter anderem auch Verkaufsfördermaßnahmen im Neuwagengeschäft einen entsprechenden Anteil am Restwertniveau haben. Soll heißen: Was beim Neuwagenkauf an Preisnachlässen gewährt wird, wirkt sich unmittelbar auf den Restwert aus.

Jaguar XJR575
Jaguar
Besitzer des Jaguar XJ müssen in der Oberklasse den höchsten Wertverlust verkraften

Überraschend bei der aktuellen Schwacke Oberklasse-Restwertprognose ist jedoch vor allem der erste Platz. In Sachen Restwert gibt es in Deutschland seit Jahren vor allem zwei Marken, die praktisch immer vorne dabei sind: Dacia und Porsche. Dacia, weil es dort de facto keine Neuwagenrabatte gibt. Und Porsche, weil es eben Porsche ist – ein extrem begehrtes Prestigeobjekt. Doch diesmal ist Tesla auf Platz Eins: Für das Model S errechnete der Frankfurter Datendienstleister einen Restwert von 60 Prozent.

Das allerdings, schränkt Schwacke ein, ist mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Denn die vor allem in jüngster Zeit stark schwankenden Neuwagenpreise bei Tesla, die teilweise in Wochenfrist herabgesetzt und wieder erhöht wurden, machen eine prozentuale Restwertberechnung im Bezug auf den Listenpreis schwierig.

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