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Sanierung Mont Blanc-Tunnel: Lange Sperrungen

Sanierung Mont Blanc-Tunnel 18 Jahre Teilsperrungen

Der Grenztunnel zwischen Italien und Frankreich muss umfangreich saniert werden. Für die Arbeiten wurden jahrelange Teilsperrungen angekündigt.

Der Mont Blanc-Tunnel zwischen dem italienischen Aosta-Tal und Chamonix auf der französischen Seite des Mont Blanc-Massivs gilt als eine wichtige Transitstrecke zwischen beiden Ländern. Die Arbeiten für den Straßentunnel wurden 1957 aufgenommen. Im Juli 1965 wurde er dem Verkehr übergeben.

Seit dem zieht sich eine Röhre mit zwei Fahrspuren quer durch die Alpen. Eine zweite Röhre wurde vielfach projektiert, scheiterte aber bislang immer an der Finanzierung oder dem Widerstand der Anwohner. Jetzt soll der 11,6 Kilometer lange Tunnel umfangreich saniert und dabei auch das verbaute Asbest entsorgt werden.

Erste große Sperrungen ab Ende 2023

Da die Tunnelsanierung, die ab 2025 starten soll, als echtes zeitintensives Großprojekt gilt, standen die beiden Regierungen in Frankreich und Italien vor einer schweren Entscheidung. Erwogen wurden zwei Optionen: eine Komplettsperrung für drei bis vier Jahre oder alternativ eine jeweils drei Monate dauernde Teilsperrung für die nächsten 18 Jahre. Die zweite Version hat sich letztendlich durchgesetzt und wurde von den beiden Tunnelbetreibergesellschaften, die jeweils die Hälfte des Tunnels verwalten, angekündigt.

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Sicherheit

Die endgültige Entscheidung soll nach einer Sondierungsphase getroffen werden, die bereits zu einer Tunnelschließung von jeweils Ende August bis Ende Dezember in den Jahren 2023 und 2024 führen wird. Während jeder dieser Schließungsperioden sollen etwa 600 Meter des Tunnelgewölbes renoviert werden, insgesamt also 1.200 Meter. Daraus leiten sich dann auch die geplanten Schließzeiten für die Gesamtsanierung ab. Eine Totalsperre des Tunnels für drei oder vier Jahre hatten Beobachter als Katastrophe für den lokalen Tourismus und den internationalen Fernverkehr gewertet.

Italien rückt in diesem Zusammenhang erneut den Bau einer zweiten Röhre in den Fokus. Ein Anliegen, das von den Franzosen nach wie vor abgelehnt wird. Als Ausweichrouten für den Mont Blanc-Tunnel stehen der Frejus-Tunnel im Süden und der Große St. Bernhard-Tunnel im Norden zur Verfügung.

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Alternative Antriebe

Der Mont Blanc-Tunnel wurde bereits 1999 für drei Jahre wegen Sanierungsarbeiten gesperrt, nachdem am 24. März 1999 ein mit Margarine und Mehl beladener Kühllastwagen etwa sieben Kilometer vom französischen Eingang des Tunnels entfernt Feuer gefangen hatte. In dem Flammeninferno starben 39 Menschen.

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Fazit

Der Alpenquerungstunnel am Mont Blanc muss umfangreich saniert werden. Die geplanten Bauarbeiten sind sehr zeitintensiv. Im Raum stand eine jahrelange Vollsperrung, kommen sollen jetzt Teilsperrungen über 18 Jahre hinweg. Der hoch belastete Alpentunnel wird so noch mehr zu einem fragilen Nadelöhr.

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