SPD

Eigenes Steuer-Modell

Foto: DVR

Die Kfz-Steuerpläne der großen Koalition wackeln. Wie die Union will auch die SPD die kürzlich von der Bundesregierung beschlossene Kfz-Steuerbefreiung durch ein anderes Modell ersetzen.

Die SPD will eine Abwrackprämie für alte besonders schadstoffreiche Autos einführen und zinsgünstige Kredite für umweltfreundliche Neuwagen geben. "Das sollten wir schnell entscheiden", sagte der Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber am Dienstag (11.11.).

Sein Vorschlag sei in seiner Anreizwirkung sinnvoller als die bisher geplante Steuerbefreiung von Neufahrzeugen für ein oder zwei Jahre, sagte Kelber. Danach würde ein VW Polo einmalig um 135 Euro von Steuern entlastet und ein "dicker" Audi Q7 V 12 TDI um 1.892 Euro. "Wer sich bisher kein Auto leisten konnte, kann dies auch nicht durch die kleine Steuer-Entlastung", sagte Kelber. "Und wer sich ein großes Fahrzeug anschaffen will, braucht dazu die 1.900 Euro nicht."

Kelber soll jetzt an der Spitze einer SPD-Arbeitsgruppe einen neuen Vorschlag ausarbeiten. Sein Modell ähnelt einem Vorschlag des Opel-Konzerns, den der CSU-Politiker Peter Ramsauer aber schroff ablehnte. Jedoch hatte auch die Union deutlich gemacht, dass sie im Rahmen des kleinen Konjunkturpakets die schwache Autonachfrage durch ein anderes Förderkonzept ankurbeln will - ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.

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