Porsche 911 Carrera S, Rad, Felge Frank Herzog
Porsche 911 Carrera S, Rad, Felge
Reifen, Montage
Porsche 911 Carrera S, Frontansicht
Jochen Übler, Reifendruck
13 Bilder

Sportreifen-Test 235/35 und 305/30 R19

Fünf griffige Alternativen für den Elfer

Mit dem Porsche 911 Carrera S Modellreihe 997 auf Spurensuche nach dem besten Sportreifen. Welcher klebrige Gummi im Dimensionsmix 235/35 und 305/30 R19 steht dem Sportwagen am besten? Fünf Aspiranten – Continental, Dunlop, Michelin, Pirelli und Toyo – stellen sich dem Reifentest.

Die Reifendimension 235/35 R19 hat ausgedient? Auf der Vorderachse der neuesten Porsche 911-Baureihe vielleicht schon. Aber auf den immer noch weit verbreiteten 997-Elfern ebenso wenig wie beispielsweise auf dem Audi R8 oder dem Lamborghini Gallardo – ganz zu schweigen von unzähligen Kompaktsportlern, die dieses Gardemaß sogar rundum tragen können. An der Hinterachse stützt sich der Porsche natürlich auf breiteres Gummi, und zwar auf die Größe 305/30 R19, womit die Testdimensionen der fünf zum Vergleich antretenden Sportreifen geklärt wären.

Reifen mit sportlichen Fahreigenschaften

Sport – diesen Zusatz trägt heutzutage bekanntermaßen vieles. Die fünf Reifentest-Aspiranten – Continental Force Contact, Dunlop Sport Maxx Race, Michelin Pilot Sport Cup+, Pirelli P Zero Trofeo und Toyo Proxes R 888 aber absolut zurecht. Weil die Konstruktion und das Profilbild dieser speziellen Spezies an Reifen auf ein primäres Ziel ausgerichtet sind: sportliche Fahreigenschaften, hauptsächlich bei Trockenheit.
 
Somit orientiert sich auch die Gewichtung der angelegten Reifentestkriterien am Einsatzzweck einer trockenen Rennstrecke. Bei den maximal 200 zu vergebenden Punkten entfallen 150 auf die Trockentests und maximal 50 auf die Fahrversuche bei Nässe.

Sportreifen mit Nachteilen bei Nässe

Bei den Reifetestpunkten bei Nässe kann der Toyo R 888 allerdings nur mickrige neun Zähler einfahren. Die Mischung Porsche 911 und Toyo Proxes R 888 ist bei nasser Fahrbahn schlichtweg indiskutabel, weil nahezu unfahrbar.
 
Der Conti Force Contact findet den Kompromiss deutlich besser. Er ist in der Lage, auch bei Nässe adäquat und vor allem sicher an die Rennstrecke zu reisen, dort trotz seines objektiv soften und sicheren Fahrverhaltens schnelle Runden zu drehen, und mit genügend Restprofil die Heimreise anzutreten.

Sportreifen auf dem Porsche 911 Carrera S

Zu den schnellsten Brennern auf abgesperrter Strecke gehören allerdings die beiden neuesten Produkte im Ring: der Pirelli und der Dunlop. Letzterer überzeugt vor allem mit einem extrem ausgewogenen Fahrverhalten, das dem 997-Carrera S die bestmögliche Neutralität und dem Sport Maxx Race Rang eins in der Zwischenwertung verleiht.
 
Auf Nässe lässt die Neuentwicklung dann aber Federn. Aquaplaning und Bremsen sind nicht so recht ihr Ding, wie es überhaupt an Nass-Grip mangelt, was die eher mäßige Rundenzeit verdeutlicht. Der Pirelli beißt auf Nässe besser, obgleich das Heck des Elfers ähnlich zackig auskeilt, wie dies auch mit dem Dunlop der Fall ist. Aber insgesamt kommt der P Zero Trofeo mit nassen Verhältnissen besser zurecht, bleibt dem Sport Maxx Race bei Trockenheit auf den Füßen und sichert sich somit unterm Strich die meisten Punkte im Test.

Gewicht spielt eine Rolle

Und der Michelin? Der Sportreifen leidet bei Nässe nach wie vor am etwas zickigen Fahrverhalten und kann trotz seines faszinierend direkten Fahrgefühls bei Trockenheit nicht mehr die Spitze im Testumfeld markieren. Mit 42 Kilogramm – gemessen an einem Reifensatz, ohne die geschmiedeten Fuchs-Felgen natürlich – bringt der Franzose zusammen mit dem Conti die geringste Masse mit. Und das Gewicht, das wissen wir nicht erst seit der Weiterentwicklung des 911, spielt bei einem Sportler schließlich auch eine maßgebliche Rolle.

Sportreifen Testergebnis 2012

Sportreifen in 235/35 und 305/30 R19 sport auto-Bewertung
Pirelli P Zero Trofeo Sehr empfehlenswert
Continental Force Contact Sehr empfehlenswert
Michelin Pilot Sport Cup+ Sehr empfehlenswert
Dunlop Sport Maxx Race Sehr empfehlenswert
Toyo Proxes R 888 Bedingt empfehlenswert

Fazit:
Bei Trockenheit und Nässe jeweils zwar nicht ganz vorne, doch die Summe seiner Eigenschaften bringen dem Pirelli P Zero Trofeo Rang eins im Sportreifentest. Auf nasser Fahrbahn zeigt sich der Italiener als durchaus brauchbar – wenngleich die Lastwechselreaktionen schnell pariert werden müssen. Bei Trockenheit markiert er mit knappem Vorsprung die schnellste Zeit. Am Limit bleibt die Hinterachse lange stabil auf Kurs, dem ersten direkten Einlenken folgt eine sachte Tendenz zum Untersteuern, was den Trofeo beherrschbar macht

So wird beim Sportreifentest bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Umgänglicher als der Continental Force Contact zeigt sich keiner bei Nässe – die durchschnittliche Aquaplaningleistung einmal außen vor. Aber das Fahrverhalten ist frei von Tücken. Dafür fehlt dem Conti auf Trockenheit etwas die subjektive Schärfe, was sich allerdings absolut nicht auf die Rundenzeit im Reifentest auswirkt. Der Force Contact ist schnell, auch wenn er sich durch sein leicht untersteuerndes Verhalten und die grundsätzlich soft vonstatten gehenden Bewegung am Limit gar nicht so anfühlt.

So wird beim Sportreifentest bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Der Michelin Pilot Sport Cup+ ist subjektiv der schärfste im Bunde der Reifentestalternativen. Vor allem durch sein extrem direktes, zackiges Einlenkverhalten und das hohe Gripniveau bietet der Franzose Rennfeeling pur, verlangt jedoch durch seine zackig vorgetragenen Lastwechselreaktionen auch eine schnelle, kundige Hand am Lenkrad. Obwohl die Aquaplaningleistung gut ausfällt, ist bei Nässe Vorsicht geboten, weil der Grip an der Hinterachse relativ schlagartig abreißt.

So wird beim Sportreifentest bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Der brandneue Dunlop Sport Maxx Race belegt bei den Trockenkriterien im Reifentest Platz eins. Bezüglich der Rundenzeit gehört er zu den schnellsten im Vergleichsfeld, auch wenn die Unterschiede hier marginal sind. Toll ist sein im Grenzbereich absolut neutrales Fahrverhalten – auch Lenk- und Bremsverhalten sind absolut top. Die Kehrseite der Medaille zeigt sich allerdings bei Nässe. Hier mangelt es dem Sport Maxx Race an Gripniveau. Auf Lastwechsel reagiert der Dunlop relativ zackig, die Aquaplaningleistung ist eher durchschnittlich.

So wird beim Sportreifentest bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

Fazit:
Kurz und bündig: Bei nasser Strecke gleicht die Fahrt mit dem Toyo R 888 einem Eiertanz. Zunächst lenkt der Elfer nicht ein, dann keilt das Heck bereits bei 40 km/h schlagartig aus – von der schlechten Verzögerung und den mäßigen Aquaplaningeigenschaften ganz zu schweigen. Bei Trockenheit fehlt es dem Toyo im Vergleich zur Konkurrenz an Lenkpräzision, und auch hier verlangt das relativ lose Heck des Porsche 911 viel Lenkradarbeit. Nur bei der Verzögerung auf trockener Bahn liegt der Toyo R 888 im Reifentest ganz vorn.

So wird beim Sportreifentest bewertet: Der Reifen mit dem besten Wert pro Kriterium bekommt jeweils die volle Punktzahl. Bei der Lenkpräzision zählen die Direktheit und das Ansprechverhalten aus der Mittellage, beim Fahrverhalten eine möglichst hohe Neutralität im Grenzbereich.

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