Steuerbefreiung für Neuwagen

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Im Rahmen des umstrittenen Konjunkturpaketes hat die Regierungskoalition auch die von einer dramatischen Absatzkrise betroffene Autoindustrie gestärkt.

Demnach sollen Neuwagenkäufer ein Jahr von der Kfz-Steuer befreit werden. Für die besonders schadstoffarmen Fahrzeug mit Euro 5- und Euro 6-Einstufung soll eine Steuerbefreiung von zwei Jahren gelten.

Als Stichtag gilt die Erstzulassung ab Kabinettsbeschluss, die Befreiung gilt bis zum 31. Dezember 2010. Ab 2011 soll die Kfz-Steuer auf CO2-Basis umgestellt werden. Diese Steuerbefreiung kostet den Staat insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro. Umweltschützer sind empört, dass die Regelung auch für "Spritfresser" unter den Neuwagen gilt.

Seit dem 1. Januar 2005 dürfen in Deutschland und in Europa nur noch Neuwagen nach Euro 4-Norm zugelassen werden. Die verschärfte Euro 5-Norm tritt ab 1. September 2009 in Kraft, Euro 6 nach gegenwärtigen Stand zum 1. September 2014. Die Euro 5-Norm wird bereits jetzt schon in den Fahrzeugpapieren vermerkt.

Was für Autokäufer wirklich herausspringt

"Die Beträge, um die es da geht, sind nicht verkaufsentscheidend", sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer in München. Die Steuerersparnis kann sich jeder Verbraucher selbst ausrechnen. Der Steuersatz für Euro-5-Fahrzeuge entspricht dem von Euro-4-Autos: Bei Benzinern werden im Jahr pro 100 Kubikzentimeter Hubraum 6,75 Euro an Steuern fällig. Bei Dieselmotoren sind es entsprechend 15,44 Euro.

So fällt zum Beispiel für einen neuen Golf VI 1.4 Trendline, dessen 1,4 Liter großer Benziner mit 80 PS bereits die Euro-5-Norm erfüllt, eine Kfz-Steuer von 94 Euro im Jahr an. Für den Fiat 500 1.2 mit 69 PS starkem Euro-5-Benziner werden sogar nur 87 Euro fällig. Mehr Steuern zahlen immerhin Besitzer eines neuen BMW 730d, dessen 245 PS starker Turbodiesel ebenfalls bereits die Euro-5-Norm erfüllt: Er schlägt mit 463 Euro im Jahr zu Buche.

Hochgerechnet auf zwei Jahre werden dem Käufer eines neuen Golf durch das Konjunkturprogramm somit 188 Euro an Steuern erlassen. Der Fiat-Fahrer spart 174 Euro, und dem BMW-Fahrer schenkt der Staat 926 Euro. Ob das den erhofften Verkaufsschub geben wird, ist nach Maximilian Maurers Einschätzung allerdings nicht sicher: "Ich bin da schon skeptisch. Deswegen kauft sich keiner ein neues Auto." Zumal da Neuwagenkäufer für den Golf zunächst 16.500 Euro auf den Tisch legen müssen. Der Fiat 500 steht mit 10.900 Euro in der Liste, und für den BMW werden 69.500 Euro fällig.

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