Steuerspar-Tipps

Wann lohnt sich ein Fahrtenbuch?

In der privaten Nutzung eines Dienstwagen sieht der Fiskus einen geldwerten Vorteil. Somit muss für das Auto nach der so genannten Pauschalmethode jeden Monat ein Prozent des Listenpreises versteuert werden. Das kann teuer werden. Fahrtenbücher schaffen hier Abhilfe und können viel Geld sparen.

Dienstwagen-Inhaber müssen für die private Nutzung ihres Autos pauschal ein Prozent des Listenpreises jeden Monat versteuern, zuzüglich 0,03 Prozent für jeden Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Einziger Ausweg ist das Führen eines Fahrtenbuchs, um den tatsächlichen privaten Gebrauch zu berücksichtigen. Das heißt: Jede einzelne Fahrt ist zeitnah genau zu dokumentieren und mit Belegen zu beweisen.

Das verlangt viel Disziplin. Der Haken an dieser Methode: Die Finanzverwaltungen haben keine eindeutige Linie bei den Fahrtenbüchern. „Mittlerweile gibt es jedoch einige Gerichtsurteile, die beschreiben, wie ein Fahrtenbuch nicht auszusehen hat“, sagt Elisabeth Comes von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche. Damit Manipulationen auszuschließen sind, achtet die Behörde genau auf die Erscheinung der Vorlage. Excel-Tabellen zum Beispiel können abgelehnt werden, weil die Daten darin beliebig veränderbar sind. Es ist ratsam, im Vorfeld einen Probeausdruck beim Amt einzureichen und ihn schriftlich bestätigen zu lassen.

Eine verlässliche Lösung sind dagegen die so genannten elektronischen Fahrtenbücher, die auf GPS- oder Tachosignal-Basis funktionieren und zwischen 600 und 1200 Euro kosten. Sie nehmen einem die lästige Schreibarbeit ab. Aber auch hier gilt: Das Finanzamt sollte sie anerkennen. Ob das Fahrtenbuch lohnt, hängt davon ab, wie teuer das Auto ist, von den laufenden Kosten, die Entfernung zur Firma und wie groß der Privatanteil ist. Fällt er zu hoch aus, rechnet sich die Methode nicht mehr und das Pauschalmodell ist günstiger.

Entfernung zur Firma:
Bis zu diesem
Privatanteil rechnet
sich beim
Dienstwagen
die Fahrtenbuch-
methode,
darüber ist die
Pauschalmethode
günstiger
10 km15 km20 km25 kmFahrzeugpreis
22 %20%18%17%15.000 €
29%28%27%26%20.000 €
35%34%34%34%25.000 €
40%40%40%41%30.000 €
44%45%46%46%35.000 €
48%49%50%51%40.000 €
51%53%54%56%45.000 €
54%56%58%60%50.000 €
Jahresfahrleistung von 40.000 km als Grundlage. Quelle: Deloitte & Touche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Mai 2007).

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