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Neues Versicherungskonzept für Elektroautos

Tesla will eigene Versicherungen anbieten

Teure Versicherungstarife für Tesla-Fahrer sind Elon Musk ein Dorn im Auge. Deshalb will der Elektroauto-Bauer bereits ab Mai 2019 eigene, viel günstigere Versicherungstarife anbieten. Basis sind Daten über das Fahrverhalten.

Der Auftrag für den Aufbau einer eigenen Versicherungsfirma „Tesla Insurance Services, Inc“ stammt laut Elon Musk bereits aus dem vergangenen Jahr. Warum Musk plötzlich auch Versicherungen verkaufen will, liegt auf der Hand: Die aktuellen Versicherungstarife für Tesla-Fahrzeuge sind ihm und seinen Kunden zu teuer. Und wie immer, wenn der Tesla-Chef etwas angeht, muss das neue Angebot „überzeugender sein als alles andere, was aktuell auf dem Markt ist!“. Mit welchen Versicherungspartnern er dabei zusammenarbeiten will, blieb offen.

Daten über die Fahrer senken die Preise

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Eigene Versicherungsfirma: Der Auftrag zum Aufbau der Tesla-Versicherung stammt aus dem Jahr 2018.

Kern einer künftigen Tesla-Versicherung sind die Daten, die Tesla bei jeder Fahrt sammelt. Laut Musk verfügt über Tesla weitaus bessere Informationen zur Wirksamkeit der in den Fahrzeugen verbauten Sicherheitsfunktionen, als klassische Versicherungsgesellschaften. Man sei inzwischen sogar in der Lage zu erkennen, wie sicher, beziehungsweise wie unsicher die jeweiligen Besitzer fahren und könne die Prämien darauf anpassen. Das klingt sehr nach dem gläsernen Fahrer, der vor allem im Datenschutz-sensiblen Europa nicht viele Freunde hat. Aber: Tesla-Fahrer haben damit offensichtlich grundsätzlich geringere Probleme, wenn die gesammelten Daten wie in diesem Fall dazu dienen, bares Geld zu sparen.

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Autonome Teslas brauchen Versicherungen

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Model 3 ohne Lenkrad: Wenn Tesla 2020 wirklich autonome Robo-Taxis losschickt, brauchen diese Fahrzeuge flexible Versicherungstarife.

Die Idee von der eigenen Versicherung macht vor dem Hintergrund des neusten Autopilot-Updates sogar doppelt Sinn. Sollte Tesla wie angekündigt tatsächlich ab 2020 eine große Robotaxi-Flotte an den Start bringen, müssen diese Fahrzeuge entsprechend versichert sein, bzw. über die passenden flexiblen Tarife verfügen. Und Stand heute gibt es schlicht noch keine Versicherung für autonom fahrende Autos. Wichtig: Trotz der eigenen Angebote stellte Elon Musk klar, dass Tesla auch weiterhin mit anderen Versicherungsgesellschaften zusammenarbeiten werde. Das sei alleine schon deshalb nötig, um sicherzustellen, dass die Tesla-Tarife im Marktumfeld konkurrenzfähig blieben.

Günstigere Versicherungen: Tesla will eigene Tarife anbieten

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Fazit

Die Idee der eigenen Versicherung ist typisch Elon Musk. Wenn er am Markt nicht findet, was er sucht, dann macht er es einfach selbst, egal was die Analysten dazu sagen. Die warnen vor unkalkulierbaren finanziellen Risiken und mahnen, sich aufs Kerngeschäft zu fokussieren. Das hat Musk aber traditionell noch nie interessiert. Er setzt voll auf die Datenfülle, die Tesla über seine Fahrer zur Verfügung steht und kombiniert das mit der neusten Autopilot-Technologie. Heißt: Wer sich als sicherer (angepasster) Fahrer erwiesen hat und überdurchschnittlich häufig den Autopilot ans Steuer lässt, bezahlt bei der Versicherung künftig weniger. Ein Alptraum für Datenschützer. Aber wahrscheinlich kein Problem für den harten Kern der Tesla-Fahrer.

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