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Tödlicher Carsharing-Unfall

BMW liefert Gericht Bewegungsprofil

Nach einem tödlichen Unfall mit einem Carsharing-Auto von Drive Now ist der Fahrzeugführer jetzt verurteilt worden. Das Gericht stützte sich bei seinem Urteil auf ein von BMW bereitgestelltes Bewegungsprofil.

Wie das Manager Magazin berichtet, hat BMW, zusammen mit Sixt Betreiber des Carsharingdienstes Drive Now, hat dem Kölner Landgericht Daten eines Drive-Now-Kunden geliefert, mit denen die Kammer offenbar ein Bewegungsprofil des Mannes erstellen konnte.

BMW liefert Daten zum Fahrprofil

Das Kölner Landgericht forderte die Informationen demnach im Verfahren gegen den BWL-Studenten Arman J. an, der Ende Mai wegen fahrlässiger Tötung zu 33 Monaten Haft verurteilt worden war. J. hatte im Juli 2015 mit einem BMW des Carsharing-Anbieters Drive Now einen Radfahrer überfahren.

Laut dem Bericht des Manager Magazins konnte die Kammer anhand der Daten von BMW die Wegstrecke sowie die gefahrenen Geschwindigkeiten genau rekonstruieren. Außerdem waren weitere Informationen wie beispielsweise die Außentemperatur oder die Position des zur Buchung verwendeten Mobiltelefons in den Daten enthalten. Drive Now bestritt auf Anfrage des Manager Magazins, genaue Wegstrecken oder Geschwindigkeiten zu speichern. Lediglich Ort und Zeitpunkt des Mietbeginns und -endes würden zur Rechnungsstellung erhoben.

Datenschützer stellen die Rechtmäßigkeit von Datenspeicherung grundsätzlich infrage.

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