Unfallforschung

Landstraßen bergen besonders hohes Risiko

Unfall Foto: ADAC

Wie gefährlich Unfälle auf Landstraßen für Autofahrer sein können, verdeutlicht ein Bericht der ADAC-Unfallforschung. Der Automobilclub hat rund 1.800 schwere Unfälle untersucht, die sich 2012 außerorts ereigneten, und fordert folglich drei einfache Maßnahmen.

Laut Statistischem Bundesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr 75.000 Unfälle mit Personenschäden auf Landstraßen. 2.000 Autoinsassen überlebten das Unglück nicht. Als Ursache gilt in einem Drittel der Fälle das Abkommen von der Landstraße, das laut der traurigen Statistik zu den häufigsten und gefährlichsten Unfallursachen in Deutschland zählt.

Forderung nach Rumpelstreifen, Befestigungen und Fahrhilfen

Der Automobilclub hat in einer aktuellen Studie 1.800 Unfälle auf Landstraßen genauer analysiert und untersucht, warum Autofahrer so häufig von der Straße abkommen. Als Hauptgründe machen die Experten eine unangepasste Geschwindigkeit sowie vorübergehende Unaufmerksamkeit am Steuer für das Abkommen von der Landstraße verantwortlich. Kleinigkeiten wie das Klingeln des Handys oder Ablenkung durch Kinder auf der Rücksitzbank werden so zur Lebensgefahr. Denn jeder fünfte Unfallfahrer fuhr laut ADAC in den untersuchten Fällen in das Bankett außerhalb der Fahrbahnmarkierung, kam dadurch ins Schleudern oder lenkte so stark gegen, dass er in den Gegenverkehr geriet.

Um die enorme Zahl der Unfälle auf Landstraßen und insbesondere die tödlichen Vorfälle zu senken, erhebt der ADAC drei einfache Forderungen. So könnten erstens strukturierte Seitenmarkierungen - sogenannte Rumpelstreifen - dazu beitragen, dass Autofahrer vor dem Abkommen von der Fahrbahn gewarnt werden und rechtzeitig reagieren können. Zweitens fordert der Automobilclub, dass die Bankette neben der Fahrbahn auf gleicher Höhe angelegt werden sollten. Ein befestigtes Bankett senkt das Unfallrisiko weiterhin. Als dritte Maßnahme schlägt der ADAC den verstärkten Einsatz von Fahrerassistenzsystemen vor. So warnen Technologien wie Spurhalteassistenten den Fahrer vor dem Verlassen der Fahrbahn. Mit diesen drei Maßnahmen könne das Unfallrisiko auf Landstraßen erheblich gesenkt werden.

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