Unfallstatistik 2005

Risikogruppe junge Erwachsene

Foto: dpa

In Deutschland haben junge Erwachsene im Alter von 18 bis unter 25 Jahren das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Des Weiteren meldet das Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden am Donnertag (13.7.), dass erstmals seit fünf Jahren auch die Zahl der getöteten Kinder im Straßenverkehr 2005 angestiegen ist.

Obwohl im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr 15 Prozent weniger junge Männer und Frauen im Straßenverkehr ums Leben kamen, gehörte über ein Fünftel aller Getöteten zu der Altersgruppe 18 bis 25 Jahre. "Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil von acht Prozent hatten junge Erwachsene ein sehr viel höheres Risiko im Straßenverkehr zu sterben“, so der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Johann Hahlen.

Geringe Fahrerfahrung, Selbstüberschätzung, eine höhere Risikobereitschaft, jugendspezifische Fahr- und Sozialsituationen und ein Faible für Geschwindigkeit kennzeichnen meist diese Zielgruppe. Auch Alkohol- oder Drogenkonsum spielten eine Rolle. Daher begrüßt der DVR (Deutsche Verkehrssicherheitsrat) ausdrücklich die Initiative des Bundesverkehrsministers, ein Alkoholverbot für Fahranfänger einzuführen.

Wieder mehr tote Kinder im Straßenverkehr

Zum ersten Mal nach fünf Jahren kamen wieder mehr Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr ums Leben. Im Jahr 2005 wurden sechs Kinder (plus 3,9 Prozent) mehr als im Vorjahr verletzt. Besonders stark von 23 auf 41 (plus 78 Prozent) ist die Zahl der Kinder gestiegen, die auf dem Fahrrad getötet wurden.

Gegenüber dem Vorjahr waren in 2005 auch vier Prozent mehr Männer und Frauen im Alter von über 65 Jahren im Straßenverkehr verunglückt, dagegen wurden weniger Senioren (minus 3,2 Prozent) tödlich verletzt. Während ältere Menschen im letzten Jahr weniger als Fußgänger (minus 15 Prozent) oder als Pkw-Insasse (minus 4,7 Prozent) getötet wurden, hat auch hier die Zahl der getöteten Radfahrer über 65 Jahre um mehr als ein Viertel von 224 auf 282 Personen zugenommen.

Insgesamt war das Risiko, als Fahrradbenutzer zu verunglücken, im letzten Jahr wesentlich größer als in 2004. 78.434 Menschen verunglückten im Jahr 2005 auf dem Fahrrad, das waren 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Fünftel mehr als 2004 kamen auf Fahrrädern zu Tode (575). Auch verunglückten mehr Personen auf Motorrädern (plus 1,1 Prozent), 875 Motorradbenutzer (plus 2 Prozent) starben im Straßenverkehr. Dagegen wurden weniger Personen im Pkw (minus 13 Prozent) oder als Fußgänger (minus 18 Prozent) getötet.

Im Jahr 2005 sind auf Deutschlands Straßen insgesamt 5.361 Menschen getötet worden. Das waren 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr und die niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit über 50 Jahren. Dennoch starben im letzten Jahr 15 Menschen täglich auf deutschen Straßen. Junge Erwachsene im Alter von 18 bis unter 25 Jahren haben nach wie vor das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr.

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