Unfallstatistik 2018

Zahl der Verkehrstoten wird steigen

Unfall Foto: ADAC

Nachdem 2017 einen historischen Tiefstand bei den Verkehrstoten auf deutschen Straßen gebracht hat, so steigt deren Zahl 2018 nach aktuellen Prognosen wieder leicht an.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden stieg die Zahl der Verkehrstoten im Zeitraum Januar bis September 2018 im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2017 um 23 Personen auf 2 443 (+1 %) an. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr erhöhte sich um 0,8 % auf 297.400.

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird im Jahr 2018 voraussichtlich leicht steigen, nachdem sie in den letzten beiden Jahren rückläufig gewesen war. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Daten von Januar bis September 2018 basieren, dürfte die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr voraussichtlich um rund 1 % gegenüber dem Vorjahr auf etwa 3 220 steigen. 2017 waren 3.180 Menschen auf deutschen Straßen ums Leben gekommen. Bei den Verletzten ist im Jahr 2018 gegenüber 2017 ebenfalls eine Zunahme um circa 1 % auf ungefähr 393.000 zu erwarten.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 erfasste die Polizei insgesamt 1,9 Millionen Straßenverkehrsunfälle. Das entspricht einem Rückgang um 0,1 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darunter waren knapp 232.300 Unfälle mit Personenschaden (+1,3 %).

Der Anstieg der Zahl der Getöteten ist insbesondere auf den Monat September 2018 zurückzuführen. Hier kamen nach vorläufigen Ergebnissen 327 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Das waren 40 Personen oder 14 % mehr als im September 2017. Zu beachten ist dabei, dass es im September 2017 außergewöhnlich wenig Getötete im Straßenverkehr gegeben hatte. Auch die Zahl der Verletzten ist im September 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, und zwar um 3,6 % auf circa 36.100.

Unfallzahlen nahezu unverändert

Von Januar bis Juli 2018 erfasste die Polizei insgesamt 1,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle. Die Anzahl an Unfällen blieb gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nahezu unverändert (+0,1 %). Darunter waren 175.200 Unfälle mit Personenschaden (+0,9 %), bei denen 1.802 Menschen getötet wurden. Das waren 18 Unfalltote oder 1,0 % weniger als in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017. Dagegen nahm die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr leicht um 0,6 % auf 225.000 zu.

Bezogen auf 1 Million Einwohner starben im ersten Halbjahr 2018 durchschnittlich 18 Menschen im Straßenverkehr. Das größte Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bestand in Sachsen-Anhalt mit 29 Getöteten je 1 Million Einwohner, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 28 und Brandenburg mit 26 Verkehrstoten. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte in den drei Stadtstaaten, die aber aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen. Ebenfalls niedrig war das Risiko in den Flächenstaaten Nordrhein-Westfalen mit 12 Getöteten sowie Hessen und Rheinland-Pfalz mit jeweils 17 Verkehrstoten je 1 Million Einwohner.

Für den Zeitraum Januar bis Mai 2018 liegen tiefer gegliederte Ergebnisse vor. Danach kamen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr Benutzer von Krafträdern mit Versicherungskennzeichen (+10 Personen beziehungsweise +41,7 %) sowie Fahrer und Mitfahrer von Güterkraftfahrzeugen (+7 Personen beziehungsweise 10,9 %) ums Leben. Dagegen waren die Zahlen der getöteten Fußgänger (-15 Personen beziehungsweise -8,3 %) sowie der getöteten Benutzer von Krafträdern mit amtlichen Kennzeichen (-15 Personen beziehungsweise -7,9 %) rückläufig.

Straßenverkehrsunfälle im 1. Halbjahr 2018 in Deutschland

Gegenstand der Nachweisung

1. Halbjahr

1. Halbjahr

Veränderung

2018

2017

gegenüber

1. Halbjahr 2017

Anzahl

%

Polizeilich erfasste Unfälle insgesamt

1 283 317

1 285 868

-0,2

davon:

Unfälle mit Personenschaden

144 324

143 910

0,3

Unfälle mit nur Sachschaden

1 138 993

1 141 958

-0,3

Verunglückte insgesamt

186 721

187 190

-0,3

davon:

Getötete

1 474

1 525

-3,3

Verletzte

185 247

185 665

-0,2

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