Technik gegen Reisekrankheit

US-Forscher melden Patent an

Patent Reisekrankheit Foto: University of Michigan 3 Bilder

Zwei Forscher der Universität Michigan haben eine Technik gegen Reisekrankheit entwickelt. Mit Lichtsignalen soll verhindert werden, dass Passagieren von autonomen Autos beim Lesen schlecht wird.

Reisekrankheit (engl.: motion sickness) nennt sich ein Phänomen, das zahlreiche Menschen betrifft, wenn ihr Körper ungewohnten Bewegungen ausgesetzt ist. Manchen wird im Flugzeug schlecht, anderen bei einer Bootsfahrt. Auch im Auto wird während der Fahrt vielen übel oder sie bekommen Kopfschmerzen, wenn sie ein Buch lesen oder einen Film schauen. Die gängige Erklärung dafür lautet, dass sich die Sinnesorgane widersprüchliche Informationen zur räumlichen Lage und Bewegung des Körpers liefern. Einfacher gesagt: Das Auge nimmt etwas anderes wahr, als der Gleichgewichtssinn.

Patent soll Passagiere vor Übelkeit schützen

Ein noch größeres Problem könnte die Reisekrankheit beim autonomen Fahren werden. Schließlich machen viele Autobauer die moderne Technik damit schmackhaft, dass sich die Passagiere während der Fahrt mit anderen Dingen beschäftigen können – und beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit schon mal die ersten Mails auf dem Laptop beantworten könnten. Nur funktioniert das nicht, wenn einem dabei schwindelig oder schlecht wird. Die Wissenschaftler Michael Sivak und Brandon Schoettle von der Universität von Michigan haben sich nun eine Art Gegensystem für das Reisekrankheits-Phänomen patentieren lassen.

VW Sedric Genf-Studie (2017) Foto: Guido ten Brink / SB-Mdien
So stellt sich Volkswagen das autonome Fahren vor: Die Studie Sedric hat kein Lenkrad mehr an Bord.

Lichtsignale ahmen Blick aus dem Fenster nach

In einem zehnseitigen Dokument beschreiben die beiden Forscher ein System, das mit Lichtsignalen in der näheren Umgebung der Augen der Passagiere nachahmen soll, was die Mitfahrer sehen würden, wenn sie aus dem Fenster blickten. Die Technik soll praktisch den Konflikt zwischen Gleichgewichtsorgan und Auge beseitigen. Entwickelt wurde die Technik in zwei Varianten: Einmal als tragbare Version (eine Art Brille) und einmal als fest im Auto installierte Variante. Noch ist das Ganze nur ein Forschungsprojekt – allerdings ist man nach Angaben der Universität dabei, Kontakt zu Zulieferern und Autoherstellern aufzunehmen, um das System marktfähig zu machen.

Sollte das System wie versprochen funktionieren, könnte es vielen Menschen helfen. Laut Forscher Sivak wird rund der Hälfte der Erwachsenen schlecht, wenn sie während einer Autofahrt ein Buch lesen.

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