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Verkehrsgerichtstag 2018

Raser und Drängler im Visier

Foto: GDV

Auf dem Verkehrsgerichtstag 2018 ging es um die Themen Raser, Cannabis am Steuer, Unfallflucht, autonomes Fahren sowie das Eintreiben von Bußgeldern für Auslandsdelikte.

29.01.2018 Uli Baumann

Auf dem 56. Verkehrsgerichtstag in Goslar haben mehr als 1.800 Experten über aktuelle Fragen und Probleme rund um den Straßenverkehr diskutiert und eine ganze Reihe von konkreten Maßnahmen vorgeschlagen.

Raser und Drängler

Grundsätzlich sollten gefährliche Verkehrsdelikte wie Überhol-, Tempo- und Abstandsverstöße härter geahndet werden, verlangten die Verkehrsexperten. Zudem sollten Raser und Drängler künftig höhere Bußgelder erhalten und schneller mit Fahrverboten konfrontiert werden. Eine pauschale Erhöhung aller Bußgeldsätze lehnten sie dagegen ab. Zur Umsetzung wurde eine effektivere Verkehrsüberwachung gefordert.

Cannabis am Steuer

Wer mit Cannabis am Steuer erwischt wird, soll nicht mehr automatisch den Führerschein verlieren. Ersttäter sollen sich einer MPU unterziehen müssen. Wird Cannabis hingegen als Medikament verordnet, bestünde grundsätzlich Zweifel an der Fahreignung, heißt es in dem Beschluss.

Bußgelder aus dem Ausland

Das Abkassieren deutscher Autofahrer durch private Inkassobüros nach kleineren Verkehrsdelikten im Ausland wollen die Experten des Verkehrsgerichtstags verbieten lassen. Nach Angaben des ADAC verlangen Inkassobüros dabei teilweise das Zwanzigfache des eigentlichen Bußgeldes für Park- oder Mautverstöße im Ausland als zusätzliche Gebühr. Zudem beklagt der VGT das Forderungen für die tatsächlichen oder vermeintlichen Verstöße teilweise erst Jahre später geltend gemacht werden – und so eine Überprüfung erschwert werde.

Nachbessern beim Unfallflucht

Beim Thema Unfallflucht sprachen sich die Experten für präzisere Regeln aus. Unfallflucht soll auch bei Blechschäden weiter strafbar bleiben. Ein zusätzliches Fahrverbot sollte aber nur noch verhängt werden, wenn Personen zu Schaden gekommen sind oder erheblicher Sachschäden entstanden ist. Zudem sollten die gesetzlichen Vorschriften zur „tätigen Reue“ reformiert werden. Zudem solle der Gesetzgeber präzisieren, wie lange jemand am Unfallort warten muss, wenn der Schaden bereits telefonisch gemeldet wurde.

Handy am Steuer

Das Handyverbot am Steuer solle nicht gelten, wenn das Fahrzeug während der Nutzung der Mobilgeräte autonom unterwegs ist.

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) kommt jährlich im niedersächsischen Goslar zusammen. Dort diskutieren Juristen, Wissenschaftler, Politiker sowie Spezialisten von Automobilclubs, Ministerien, Behörden, Unternehmen und Verbänden aktuelle Themen rund um den Straßenverkehr. Am Ende des dreitägigen Treffens sprechen sie Empfehlungen für Neuregelungen aus. Immer wieder ist der Gesetzgeber den Vorschlägen gefolgt.

Neuester Kommentar

@ DeutscheAutos

Ganz genau! Das ist wieder einmal reine Polemik schüren, etwa als wenn man sich auto mobil bei Vox anschaut. Da bekommt man dann auch vorgesetzt, wie ein V8 Auto angehalten wird, weil der Polizist "das aber ganz schön laut findet"... Mann! Mann! Mann! Und einen Ton hat unser Herr Extra-Tough-Ordnungshüter dann drauf!...
Aber die Grundmessage ist immer für die ungebildeten Massen: "Wir tun was! Klang bedeutet zu schnell = Raser! Das = ganz schlimm!! Einziges Problem im Verkehr!"

Aber, dass Regierungen Werbungen wie die des neuen Jeep nicht verbieten, wo der Fahrer nie auf die Strasse kuckt, andauernd etwas anderes im Sinn hat als zu fahren und sich auf den Verkehr vor ihm zu konzentrieren, das finden wir dann gut! Endlich ein Auto das die Spur hält und für mich bremst;, Jetzt kann ich smsen bis der Arsch brennt!" Einfach nur noch unglaublich!...

Einfach unglaublich, was ein Mist heutzutage allen Ernstes verzapft wird. Diese ganzen Oberwachtmeister in ihren Spiesserkarren und ihrer auf-der-linken-Spur-einpennen-Philosophie und anderen "die STVO beibringen" obwohl sie selbst der Grund für den Stress sind und eigentlich hindern und es nicht der hinter ihnen ist der drängelt, sondern der will endlich fahren können!! Aber, das geht in des Meckerdeutschen Hirn nicht rein...

Soises 31. Januar 2018, 13:37 Uhr
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