Wildunfälle in 2012

Versicherer registrieren Höchststand

Versicherer registrieren 2012 so viele Wildunfälle wie nie zuvor. Foto: Auto-Medienportal.Net/DVR

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Wildunfälle um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf einen neuen Höchststand gestiegen. Die Versicherungsleistungen summierten sich.

Insgesamt 258.000 Zusammenstöße mit Rehen, Wildschweinen und anderen Wildtieren registrierten die deutschen Kfz-Versicherungen im letzten Jahr - und damit so viele wie nie zuvor. Das geht aus einem Bericht des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Der neue Höchststand bei den Wildunfällen bedingt auch einen weiteren Rekord: Mit insgesamt 583 Millionen Euro zahlten die Versicherer so viel Geld zur Schadensregulierung an ihre Kunden wie noch nie.

Sprunghafter Anstieg der Wildunfälle zu verzeichnen

Während die Versicherungen 2011 noch einen Rückgang der Wildunfälle um drei Prozent auf 235.000 Zusammenstöße registrierten, ließ sich im Folgejahr ein sprunghafter Anstieg um fast zehn Prozent und damit ein neuer Höchststand verzeichnen. Den niedrigsten Stand der letzten fünf Jahre weist das Versicherungsjahr 2009 auf, als es zu lediglich 232.000 Wildunfällen kam. In diesem Jahr mussten die Versicherungen insgesamt nur 490 Millionen Euro an ihre Kunden zahlen - 2012 fiel diese Summe 19 Prozent höher aus, obwohl die Zahl der Wildunfälle lediglich um elf Prozent anstieg. Das bedeutet, dass auch die durschnittlichen Kosten pro Schaden deutlich höher ausfielen.

Wildunfälle sind Nummer zwei in der Schadensbilanz

Noch häufiger als für Schäden nach Wildunfällen mussten die Kfz-Versicherungen im vergangenen Jahr für Glasbruchschäden aufkommen. Die Versicherungsleistungen summierten sich auf insgesamt 1,1 Milliarden Euro. Gleich dahinter rangierten die Wildunfälle, die sich im Schnitt 700 Mal pro Tag auf deutschen Straßen ereigneten. Besonders hoch ist das Risiko in der Morgen- und Abenddämmerung im Frühjahr und Herbst. In gefährdeten und entsprechend gekennzeichneten Gebieten sollten Autofahrer ihre Fahrweise entsprechend anpassen.

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