Insassen-Unfallversicherung

Vertrag kündigen und Schutz optimieren

Beifahrer Insassen Foto: Vetta Collection, iStockphoto

In Deutschland zahlen Autofahrer mehr als 100 Mio. EUR für die Insassen-Unfallversicherung. Geld, das sie sich sparen oder in umfassenderen Versicherungsschutz investieren sollten.

Eine Mär hält sich unter Autofahrern beharrlich, befeuert vom einen oder anderen Versicherungsvertreter, der gerne noch eine überflüssige Police verkauft: Wer sichergehen will, dass nach einem Unfall seine Mitreisenden nicht leer ausgehen (zum Beispiel die Jungs vom Fußballverein, die zum nächsten Jugendspiel chauffiert werden), muss eine Insassenunfallversicherung abschließen. Immer noch greift diese Verkaufsmasche offenbar.

Für 50-120 EUR im Jahr ist man je nach Versicherung dabei. Dabei könnte man sich dieses Geld schlicht sparen oder es in sinnvollen Versicherungsschutz stecken.

Insassen-Unfallversicherung bereits durch andere Versicherungen abgedeckt

Früher bestand eine gewisse Lücke im Versicherungsschutz, wenn es keinen Unfallschuldigen gab. Das war zum Beispiel nach einem Reifenplatzer der Fall; im Versicherungsdeutsch ist dies ein unabwendbares Ereignis. Wer als Beifahrer in einem solchen Auto zu Schaden kam, konnte keine Ansprüche gegen die Autohaftpflicht geltend machen. Exakt dieses Szenario wurde beim Verkauf der Policen gerne bemüht, obwohl es nur in einem Bruchteil aller Unfälle keinen Schuldigen gibt.

Inzwischen aber sind durch das Straßenverkehrsgesetz Pkw-Insassen bei Schäden auch dann abgesichert, wenn nach einem Unfall kein Schuldiger festgestellt werden kann. Die Autohaftpflicht muss jetzt auch ohne Schuld des Fahrers zahlen. Damit wurde die Insassenunfallversicherung überflüssig.

Ausnahme bei selbst verursachtem Unfall

Eine einzige Ausnahme gilt allerdings noch immer: Der Fahrer kann bei selbst verursachten Unfällen keine Ansprüche gegen die Kfz-Haftpflichtversicherung richten. Eine Haftungslücke kann zudem entstehen, wenn ein Radfahrer oder Fußgänger einen Unfall verschuldet und nicht über eine Private Haftpflichtversicherung verfügt. Dann müssen die Geschädigten in der Tat befürchten, dass der Unfallverursacher für den von ihnen angerichteten Schaden nicht voll geradestehen kann. Sinnvoll ist deshalb eine allgemeine Unfallversicherung.

Neues Heft
Top Aktuell Anbieterwechsel, Kalender Kfz-Versicherung richtig wechseln So kündigen Sie ohne Risiko
Beliebte Artikel Überschwemmung in Stuttgart Hochwasserschaden am Auto Reparabel? Wer zahlt? Brennendes Auto während G20 Hamburg Was tun wenn mein Auto brennt? Das zahlt die Teilkasko
Anzeige
Sportwagen Lexus RC F Track Edition Lexus RC F Track Edition (2019) Mit 500 PS auf die Piste McLaren 720S Spider McLaren 720S Spider Supersportwagen als Cabrio
Allrad Audi SQ5 3.0 TFSI Quattro, Exterieur, Heck SUV Neuzulassungen November 2018 Audi und Porsche unter Druck Erlkönig Land Rover Defender 110 Erlkönig Land Rover Defender (2020) Der Landy kehrt zurück!
Oldtimer & Youngtimer Aston Martin Heritage EV Concept Aston Martin Heritage EV Concept Elektroantrieb für Klassiker BMW 507 Graf Goertz Die teuersten Promi-Autos 2018 2,6 Millionen für Goertz-507
Promobil Mitmachen und gewinnen Movera Cleanmaxx Handstaubsauger Ford Nugget Plus Ford Nugget Plus im Test Campervan mit Heck-Bad
CARAVANING Mitmachen und gewinnen Movera Cleanmaxx Handstaubsauger Campingplatz-Tipp Costa Verde Campingplatz-Tipp Portugal Orbitur-Camping Rio Alto