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Infiniti VC-T Motor

So funktioniert die variable Verdichtung

05.12.2016 Gefällt mir

Infiniti hat den ersten Motor mit variabler Kompression serienreif entwickelt. Mit der variablen Kompression ergeben sich auch neue Sparpotenziale bei Emissionen und Verbrauch, ohne auf Spitzenleistung verzichten zu müssen.

Fahrzeug in diesem Video: Infiniti

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Nissan / Infinity VC-T Motor
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Was lange währt, wird endlich gut: Nach 20 Jahren Entwicklungszeit ist die Technik mit variabler Kompression von Nissan / Infinity serienreif geworden.
Grundsätzlich: Eine kleinere Verdichtung erlaubt mehr Höchst-Leistung, eine höhere Verdichtung ist gut für höhere Effizienz und damit für weniger Spritverbrauch.
Beim Nissan VC-T variiert die Verdichtung von 8:1 bis 14:1, wobei ein Elektromotor den Kolbenhub steuert.
Der 4 Zylinder Turbo-Benziner hat 2 Liter Hubraum und bringt 272PS, Ventilsteuerung nach verbrauchs-schonendem Atkionson-Prinzip und die Steuerung schaltet je nach Betriebszustand von einer Saugrohr- auf eine Direkteinspritzung um. Und die Reibung wurde verkleinert gegenüber einem konventionellen Turbomotor.
Der brillante neue Turbomotor VC-T kostet in der Herstellung 10% mehr als ein 2 Liter TurboBenziner OHNE variable Kompression, konsumiert aber 28% WENIGER Benzin. Was den VC-T so SPARSAM WIE EIN DIESEL macht ohne die gravierenden Nachteile wegen der diesel-typisch schädlichen Umweltbelastung. Und der VC-T kostet auch weniger in der Herstellung als ein vergleichbarer Diesel.

VC-T Technik-Video: www.youtube.com/watch?v=MB_r8jRJYXs

Bei Verbrauch und Umweltbelastung sind also der Infinity VC-T Motor und der Toyota Hybrid-Motor (ohne Turbo) in etwa gleich auf.
Ich würde trotzdem den Hybrid favorisieren, da auch temporär elektrisch gefahren werden kann und einfach zu einem Plug-In erweitert werden kann. Toyota ist mit seinem Hybridantrieb also im Vorsprung, da eine absolut langlebige und unkomplizierte Technik im Toyota Hybrid entwickelt wurde, die zudem einfach auf mehr elektrische Reichweite erweitert werden kann.

Der Toyota Prius Hybrid-Benziner mit seinem 1kWh Akku schlägt jeden Diesel um Längen, zudem ist Toyota Hybrid langlebiger und wartungsärmer.
All den regelmässig auftauchenden Unkenrufern gebe ich zu bedenken, dass der 1kWh-Akku im Prius bei der Herstellung gleich viel CO2-equiv erzeugt wie eine normale Diesel-Starterbatterie mit Blei von 80Ah * 12V = 1kWh.
Toyota Prius mit genialer, simpler, sehr langlebigen Technik: ohne Anlasser, ohne Alternator, ohne Kupplung, ohne 6-Gang Getriebe, ohne Turbolader, ohne SCR-Kat, ohne AdBlue, weniger Bremsenabrieb. Prius hingegen mit simplem, langlebigen Planetengetriebe (Automatik sehr bequem in der Stadt oder im Stau) inkl. 2 Elektromotoren integriert im sehr platzsparenden Planeten-Getriebe.
Der Toyota Hybridantrieb ist weltweit ein Erfolg, also nicht wie der vielerorts unerwünschte und ziemlich umweltschädliche Diesel!
Toyota Prius nicht selten mit 400'000 km Laufleistung, sehr wenig Defekte über die Lebensdauer, sehr kleine Wartungskosten, wenig Spritverbrauch und damit viel weniger Umweltbelastung als jeder Diesel.


Technologievergleich
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Wenn man verschiedene Technologien miteinander vergleichen möchte, dann ist jederzeit auch zu bedenken (besonders von Elektromobilitäts-Verleumdern & Unkenrufern):

- 5 Liter Diesel erzeugen am Auspuff 13% mehr CO2-equiv als 5 Liter Benzin.
- Zu jedem Liter Diesel oder Benzin sind noch ca. 28-30% MEHR CO2-equiv zu ADDIEREN für die Erdölförderung / Raffinerie / Transport zur Tankstelle, allgemein bezeichnet als "Well-to-Tank".

- jeder Verbrennungsmotor erzeugt CO2, NOx, SOx, CO, SO,CH4 (Methan) und Russpartikel, welche alle umwelt- & gesundheits- schädlich sind
- jeder Verbrennungmotor erzeugt dort schädliche Abgase, wo er gerade im Betrieb ist, vor allem in Ballungszentren ist dies ein riesiges Problem
- klebrige Russpartikel verbinden sich mit Blütenpollen, welches dann bei Menschen zu viel mehr Allergien führt
- jeder Verbrennungsmotor erzeugt auch Lärm, welcher auch zu den Umweltbelastungen zählt

- jedes reine E-Fahrzeug erzeugt im Ballungszentrum keine Abgase und weniger Lärm als ein Verbrenner
- jedes reine E-Fahrzeug kann auch / ausschliesslich mit erneuerbaren Energien geladen werden
- Stromproduktion mit erneuerbarer Energie: Schweiz 60% (Zertifizeirter ÖkoStrom mit 14,7 g CO2-equiv), Deutschland 40%, Österreich 60%, Norwegen 98%, Schweden 52%, Dänemark 65%, Kanada 60%, China 30% (jährliche Zuwachsrate von ca. 40%)

- jedes Batterie-Herstellung kann auch / ausschliesslich mit erneuerbaren Energien gemacht werden

- jede Fahrzeug mit Brennstoffzelle ist auch ein Elektro-Fahrzeug, einzig der Energiespeicher ist also anders, Brennstoffzelle mit Wasserstoff erzeugt keine Abgase
- jedes Elektrofahrzeug kann auch mit einem RangeExtender betrieben werden (konstant drehender Gas-Motor, auch Turbine, Benzin, Diesel, Brennstoffzelle, etc)

- jeder Elektromotor ist sehr simpel aufgebaut und wartungsfrei / sehr viel langlebiger als jeder Verbrenner
- jeder Elektromotor kann auch ohne seltene Erden hergestellt werden (z.B. Tesla Model S)
- Li-Ion Batterien für Handy/Tablet/iPod/Laptop sind für 80% des Cobalt-Weltbedarfs verantwortlich
- Tesla Batterie Li-Ion wurde zu Beginn für eine Lebensdauer von 320'000km ausgelegt, heute sind die Tesla Batterien für 1'600'000 km ausgelegt. Tesla gewährt 8 Jahre Garantie ohne km-Begrenzung.
- Li-Ion werden zuerst im Elektroauto eingesetzt, danach ein 2.Leben als stationärer Stromspeicher. Recycling von Lithium und anderen Metallen ist genauso wenig ein Problem wie ein Recycling vom Platin im Katalysator.
- Herstellung 1kWh Li-Ion Batterie: für Material + Herstellung + Transport sind 3kg CO2-equiv möglich
- Elektromobilität ist gerade mal am Anfang der Entwicklung und es wird noch viel Progress gemacht
- Batterietechnologie schreitet schnell voran, ab ca. 2020-2023 ist die "Solid State Batterie" auf dem Markt mit mehr Kapazität, weniger Gewicht, kürzere Ladezeit, längere Lebensdauer, keine Kurzschlussgefahr, besserer Temperaturbereich

(Aufwand für Know How in dieser Zusammenstellung ca. 14 Tage)

CH-Engineer 29. März 2018, 11:34 Uhr
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