VLN 4 - Nürburgring-Nordschleife - 13. Juli 2019 Stefan Baldauf

VLN 2019, Ergebnis 4. Lauf

Black Falcon-Mercedes siegt in packendem Rennen

Der vierte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft bot Action vom Feinsten. Manuel Metzger und Patrick Assenheimer sicherten sich im Black Falcon-Mercedes den Sieg vor GetSpeed und Walkenhorst.

Das war einmal mehr beste Werbung für die VLN Langstreckenmeisterschaft. Denn die Zuschauer bekamen bei der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy sensationelle Rad-an-Rad Duelle zu sehen, die Entscheidung blieb kurz bis vor Ablauf der 3,5 Stunden Renndauer (es wurde verspätet gestartet wegen eines Abbruchs im Training) offen.

Highspeed-Duell im Tiergarten

Nach 24 Runden setzten sich Manuel Metzger und Patrick Assenheimer im Mercedes AMG GT3 von Black Falcon mit zwei Sekunden Vorsprung vor den Markenkollegen von GetSpeed durch (Marek Böckmann/Philip Ellis), mit denen sie sich vor allem in der letzten Stunde des Rennens einen heißen Kampf lieferten. Vor allem das Duell von Metzger und Ellis bei Höchstgeschwindigkeit in der Tiergarten-Schikane, wo sich die beiden Mercedes leicht berührten, sorgte für Aufsehen. Kurz danach kamen die beiden bei einem Überrundungsmanöver sich noch einmal nahe, doch Metzger konnte die Führung verteidigen.

„Es war ein hartes Stück Arbeit im Kampf gegen den GetSpeed-Mercedes“, so Metzger. Zu dem Manöver im Bereich Tiergarten sagte er: „Es war hart, aber fair.“ Kontrahent Ellis meinte: „Auch wenn es kleine Berührungen gegegen hat, lief es fair und respektvoll ab. Am Ende konnte ich nicht dagegenhalten, auch wenn ich alles versucht habe.“ Auch Ellis' Teamkollege Böckmann war mit dem zweiten Platz happy. „Wir können mehr als zufrieden sein heute. Wir haben um den Sieg gekämpft, aber die anderen waren einen Ticken schneller. Ich bin überglücklich, denn es ist unser erstes Gesamtpodium.“ Das Podest komplettierte der BMW M6 GT3 von Walkenhorst mit David Pittard, Christian Krognes und Jody Fannin. Pole-Setter Pittard sagte: „Unsere Pace war perfekt und die Reifen haben gut funktioniert – wir sind vorne mit bei der Musik. Leider haben wir bei unserem letzten Boxenstopp zehn Sekunden verloren.“

VLN 4 - Nürburgring-Nordschleife - 13. Juli 2019
Stefan Baldauf
Ein Unfall von mehreren Fahrzeugen verzögerte das Zeittraining, weshalb das Rennen auf 3,5 Stunden verkürzt wurde.

GetSpeed setzt sich am Start durch

Bereits am Start entbrannte der Kampf zwischen dem GetSpeed-Mercedes und dem Walkenhorst-BMW, der sich die Pole mit einer Zeit von 7.59,711 Minuten gesichert hatte. Böckmann setzte sich in Führung, ehe in Runde drei schließlich der Walkenhorst-BMW wieder die Spitze übernahm.

In den weitere Runden ging zwischenzeitlich auch Frank Stippler im Phoenix-Audi in Führung, der vor allem auf der Döttinger Höhe demonstrierte, wie schnell der R8 auf der Geraden ist. Das gesamte Rennen über beharkten sich vor allem der GetSpeed-Mercedes, der Black Falcon-Mercedes, der Phoenix-Audi und der Walkenhorst-BMW.

Strategie hilft Black Falcon

Während die Konkurrenz zwischendurch auch einen 7-Runden-Stint absolvierte, blieb man bei Black Falcon fortwährend acht Runden draußen. Der letzte Boxenservice stand in Runde 23 an, nachdem Metzger sich bereits den Zweikampf mit Ellis um die Führung geliefert hatte. Danach waren die Würfel gefallen, allerdings betrug der Abstand im Ziel nur noch zwei Sekunden.

Frank Stippler gab im Finale noch einmal ordentlich Gas und eroberte mit einer Fabelrunde den vierten Rang von Michele di Martino im Konrad-Lamborghini zurück. Auf Platz sechs liefen „Dieter Schmidtmann” und Heiko Hammel ebenfalls im Lamborghini Huracan ein. Dahinter folgt das erste Auto, das nicht in der SP9 antritt, mit dem CUP2-Porsche von Peter Terting, Moritz Kranz und Marcel Hoppe. Der Walkenhorst-BMW mit der #36 beendete das Rennen auf Rang acht. Die verbliebenen Top-Ten Plätze gingen an den SP7-Porsche von Huber Motorsport und den Audi R8 LMS von équipe vitesse.

VLN 2019, 4. Lauf: Die Bilder vom Rennen

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