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Geheimprojekt Goldfisch BMW 7er E32 750iL V16

16 Zylinder, Kiemen an den Seiten und 408 PS

BMW 7er E32 V16 Goldfish Foto: Kai Klauder 16 Bilder

Für die Techno Classica holte BMW ein spektakuläres Limousinen-Einzelstück der 80er aus dem Archiv: den 7er (E32) mit 408 PS-V16-Motor und dem Codenamen Goldfisch.

10.04.2017 Andreas Of, Gerd Stegmaier 5 Kommentare Powered by

Der 7er E32 von 1987 fällt neben seiner goldenen Lackierung vor allem mit Kiemen im seitlichen Heckbereich auf. Die Schlitze hinten sammeln Frischluft. Nein, der 7er hat keinen Heckmotor, aber hinter seiner schmalen Niere, die ursprünglich einem 735 iL gehörte, steckt kein braver Reihensechszylinder, sondern ein mächtiger V16-Motor. Und der passt nur deshalb gerade eben so in den Motorraum, weil seine Kühler im Kofferraum untergebracht wurden. Darum die Kiemen. Die reichen aber noch nicht: Zwischen den Rückleuchtensitzt ebenfalls ein schwarz lackiertes Kühlergitter. Die Kühlflüssigkeit schwappt in ihrem Behälter rechts an der Seitenwand.

Der V16 ist ein verlängerter V12

Anlassen durften wir den 6,7-Liter-Motor leider nicht, fahren schon gar nicht: Der Goldfish, so der vom Lack und den Kiemen inspirierte Spitzname, bräuchte nach der langen Standzeit erst mal eine große Inspektion.

BMW 7er E32 V16 GoldfishFoto: Kai Klauder
Sieht aus wie der V12 aus dem 750i, hat aber vier Zylinder mehr: Der V16 im E32 Goldfisch.

Am Hubraum von 6651 Kubikzentimetern lässt sich erkennen, was offensichtlich wird, wenn der Blick unter die Haube wandern darf: Der V16 entstand durch Verlängerung des 5,0-Liter großen V12. Genauso sieht das Monsteraggregat aus: Wie ein V12 mit vier Zylindern mehr.

Mit dem V16 wollte BMW den Mercedes-V12 kontern. Mercedes wiederum konterte mit dem V12, der 1991 im 600 SE kam, den des 750i. Diesen Motor (M70) mit 300 PS hatte BMW 1987 vorgestellt. Er war mit den „kleinen“ M20-Sechszylindern (320i, 325i) verwandt. Der V16 des Projekts „Goldfisch“ kommt nach BMW-Angaben auf 408 PS – exakt die Leistung des M120 von Konkurrent Mercedes.

Kein Wettrüsten, kein 16-Zylinder

Warum der V16 nicht kam? Heute sagt BMW, man habe ein Wettrüsten vermeiden wollen. Außerdem hatte der Zwölfzylinder Potential, das fast an die Leistung des V16 heranreichte: Im 850 CSi erreichte er mit höherer Verdichtung und mehr Hubraum 380 PS und 550 Nm. Spätere Ausbaustufen, wie etwa im McLaren F1 schafften sogar 600 bis 700 PS.

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Super Auto, sehr interessant, leider ließ die Präsentation auf der Techno Classica seitens BMW zu wünschen übrig. Es wurde nur einmal kurz die Haube in meiner Anwesenheit geöffnet, ansonsten stand der Wagen etwas verloren auf dem Stand herum und jeder wunderte sich, warum die seitlichen Kiemen da sind.
Warum hat man niemand da hingestellt der Auskunft gibt und auch mal die Motorhaube oder den Kofferraumdeckel öffnet? Das habe ich bei Porsche auf der Retro Classics anders erlebt, dort stand eine Mitarbeiterin an den 959 Wüstenralley Fahrzeug und hat für Interessenten die Türen und die Motorhaube geöffnet.
Mir schien es, "Projekt Goldfisch" war den Austellern ein wenig peinlich.
Wenn ich schon so ein Fahrzeug ausstelle sollte man den Besuchern auch alles zeigen, vor allem der V16, der auf dem ersten Blick nicht viel anders wie ein V12 aussieht hätte für einige erstaunte Gesichter sorgen können.

dortmunder7 12. April 2017, 12:50 Uhr
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