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Hyundai i30 Kombi gegen i40 Kombi

Mehr bringt wenig

Hyundai i30 Kombi, Hyundai i40 Kombi, Seitenansicht Foto: Dino Eisele 11 Bilder

Gerade ein Kombi kann eigentlich gar nicht groß genug sein. Wobei das Duell zwischen Hyundai i30 und i40 Kombi zeigt, dass wahre Größe sich mitunter im Kleinen verbirgt.

18.12.2013 Sebastian Renz

Wenn wir eines aus dem enormen Entwicklungstempo von Hyundai/Kia in den letzten Jahren gelernt haben, dann das: Der Koreaner renoviert nicht, er baut neu. Mit den aktuellen Generationen von i30 und i40 hat es Hyundai geschafft, sich vom Aufholer zum Wettbewerber auf Augenhöhe zu entwickeln. Andererseits scheint die Grundidee der Modellpflege noch nicht ganz verankert, was sich im lückenhaften Angebot an Assistenzsystemen bei beiden zeigt – unverständlich bei Autos, die erst 2011 (i40) und 2012 (i30) auf den Markt kamen.

In anderen Eigenschaften bleiben sie dagegen zeitlos modern – mit fünfjähriger Garantie etwa, guter Serienausstattung oder solider Verarbeitung. Wobei der Hyundai i40 mit feineren Materialien eben die Klasse hochwertiger wirkt, die er sich mit ausstattungsbereinigt 4.700 Euro mehr bezahlen lässt.

Für das Geld gibt es den stattlicheren Wagen, nicht aber den besseren Kombi. So schränkt das flachere Heck das Quadermaß ein, und trotz 28,5 Zentimetern mehr Außenlänge und zwölf Zentimeter größerem Radstand bietet der i40 nur ein unerheblich üppigeres Raumangebot.

Hyundai i40: lieber elegant als praktisch

Fahrer und Beifahrer positioniert er auf zu hoch montierten Sitzen. Im Fond fehlt es nicht an Beinfreiheit, doch es bleibt wenig Kopfraum. Sein Standardladeraum ist zudem nur 25 Liter größer, bei umgeklappten Lehnen lädt er 77 Liter mehr.

Echte Vorteile gegenüber dem Hyundai i30, in dem sich die Passagiere wegen steilerer Dachsäulen ungedrängter untergebracht fühlen, zeigt der i40 mit dem homogener loslegenden 1,7-Liter-Diesel. Der hat sein Anfahrzögern inzwischen abgelegt, ist zudem besser gedämmt als der acht PS schwächere, antrittsmüde 1,6-Liter im Hyundai i30.

Hyundai i30 Kombi: pragmatischer und günstiger

Die zwei Kombis zeigen Hyundais Nachholbedarf beim Setup von Fahrwerk und Lenkung. Federn sie kleine Unebenheiten noch sacht weg, rumpeln sie beladen herb über Schlaglöcher. Dazu kurven beide träge und mit wenig Rückmeldung in der Lenkung um Biegungen – der i40 noch etwas zögerlicher als der heckzuckende Hyundai i30 Kombi.

Dem fehlen Nebensächlichkeiten des i40 wie dessen prunkvollere Einrichtung, stilistische Extravaganz oder Extras wie Sitzheizung im Fond. Doch die Hauptsächlichkeiten beherrscht der Hyundai i30 Kombi ebenso gut wie Hyundais teureres Flaggschiff.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
auto motor und sport (25/2013)
Heft 25 / 2013 28. November 2013 172 Seiten Heftinhalt anzeigen Jetzt für 3,70 € kaufen Artikel einzeln kaufen
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