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Land Rover Defender Sondermodelle

Ende Legende

12/2014, Land Rover Defender Limited Edition Foto: Land Rover 44 Bilder

2015 kommt das Aus für den legendären Land Rover Defender. Vor dem Produktionsende kommen von Land Rover noch drei exklusive Sondermodelle des Kult-Offroaders.

07.01.2015 Torsten Seibt Powered by

Fans des britischen Geländewagens haben dieses Jahr zu einem schwarzen erklärt: Ende 2015 wird die Montage des Land Rover Defender in Solihull eingestellt. Der kantige Allradler, der zunächst schlicht Land Rover, später "Ninety" und "One Ten" hieß, wurde erst spät zum Defender: 1989, als Land Rover mit dem Discovery die dritte Baureihe der Marke einführte, musste das Kult-Mobil einen eigenen Namen bekommen.

Nach 68 Jahren ist Schluss

Auch wenn der heutige Defender daher mit dem ursprünglichen Land Rover Series 1 ähnlich viel gemein hat wie ein VW New Beetle mit einem Brezel-Käfer, ist er doch der legitime Nachfolger des britischen Geländewagen-Urmeters. 1947 entstand der erste Prototyp, 1948 wurde der Land Rover in der Öffentlichkeit präsentiert. 68 Jahre lang hat er dem Empire zumindest formal die Treue gehalten, jetzt heißt es Ende, Legende.

Ohnehin läuft der Land Rover Defender 2015 schon in der Nachspielzeit. Mühsam haben sie ihn mit ESP nochmals für ein weiteres Jahr an aktuelle Vorschriften anpassen können, aber nun ist endgültig Schluss. Der Nachfolger wird ungleich moderner und tritt ein schweres Erbe an. Mit einem melancholischen Event an historischer Stelle läutete Land Rover jetzt das Abschiedsjahr ein: Auf Anglesey, einer Insel vor Wales, hat Land Rover-Erfinder Maurice Wilks der Legende nach die erste Skizze des ersten Land Rover in den Sand der Red Wharf Bay gemalt.

Mit Land Rover-Modellen aus sechs Epochen machte man sich daher nun daran, ein einen Kilometer langes Sandgemälde des Land Rover anzufertigen. Das Kunstwerk war allerdings nur von kurzer Dauer, der Tidenhub auf Anglesey ist beachtlich. Die beeindruckenden Bilder hierzu haben wir im zweiten Teil der Fotoshow für Sie.

Mit Sicherheit langlebiger als die Schlick-Kunst im walisischen Watt sind jedoch die drei Sondermodelle, die Land Rover bei dieser Gelegenheit enthüllte, als kurze 90er und lange 110er Defender.

Land Rover Defender Autobiography Edition

Ausschließlich mit kurzem Radstand und zum beachtlichen Preis von rund 64.000 Euro kommt der Defender Autobiography Edition in einer Auflage von 180 Stück. Eine Leistungssteigerung bringt den 2,2-Liter-Diesel auf 150 PS und 400 Newtonmeter. Sonderlackierung, LED-Scheinwerfer und ein Interieur aus Windsor-Leder bringen ungewohnten Nobel-Glanz in die rustikale Hütte. Zusätzlich wurden viele Zierteile aus Aluminium verbaut. Ab April soll der Land Rover Defender Autobiography Edition auf den Markt kommen.

Land Rover Defender Adventure Edition

Im August folgt dann der Land Rover Defender Adventure Edition, der als kurzer 90er und langer 110er zu haben sein wird. Er ist in grau, weiß oder peppigem Orange verfügbar und wird insgesamt 2.277 mal gebaut. LED-Scheinwerfer gibt es auch bei ihm, dazu jedoch auch die für eingefleischte Land Rover-Fans unverzichtbaren Abenteuer-Insignien: Ansaugschnorchel und Dachgepäckträger sind bei ihm serienmäßig. Gewaltige Schwellerschutzbleche im gelochten Sandblech-Look sind ebenfalls an Bord, innen wartet hingegen feines Leder auf die Besatzung. Verkaufsstart: August, für rund 45.000 (90er) und 50.000 (110er) Euro.

Land Rover Defender Heritage Edition

Am ursprünglichsten kommt jedoch die Land Rover Defender Heritage Edition daher. Im zarten blassgrün früher Serie-Land Rover sieht er schon von weitem aus, wie ein Land Rover auszusehen hat: lackierte Stahlfelgen, weißes Dach und 0,0 Schnickschnack-Accessoires, sieht man vom in Wagenfarbe gehaltenen Kühlergrill mit antiker Gitter-Optik einmal ab. Das Thema setzt sich innen fort: statt mit Leder sind die Sitzflächen und der Deckel der Staubox mit robustem Canvas-Stoff bezogen, das Verkleidungsteil der Mittelkonsole wurde in Wagenfarbe lackiert. Herrliches Detail, das nur Insider verstehen: Getriebe- und Verteilergetriebe-Schalthebel sind mit einem roten und einem gelben Zierring versehen, zitieren so die gleichfarbigen Schalthebel für Allrad und Untersetzung aus den frühen Serie-Land-Rover-Modellen.

Eine auffälligere Reminiszenz an alte Zeiten ist der an den Sitzen und am vorderen Kotflügel verewigte Schriftzug "HUE 166". Das, Land Rover-Kenner wissen es ohnehin, war das Kennzeichen des ersten offiziell vorgestellten Land Rover auf der Amsterdam Motorshow im Jahr 1948. Angeblich der dritte überhaupt gebaute Land Rover, ist HUE 166 bis heute auf Ausstellungen zu bewundern. Im gleichen Pastell-Grün wie das neue Sondermodell, dessen Lack als "Grasmere Green metallic" betitelt wird. Land Rover wird die Heritage Edition des Defender in den vier Versionen 90 Hard Top, 90 Station Wagon, 110 Utility Wagon und 110 Station Wagon ab August anbieten. Nach insgesamt 2.654 Stück ist allerdings definitiv Schluss. Der authentischste Defender unter den Sondermodellen ist gleichzeitig auch die günstigste Variante – falls man bei 40.000 Euro für einen kurzen Land Rover Defender von günstig reden darf.

Wie es für die Defender-Fertigung weitergeht, hat Land Rover noch nicht verraten. Denkbar ist, dass es eine reduzierte Fertigung für militärische Varianten an anderer Stelle auf dem Globus geben wird. Für den zivilen Defender in Sollihull ist dagegen Ende 2015 definitiv Schluss.

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