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Marktübersicht Hybrid-Autos in Deutschland

Welcher Plug-in-Hybrid passt zu mir?

Kia Optima 2.0 GDI Plug-in, Typenbezeichnung Foto: Dino Eisele 27 Bilder

Auf dem Weg in die Elektromobilität sollen Plug-in-Hybride Brückentechnologien sein. Dabei verbinden sie das Beste aus zwei Welten: die Reichweiten fossil angetriebener Verbrennungsmotoren mit dem sauberen und geräuschlosen Elektroantrieb. Die Auswahl ist mittlerweile recht groß. Wir sagen Ihnen, welcher Plug-in-Hybrid zu Ihnen passt.

23.08.2017 Clemens Hirschfeld 4 Kommentare

Am Anfang war – nein, nicht der Toyota Prius. Bereits um das Jahr 1900 herum existierten mehrere Varianten von elektrisch betriebenen Fahrzeugen, die über einen Verbrennungsmotor als Stromgenerator verfügten. Freilich waren diese frühen Exemplare der Automobilgeschichte weit von einer nennenswerten Serienproduktion entfernt. Dieser Ruhm, den Hybridantrieb im großen Stil für den Massenmarkt durchzusetzen, gebührt tatsächlich dem japanischen Hybrid-Pionier. Auch wenn Audi zu selben Zeit mit der Entwicklung der Duo-Modelle begann, war es der Toyota Prius, der als bezahlbare Alternative zu konventionellen Verbrenner-Pkw den Durchbruch schaffte.

Toyota Prius I 2001 Foto: Toyota
Pionier: der Toyota Prius I ging 1997 in Serienproduktion.

8,5 Millionen Hybrid-Autos von Toyota

Heute ist Toyota unumstrittener Hybrid-Weltmarktführer, verbaut in Dutzenden Modellreihen Hybridantriebe und hat seit der Prius-Premiere im Jahr 1997 bis Ende 2016 über 10 Millionen Hybrid-Pkw weltweit verkauft. Und dennoch ist der Toyota Prius selbst sowie die Hybridtechnik insgesamt in Deutschland nach wie vor eine Randnotiz. Gerade einmal 47.996 der 2016 in Deutschland verkauften Neuwagen fuhren mit Hybridtechnologie vom Händlerhof – angesichts des Gesamtmarkts von 3,3 Millionen Pkw-Neuzulassungen ein Tropfen im Wasserglas.

Doch das Pendel könnte unvermittelt umschlagen, denn vor allem der in Europa besonders beliebte Dieselmotor steht vor einem Scheideweg. Fahrverbote selbst für moderne Euro-6-Diesel sind keine Utopie mehr. Zeit also, sich nach Alternativen umzusehen.

Deutsche Autobauer mit attraktivem Hybrid-Angebot

Auch in Deutschland ist Toyota und vor allem die hauseigene Nobelmarke Lexus in Sachen Hybridantrieb führend. Doch die anderen Autobauer holen auf. Bei den Kompaktwagen bieten neben dem Prius auch Audi, VW, Hyundai und BMW attraktive Hybrid-Modelle an. Die Kompakt-SUV sehen neben dem GLC 350e auch noch Volvo XC60 oder Mini Cooper SE Countryman vor. Und auch bei den großen SUV spricht die deutsche Autobauer-Gilde mittlerweile ein kräftiges Wörtchen mit.

Kaufberatung E- und Hybrid-AutosDas sind die besten Modelle bis 50.000 Euro

Hybrid-Pkw spielen ihre Stärken systembedingt vor allem im dichten Verkehr aus. Auf Langstrecken und bei freier Fahrt mit hohem Verbrenner-Anteil kann der zusätzliche Elektro-Schub kaum punkten, sieht man von Rekuperationsphasen beim „segeln“ oder bei Bergabfahrten einmal ab. Besonders im innerstädtischen Verkehr haben hingegen konventionell angetriebene Fahrzeuge keine Effizienz-Chance gegen die Hybridtechnik.

Hybrid-Pkw nicht für sportliche Fahrer?

Ein weiterer Punkt ist das stressarme Fahren der stets mit Automatik und naturgemäß einer Start-Stopp-Funktion ausgestatteten Hybrid-Pkw. Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch auch, dass speziell sportlich orientierte Fahrernaturen einen weiten Bogen um Hybrid-Autos machen. Spaßfördernde Beschleunigungsdaten versprechen erst Hybridmodelle im Bereich ab rund 50.000 Euro, da ist das Thema „Sparen“ dann doch recht individuell.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen die für Sie besten Hybrid-Pkw mit Daten und Preisen. Und unter diesem Link finden Sie unsere entsprechende Marktübersicht aller Plugin-Hybrid-Pkw in Deutschland.

KlasseFahrzeugPreisElektrische Reichweite
Kompaktwagen: grüne Einstiegsmodelle
Audi A3 e-tronab 37.900 Euro50 km
BMW 225xe Active Tourer iPerformanceab 39.150 Euro41 km
Hyundai Ioniq Plug-in-Hybridab 29.900 Euro50 km
Toyota Prius Plug-in-Hybridab 37.550 Euro50 km
VW Golf GTEab 36.900 Euro50 km
Komaptke SUV: saubere Trendsetter
Mini Cooper SE Countryman All4ab 36.500 Euro41 km
Mercedes GLC 350 e 4Maticab 53.110 Euro34 km
Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid ab 39.990 Euro54 km
Kia Niro Plug-in-Hybridk.A.55 km
Volvo XC60 T8 Twin Engine AWDab 69.270 Euro
Mittelklasse: alternative Dienstwagen
BMW 330e iPerformanceab 45.650 Euro39 km
Kia Optima Plug-in-Hybridab 40.490 Euro54 km
Mercedes C 350 e Tab 52.717 Euro31 km
Volvo V60 D6 Twin Engine AWDab 57.250 Euro50 km
VW Passat Variant GTEab 44.250 Euro50 km
Obere Mittelklasse: Premium-Sparer
BMW 530e iPerformanceab 53.600 Euro45 km
Mercedes E 350 eab 59.440 Euro33 km
Volvo S/V90 T8 Twin Engine AWDab 69.240 Euro43 km
Oberklasse: nachhaltiger Luxus
BMW 740e iPerformanceab 96.600 Euro45 km
Mercedes S 500 eab 110.254 Euro33 km
Porsche Panamera 4 E-Hybrid Sport Turismoab 112.075 Euro51 km
Porsche Panamera Turbo S E-Hybridab 185.735 Euro50 km
Große SUV: Power und Platz
Audi Q7 e-tron Quattroab 81.900 Euro56 km
BMW X5 xDrive 40e iPerformanceab 71.600 Euro31 km
Mercedes GLE 500 e 4Maticab 74.554 Euro30 km
Porsche Cayenne S E-Hybridab 86.966 Euro38 km
Volvo XC90 T8 Twin Engineab 74.650 Euro43 km
Sportwagen: Öko-Flitzer
BMW i8ab 134.000 Euro37 km
Neuester Kommentar

So ein doppelter Antrieb ist natürlich der Traum eines jeden Werkstattverbandes. Ich bin kürzlich einen BMW 5er Hybrid gefahren und konnte auch feststellen wie sich die (leere) Batterie im Standardbetrieb auflud, um dann auf der Rückfahrt rein elektrisch zu fahren. Das war schon ein sehr angenehmes Auto. Prinzipiell.
Denn wenn schon ein Kompakter über 35.000 Grundpreis (!) kostet, dann ist das Konzept doch nur was für Dienstwagenfahrer und gut situierte Privatleute. Für die Masse der Autofahrer uninteressant.

CSRolls 11. September 2017, 12:56 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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