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VW Golf VII Facelift (2017)

Das ist am Golf wirklich neu

VW Golf 7 Facelift: Das ist neu Foto: VW/Montage: ams 30 Bilder
Update

Mit neuem Motor fährt der Golf ab 2017 sparsamer und mit mehr Elektronik ein bisschen autonom. Optisch ändert sich wenig. Zumindest außen, denn innen bekommt der Bestseller ein neues, größeres Navi-Display inklusive Gestensteuerung. Zu haben ist der neue Golf derzeit ab 19.625 Euro.

02.12.2016 Jens Dralle, Andreas Of, Gerd Stegmaier 11 Kommentare

VW hat den neuen Golf eingepreist. Der 110 PS starke 1.0 TSI kostet ab 19.625 Euro, der 115 PS starke 1.6 TDI ist ab 22.200 Euro zu haben. Der Grundpreis des 1.4 TSI mit 125 PS steht mit 22.775 Euro in den Preislisten, dessen 150-PS-Version kostet wenigstens 24.125 Euro. Wer den Zweiliter-TDI mikt 150 PS im neuen Golf haben möchte, muss wenigstens 26.800 Euro investieren. Der neue 230 PS starke Golf GTI will mit wenigstens 29.975 Euro bezahlt werden. Wer mit dem Erdgas-Golf mit 110 PS liebäugelt, sieht sich mit Investitionen von wenigstens 24.175 Euro konfrontiert.

Kommuniziert wurden auch die Preise für den neuen Golf Variant. Hier startet die Preisliste für den 1.0 TSI mit 110 PS bei 21.575 Euro, der 115-PS-TDI-Variant kostet ab 24.150 Euro, der 125-PS-Benziner im 1.4 TSI-Variant kostet ab 24.825 Euro, dessen 150-PS-Variante ab 26.175 Euro. Für den 2.0 TDI mit 150 PS werden im Variant wenigstens 28.850 Euro verlangt. Der 180 PS starke 1.8 TSI ist nur im Alltrack zu haben und kostet ab 33.650 Euro. Der Erdgas-variant kostet wenigstens 22.225 Euro.

Die weiteren angekündigten Motoren folgen erst später, auch der neue E-Golf ist noch nicht eingepreist.

Ausblick: So kommt der Golf VIII

Sieben Punkte zum VW Golf VII: was uns am Facelift auffällt

1. Dass er gar nicht mal so neu aussieht. Eigentlich gar nicht. Macht ja nix. Vor allem die bisherigen Kunden werden sich darüber freuen. Intern sprechen die VW-Leute schon mal vom Golf 7S – wie beim iPhone. Tatsächlich beziehen sich die wesentlichen Änderungen auf Infotainment und Konnektivität.

2. Das neue Cockpit. Klar, das so genannte Active Info Display mit 12,3 Zoll-Monitor auf dem sich die Instrumente und individuelle Informationen einblenden lassen, kostet extra. Lässt den Golf aber angemessen modern wirken. Ebenso das Infotainment-System Discover Pro mit 9,2 statt acht Zoll großem, berührungsempfindlichem Monitor und Gestensteuerung. Brauchen Sie nicht? Glaube ich Ihnen. Müssen Sie ja nicht bestellen.

3. Dass der neue 1,5 TSI-Motor in der 150 PS-Variante mit 4,9 L/100 km zwei Zehntelliter mehr verbraucht als der gleichstarke Vorgänger mit 1,4 Liter Hubraum und Zylinderabschaltung. Das läge daran, dass man bei der Homologation nicht mehr alle Tricks ausnützt, die dabei erlaubt sind – das Abkleben von Karosserie-Spalten und Fugen beispielsweise. Und dass man nun E10- statt E5-Kraftstoff verwendet. Aha.

4. Dass die 130 PS-Version des neuen Benzindirekteinspritzers in der Bluemotion-Variante mit 4,6 L/100 km auskommen soll – was deutlich unter dem Vorgänger läge, den es allerdings nicht als Bluemotion gab. Interessant: Im fälschlicherweise branchenübergreifend „segeln“ genannten Rollen des Fahrzeugs ohne Last geht nicht nur das Getriebe in den Leerlauf. Das Triebwerk wird ganz abgeschaltet.

5. Dass der GTI in beiden Varianten mehr Leistung bekommen darf. Die Standard-Variante leistet nun 230 PS, als Performance entwickelt das Zweiliter-Triebwerk 245 PS. Geht vermutlich mit einer Verbrauchsreduzierung einher. Es stehen allerdings noch keine Werte fest.

6. Dass das neue Siebengang-DSG für Drehmoment-starke Motoren zunächst nur für den 150 PS-TDI und den GTI Performance bestellt werden kann, nicht aber für den Standard-GTI. Soll gegenüber dem Sechsgang-DSG den CO2-Ausstoß um zehn Prozent reduzieren. Übrigens: Das Zehngang-DSG, das 2012 angekündigt wurde, hat VW längst beerdigt.

7. Dass der GTE im Rahmen der Modellpflege keine höhere elektrische Reichweite bekommt. Dafür soll der e-Golf künftig 300 statt 190 Kilometer weit kommen und eine Leistung von 136 statt 115 PS entwickeln. Zu sehen auf der Los Angeles Auto Show in der nächsten Woche.

VW Golf VII Facelift (2017) 5-Türer R-Line CockpitFoto: VW
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Mehr Kanten für den neuen Golf

Update nennt VW, was dem Golf 2017 widerfährt: Nutzer von Smartphone und Computer kennen das. Beim Golf passiert allerdings etwas mehr, als dass ein Fenster aufpoppt, das neue Funktionen ankündigt – oder schlicht ein stabileres Betriebssystem. Es ist ein klassisches Facelift, wobei manche Änderung schon ein wenig darüber hinaus geht.

Von außen werden sich selbst Golf-Kenner schwertun: mehr Kanten in den Stoßfängern, nun ja. Auch die vorderen Kotflügel sollen neu sein, verkündet VW. Doch der Golf bleibt, wie er ist: praktisch, unverwechselbar. Wer genau hinschaut, bemerkt vielleicht die neuen Scheinwerfer, die jetzt gegen Aufpreis mit LED statt Xenon leuchten.

1.5 TSI mit 150 PS und VTG-Lader

Von außen nicht sichtbar: Der neue 1,5-Liter-TSI-Vierzylinder. Der Motor mit dem internen Kürzel EA 211 evo leistet 150 PS und verfügt über jede Menge Technik: Common-Rail-Direkteinspritzung, Zylinderabschaltung und ein Turbolader mit variabler Turbinengeometrie verhelfen zu 4,9 Litern Normverbrauch und 250 Newtonmeter bei 1.500/min. Ein Turbolader mit variabler Geometrie ist bei Dieseln üblich, bei Benzinmotoren hingegen wegen des heißeren Abgases heikel. Bisher gab es das nur bei Porsche im 911 Turbo, nicht in der Großserie. Eine spätere Bluemotion-Version mit 130 PS soll auf 4,6 Liter kommen. Zum ersten Mal schaltet sich der Motor komplett ab, wenn der Fahrer vom Gas geht und das Auto rollt. Bringt laut VW in der Praxis bis zu 0,4 Liter.

VW Golf VII Facelift (2017) 5-Türer R-Line PremiereFoto: Uli Sonntag
Zum Facelift gibt's ein größeres Display und Gestensteuerung.

Mehr Leistung bringt künftig der GTI: 230 PS in der Standard- und 245 PS in der Performance-Version sind die neue Ansage. Erkennbar an Doppel-LED-Scheinwerfern mit roten Zierstreifen. Der GTI bekommt wie die starken TDI ab 150 PS ein neues Siebengang-DSG, das bis zu zehn Prozent CO2 und damit Sprit sparen soll.

Etwas größerer Bildschirm, viel mehr Pixel

Innen sorgen neue Stoffe und Dekors für einen kleinen Neuigkeitswert und die Abteilung Elektronik für einen großen: 9,2 Zoll groß, um genau zu sein. Denn das ist die Diagonale des neuen Berührbildschirms, den es mit dem Navigationssystem Discover Pro gibt. Alle anderen bekommen nun 6,5 und 8 Zoll. Die neuen Display haben eine bessere Auflösung, 1280x640 Pixel sind es beim Discover Pro, das bisher 800x480 Pixel bot. Diese Auflösung gibt es künftig mit dem kleinen Navi, das weiterhin „Discover Media“ heißt und nun einen 8-Zoll-Bildschirm hat. Die Basisradios haben 6,5-Zoll-Bildschirme mit 800x480 Pixel Auflösung. Gegen Aufpreis hat der Golf virtuelle Instrumente, deren Anzeige der Fahrer anpassen kann. Bekannt ist das 12,3 Zoll große Active Info Display bereits aus Passat und Audi TT.

Gestensteuerung und kabelloses Laden

Das Discover Pro verzichtet auf Drehregler zum Einschalten und Regeln der Lautstärke – diese Funktionen stecken künftig im Touchscreen. Für Lautstärke, Radiosender-Wechsel und das Scrollen im Menü genügt auch eine Geste mit der Hand oder den Fingern. Eine induktive, also kabellose Schnittstelle koppelt Smartphones mit Qi-Standard an die Außenantenne und lädt den Akku – allerdings optional.

Auch die Assistenz lernt dazu: Im Stau lenkt der Golf künftig bis 60 km/h selbst. Der Fahrer muss die Hände dabei am Lenkrad lassen. Es gibt einen neuen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung, einen Emergency Assist, der den Golf abbremst, falls der Fahrer auf diverse Warnsignale und –manöver nicht reagiert.

Anhängerassistent und personalisierbarer Schlüssel

Für Anhängerfahrer könnte sich mit dem Trailer Assist das Rückwärts rangieren erleichtern: Der Spiegelverstellschalter dient als Joystick für die Fahrtrichtung des Anhängers, der Golf lenkt das Gespann automatisch in die gewünschte Richtung. So muss der Fahrer nicht mehr umdenken und gegenlenken. Das Leben erleichtert auch der neue Schlüssel, mit dem sich diverse Einstellungen personalisiert speichern lassen.

e-Golf kriegt mehr Reichweite

Auf der Los Angeles Auto Show (16.11.) debütiert dann auch der überarbeitete e-Golf, der bekommt, was für ein Elektroauto am wichtigsten ist: Mehr Reichweite. Soviel wie beim Opel Ampera-e werden es nicht. Aber wie der BMW i3 mit der größeren Batterie soll auch der e-Golf 300 Kilometer nach NEFZ schaffen, was gut 200 Kilometer in der Praxis bedeuten wird. Warum debütiert die Elektroversion in L.A.? In den USA lässt sie sich gut verkaufen. Jeder zehnte e-Golf ging schon bisher in die USA, wo der Elektro-Golf dank üppiger Subventionen schon ab 199 Dollar Leasingrate zu haben ist. 4.200 Stück pro Jahr kamen so schon mit der kleineren Reichweite bislang zusammen.

Natürlich wird auch der GTE geliftet. Die Hybridversion bekommt wie im Passat 218 PS. Im Konfigurator ist der bisherige Golf GTE auch schon nicht mehr auswählbar.

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Neuester Kommentar

Was für ein Facelift! ich hätte ihn fast gar nicht erkannt!!!!

tonto0815 11. November 2016, 10:16 Uhr
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