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Sommerreifen-Test 245/45 R17

Zehn Fabrikate im Vergleich

Sommerreifentest 2010, 0310 Foto: Reinhard Schmid 15 Bilder

In der Dimension 245/45 R 17 stellen sich zehn Reifenmarken dem umfangreichen Prüfprogramm des Sommerreifen-Tests. Die Fahrversuche auf nasser und trockener Straße bringen teilweise überraschende Ergebnisse.

26.03.2010 Götz Leyrer

Gleich und gleich, das gehört zu den Standard-Weisheiten, gesellt sich gern. Wer ein Premium-Automobil wie die E-Klasse von Mercedes  fährt, wird sich auch unter den Topmarken umsehen, wenn es um den Kauf neuer Reifen geht.

Bei Oberklasse-Limousinen kommt es nicht auf jeden Cent an

Billig-Gummis kommen da nicht in Frage, weil es ja schon beim Auto selbst nicht auf jeden Cent ankommt. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden, zeigt doch nicht nur der aktuelle Sommerreifen-Test von auto motor und sport, dass man mit den Produkten der renommierten Hersteller Goodyear, Pirelli, Continental, Dunlop und Michelin nichts falsch macht. Aber es kann trotzdem empfehlenswert sein, die Entwicklungen von Marken zu betrachten, die auf dem Markt als Außenseiter gelten. Zumal die meisten von ihnen ohnehin bei den großen Konzernen angedockt haben. Die europäische Abteilung von Uniroyal beispielsweise ist Bestandteil der Continental-Gruppe, und die Firma Vredestein aus den Niederlanden hat unlängst der indische Reifenriese Apollo übernommen. Nur Nokian aus Finnland betätigt sich noch als aufrechter Einzelkämpfer.

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Vergleichstest: Sommerreifen Zehn Fabrikate im Format 245/45 R 17
auto motor und sport 07/2010
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Hankook gibt den Ton an

Bei den Testfahrten auf dem südfranzösischen Goodyear-Entwicklungsparcours in Mireval ist allerdings diesmal ein ganz anderer Konkurrent dafür zuständig, das Gefüge der Reifenwelt durcheinanderzubringen: Hankook aus Südkorea. Es beginnt schon auf dem bewässerten, mit engen und schnellen Kurven bestückten Handlingkurs. Zusammen mit dem Continental Sport Contact 3, dem Uniroyal Rain Sport 2 und dem Michelin Pilot Sport 3 erzielt die jüngste Ausführung des Hankook Ventus S1 mit der Zusatzbezeichnung Evo die besten Rundenzeiten. Er zeigt dabei ein bis in den Grenzbereich sehr gutmütiges, leicht beherrschbares Kurvenverhalten. Noch eine Spur überzeugender verhält sich allein der Conti, der sich an der Haftgrenze mit einem Minimum an korrigierenden Lenkbewegungen fahren lässt. Er erzielt damit eine deutlich bessere Bewertung als der nicht mehr taufrische Bridgestone RE 050, mit dem der Mercedes ebenfalls sehr flott unterwegs ist. Mit seinem unruhigen, ständig zwischen Unter- und Übersteuern wechselnden Kurvenverhalten verlangt er allerdings einen ebenso aufmerksamen wie begabten Fahrer.

Der Rest des Feldes im Sommerreifen-Test ist gespalten

Die Kandidaten von Hankook, Pirelli, Dunlop und Continental gehören im Kreis der Test-Kontrahenten zu den sportlich geprägten Reifen mit weitgehend neutralem Fahrverhalten und betont präzisen Lenkreaktionen. Michelin, Goodyear und Uniroyal zeigen mit stärker ausgeprägter Untersteuerneigung ein weniger feinfühliges Handling, beweisen aber hohe Gutmütigkeit bis in den Grenzbereich. Der Vredestein und der Nokian sind wie der Bridgestone nicht ganz eindeutig definiert. Lastwechsel in Kurven lassen den anfänglich untersteuernden Mercedes mit dem Heck ausbrechen. Wird mit ESP gefahren, reagiert die Elektronik mit vergleichsweise heftigen Bremseingriffen.

Seine zweite Gala-Vorstellung gibt der Hankook beim Bremsen. Bei Nässe kommt er aus 100 km/h nach nur 47,9 Metern zum Stehen, womit er dem zweitplatzierten Conti (50,5 Meter) neun Punkte abnimmt. Schlusslicht ist der Bridgestone. Mit ihm verlängert sich der Bremsweg auf 56 Meter.Damit ist schon eine Vorentscheidung gefallen,denn beim Bremsen lassen sich im auto motor und sport-Test die meisten Punkte sammeln. Der Hankook bestätigt auch auf trockener Straße seine Spitzenstellung.

Hankook setzt die neue Messlatte

Der Continental kann ihm unter diesen Bedingungen nicht gefährlich werden, er liegt sogar am Schluss des Feldes. Allerdings sind die Differenzen bei Weitem nicht so groß wie auf nasser Straße. So reicht es dem Conti noch zum Prädikat "Besonders empfehlenswert". Auch der rollwiderstandsarme Goodyear fällt in diese Kategorie, ebenso wie der Pirelli Cinturato. Die neue Messlatte dieser Reifenklasse aber bildet der Hankook aus Korea.

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