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Audi-Neuheiten bis 2020

Alles neu von Q2 bis A8

Audi-Neuheiten, Audi A3 Foto: Audi 32 Bilder

Audi präsentiert in den nächsten zwei Jahren 40 Prozent der Produktpalette in frischer Form. 2018 kommt die neue Designsprache im nächsten A3 an. Und was tut sich technisch? Der Modellfahrplan bis 2020 im Check.

08.01.2016 Birgit Priemer

Der Stillstand im Audi-Design ist oft und lange kritisiert worden. Aber erst, wenn man endlich Anzeichen eines Aufbruchs spürt, merkt man richtig, wie still es wirklich war. Der neue Audi-Designchef Marc Lichte katapultiert die Marke auf jeden Fall gefühlt in Lichtgeschwindigkeit in eine neue Dimension – und das mit viel Sympathie seines Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler.

Gerade einmal seit Anfang 2014 im Amt, gibt er schon im nächsten Jahr seine erste wichtige Visitenkarte ab – in Form des neuen SUV Q1, der dann doch Q2 heißen wird. Ein Auto, das mit ausgeprägtem Linienspiel an der Seitenpartie schon mal einen Ausblick darauf gibt, dass Audi seine Modelle künftig stilistisch wieder deutlich eigenständiger positionieren wird – und damit seinen Premium-Konkurrenten BMW und Mercedes eine deutliche Nasenspitze voraus sein wird. Warum? Weil die aktuell zu stark auf Familientradition setzen. Oder können Sie im Rückspiegel problemlos eine S-Klasse von einer C-Klasse unterscheiden?

Audi Q2 gibt Ausblick auf neue Designphilosophie

Der Q2 rangiert in der Klasse der 4,20 Meter lagen City-SUV mit rund 350 Litern Kofferraumvolumen und bietet zahlreiche Variationsmöglichkeiten in der Ausstattung. So kann der Bereich der C-Säule farblich vom Rest der Karosserie abgesetzt werden. Dafür sorgt eine spezielle Beplankung in diesem Bereich. Nächstes Jahr steht ebenfalls das Facelift des A3 an – und auch das fällt umfangreicher aus, als man es in der Vergangenheit gewohnt war.

Die Scheinwerfer gleichen in ihrer Grundform denen des neuen A4, optischer Überflieger ist der RS 3, der über einen um 90 Millimeter breiteren Single-Frame-Grill verfügt und vom 2,5-Liter-Fünfzylinder mit rund 400 PS angetrieben wird. Eine um 30 Millimeter verbreiterte Spur und vorne stark herausgearbeitete Radläufe geben der Sportskanone eine ganz eigene Optik. Die ganze Baureihe wird übrigens im Zuge des Facelifts auch durch das frei programmierbare, digitale Kombi-Instrument, ein Head-up-Display und eine sehr dynamisch ausgelegte Lenkung ergänzt – Merkmale, die er auch mit dem Q2 teilt.

Doch 2016 wird Audi noch eine ganze Menge mehr an neuen Modellen in den Markt schieben. Auf der Plattform des neuen A4 wird die komplette A5-Baureihe aktualisiert. Im Frühjahr kommen zunächst das A5 Coupé und das S5 Coupé, kurz darauf folgen der viertürige A5 Sportback und dessen S-Variante sowie das A5 Cabrio samt-S-Ableitung. Der RS5 folgt erst 2018. Zeitgleich mit dem A5 wird auch der Audi Q5/SQ5 erneuert, das Audi TT RS Coupé gelauncht sowie der Sportler R8 in der offenen Spyder-Variante vorgestellt. Das Audi-Sommermärchen ist damit aber noch nicht vorbei. Die Q7-Baureihe wird um den SQ7 angereichert, der RS3 wird auch als Limousine kommen. 2017 sieht dann auch noch den neuen A6 und den neuen Q3.

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Neuheiten Schöne neue Audi-Welt?
auto motor und sport 26/2015
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Audi-Neuheiten, Audi Q2Foto: Christian Schulte
Der Q1 heißt ab Ende 2016 Q2 und kommt mit Zweiliter-Motoren sowie Head-up-Display

Neuer Audi A3 kommt Ende 2018

Wenn allerdings der Nachfolger des Kompaktmodells 2018 auf den Markt kommt, beginnt für Marc Lichte die Ära einer ganz neuen Designsprache. Ganz generell liebt der Designer das Spiel mit den Stilelementen des Ur-Quattro – und zwar besonders im Bereich der Kotflügel, die sich beim nächsten A3 deutlicher herauswölben werden. Eine breitere Spur, ein ebenfalls verbreiterter Grill und ein Dach, das nach hinten flacher abfällt, sollen bei ansonsten wenig veränderten Abmessungen dafür sorgen, dass der neue A3 sportlicher aussieht ohne dabei Abstriche in Sachen Raumangebot zu machen.

Wenn der A3 Ende 2018 vorgestellt wird, erhält er nicht nur Gestensteuerung, sondern ein Bedienkonzept, das weitgehend auf "Touch", also einfache Berührung ausgerichtet sein wird. Bis dahin beginnt das Auto auch als Teil des Internet der Dinge, mit der Umgebung des Fahrers zu kommunizieren. Gibt der beispielsweise am Vorabend das Reiseziel für den nächsten Tag ins Navigationssystem ein und programmiert seinen Wecker, schlägt eine App Alarm, wenn sie erkennt, dass durch unerwartete Verkehrsbehinderungen die geplante Reisezeit nicht ausreicht. Fahrer und Auto machen sich dann früher auf den Weg. Ausblick auf viele Möglichkeiten des so genannten "Internet of things" gaben Audi und VW auch auf der Messe CES in Las Vegas mit neuen Cockpit-Studien, die große Bildschirme zeigen. Die Zeiten des guten Knopfs gehen langsam zu Ende.

Audi-Neuheiten, Audi A3Foto: Audi
Die Studie des Q6 e-tron soll einen Vorgeschmack des eigenständig designten Elektrofahrzeugs liefern.

Audi plant eigenständig designtes Elektroauto

Und noch etwas treibt Audi in diesem Segment um: Die Vision eines Elektroautos, das anders als bisher der Plug-in-Hybrid A3 e-tron einen eigenen Designstil vertritt. Ob ein Auto mit Strom oder mit Treibstoff fährt, wird man künftig auf Anhieb erkennen können. Dazu entsteht im Konzern der neue Baukasten MEB als Modularer Elektrifizierungsbaukasten, der zu allen Karosserieformen passt und Reichweiten zwischen 250 und 500 Kilometer bieten soll – die Elektromobilität gewinnt bei Audi in den Zeiten von "Dieselgate" generell eine neue Bedeutung.

Aber es bleibt auch Platz für Luxus – und zwar in Form des A8 (2017) und des darauf folgenden A7, der wie die Limousine über ein durchgezogenenes Leuchtenband am Heck verfügt. Der Grill des viertürigen Coupés wird gegenüber dem aktuellen Modell noch einmal flacher und breiter. Die Länge ändert sich kaum, dafür wächst der Radstand. Auch hier werden die Kotflügel künftig stärker herausgestellt, um die Quattro-Historie greifbar zu machen – egal ob das Auto mit oder ohne Allradantrieb ausgestattet ist. Bemerkenswert sind die Scheinwerfer mit zwölf staffelförmig angeordneten Bausteinen im Inneren. Der neue A7 ist wie der A8 ein Auto auf dem Wege zum rollenden Computer: Parkpilot, Stauassistent, vollautonomes Einparken – alles Extras, die das Leben erleichtern sollen. Auf der Autobahn kann sich der sich Pilot auf den Spurwechselassistenten verlassen und dabei die großen Bildschirmflächen über eine weitgehend berührungsfreie Bedienung genießen.

Audi Q8 erweitert das Modellportfolio nach oben

Der neue Überflieger im Audi-Programm ist ab 2018 zweifellos der Q8, der über den gleichen Radstand wie der Q7 verfügt, der aber 50 Millimeter flacher ist und schon dadurch coupéartiger wirkt. Innen gibt es Platz für fünf Personen, die dritte Sitzreihe wird im Gegensatz zum Q7 nicht angeboten. Auch das Cockpit unterscheidet sich in seiner Ausführung und ist zum Fahrer gerichtet.

Den Wow-Effekt löst der Q8 aber durch seinen imposanten Grill aus: Sieben vertikal angeordnete Streben verschaffen dem Auto auf der Straße eine einzigartige Note – ohne zu protzig oder gar prollig zu wirken. Das Heck bekommt wie bei A8 und A7 ein durchgezogenes Leuchtenband, viertes Modell mit diesem Stilmittel wird der Q6 mit Elektroantrieb – Audis neues Kennzeichen für seine Flaggschiffe.

Audi-Neuheiten, Audi A3Foto: Christian Schulte
Der Q8 soll das Modellportfolio nach oben erweitern. Wie viele andere Modelle soll es ihn auch als Plug-in-Hybrid geben.

Neue Plug-in-Hybride

Für Märkte wie China und die USA wird es den Q8 auch als Plug-in-Hybrid geben – wie die Marke im Angesicht von "Dieselgate" alternative Antriebskonzepte generell stark vorantreibt. Dass es kein Zurück in Sachen Elektromobilität gibt, hat Stadler so am Rande des Smart City World Congress in Barcelona ausgeführt. Gesetzt sind die Plug-in-Modelle nicht nur für den Q8, sondern auch für Q7, A6 und A7.

Und das Thema Brennstoffzelle bleibt für Audi aktuell: Auf der Detroit Auto Show im Januar wird es die Q6-Studie der IAA mit Wasserstoffantrieb geben. Der Achtzylinder im Standardprogramm ist dagegen keine überzeugende Größe mehr: Audi wird stärker auf aufgeladene Sechszylinder setzen. Großvolumige Motoren bleiben Nischenmodellen wie dem R8 Spyder vorbehalten, der ebenfalls 2016 neu an den Start geht – 60 Kilogramm leichter, mit Bang & Olufsen-Lautsprechern in den Kopfstützen und V10-Motor, den es mit 540 und 610 PS geben wird. Aber auch der R8 wird 2018 mit einem aufgeladenen V6 als Basismotorisierung zu haben sein.Starke Akzente also – in allen Segmenten.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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