BMW Kaufberatung: Die komplette BMW 1er-Palette im Überblick

BMW 1er Kaufberatung

Mit vier Karosserievarianten - Zweitürer, Viertürer, Coupé und Cabriolet - sowie zehn Motoren von 115 bis 306 PS bietet die BMW 1er-Palette für jeden Anspruch ein Modell. Die Kaufberatung hilft bei der Auswahl.

An einer zu kostspieligen Serienausstattung des 1er kann es nicht gelegen haben, dass BMW kein Geld mehr für die Formel 1 hat. Denn selbst das BMW 120i Cabriolet (hier im Vergleichstest mit dem Audi A3) immerhin 32.750 Euro teuer - liefern die Bayern serienmäßig ohne manuelle Klimaanlage aus. Die gibt es nur gegen 980 Euro Aufpreis, wer die automatische möchte, muss 560 Euro mehr bezahlen - übrigens auch in den Sechszylindermodellen und dem BMW 123d (Fahrbericht BMW 123d), denen die Bayern immerhin die Klimaanlage aufpreisfrei zugesteht.

BMW 1er: Ausstattung mit kostspieligen Stolperfallen

Der Grundpreis markiert nur den Beginn einer langen Zahlenkolonne, auch wenn die Serienausstattungsliste von Selbstverständlichkeiten wie "Sicherheitsgurte (Dreipunkt-Automatik) vorn", "Heckscheibenheizung" oder "Sitzverstellung mechanisch für Fahrer und Beifahrer" schwärmt. Immerhin ein CD-Radio mit AUX-Anschluss bekommen alle BMW1er serienmäßig. Auf jeder Seite der Preisliste lauern kostspielige Stolperfallen - Extravaganzen wie Chromzier außen (180 Euro), Interieurleisten in Kaschmirsilber (120 Euro) oder Pappel (430 Euro), Velours-Fußmatten (100 Euro), Sport-Lenkräder (ab 290 Euro) oder der schlüssellose Zugang (600 Euro), die alle den BMW nicht wirklich besser, aber deutlich teurer machen.

Wichtige Extras im BMW 1er sind Klimaanlage und Bi-Xenon-Scheinwerfer

Besser, man konzentriert sich auf die wichtigsten Extras. Die Klimaanlage sollte natürlich nicht fehlen, und wer seinen Einser in einer anderen Farbe als Weiß, Schwarz oder Rot haben möchte, kommt um die 660 Euro für eine Metallic-Lackierung nicht herum. Am besten auch gleich mitbestellen: Winterkompletträder (ab 596 Euro). Besonders empfehlenswert sind zudem die Bi-Xenon-Scheinwerfer, deren Aufpreis mit 870 Euro noch einigermaßen günstig ausfällt. Wer das sinnvolle Kurvenlicht dazu haben möchte, muss zuerst 410 Euro investieren und dann auch noch grundsätzlich den Licht- und Regensensor für 130 Euro mitordern. Zwei weitere überlegenswerte Sicherheitsextras sind die Reifen mit Notlaufeigenschaften (260 Euro, Serie bei Sechszylindern und 123d-Versionen) sowie für Eltern von kleinen Kindern die Isofix-Befestigungen für den Beifahrersitz (90 Euro).

Beim BMW 1er Cabrio lohnt die Investition in die Einparkhilfe

Das ist es dann an wichtigen, nicht aber an praktischen Extras. Wer einen MP3-Player ans Radio anschließen möchte, für den empfiehlt sich der USB-Anschluss (300 Euro), den es aber nur mit dem teureren Radio Professional (210 Euro extra) gibt. i-Pod-Besitzer kommen billiger weg, die Schnittstelle für das Apple-Gerät kostet nur 199 Euro. Das Connectivity-Paket für 790 Euro beinhaltet USB-Port und eine Bluetooth-Anbindung für das Mobiltelefon. Wegen der - vor allem beim Cabrio - schlechten Rundumsicht lohnt die Investition in die Einparkhilfe mit Sensoren vorn und hinten (750 Euro). Nützliche Optionen für den offenen BMW 3er sind auch die Laderaumdurchlade für 260 und das Windschott für 320 Euro.

BMW 1er: Hohes Kosten-Niveau bei den Navigationsgeräten

Leichtmetallräder bekommen Cabrio, Coupé und die BMW 130i- und BMW 123d- Limousine serienmäßig. Wer seine vierzylindrige Limousine statt auf profane, mit Plastikradkappen abgedeckte Stahlräder auf Alufelgen stellen will, kann dafür 660 bis 1.930 Euro ausgeben. Ebenfalls auf hohem Niveau liegen mit 1.840 und 2.800 Euro die Kosten für die beiden Navigationsgeräte. Seit der letzten Überarbeitung der mit ihnen verbundenen i-Drive-Bedienung gehören sie zu den besten überhaupt.

BMW 1er Kaufberatung - Übersicht

Jetzt noch ein paar Spartipps: Schon mit dem Normalfahrwerk ist der BMW 1er straff genug, das M-Sportfahrwerk für 340 Euro braucht er ebensowenig wie die Aktivlenkung (1.300 Euro). Auch Sportsitze (580 Euro) sind entbehrlich.

ams-Empfehlung: Klimaanlage muss sein, Metallic auch. Statt in Zierschmuck das Geld besser in Xenonlicht oder Navigation stecken

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Sebastian Renz

Autor:

auto motor und sport, Heft 18 / 2009

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