Hyundai und Kia

Wie gut sind die Koreaner wirklich?

Korea-Spezial, Peter Schreyer Foto: Archiv 10 Bilder

In den letzten zehn Jahren gelang es nur einer Auto-Nation, auf dem deutschen Markt kontinuierlich mehr Käufer zu gewinnen – Korea, das praktisch ausschließlich durch Hyundai und Kia repräsentiert wird. Woran liegt das, und wie gut sind koreanische Autos heute?

Ein bezahlbares Auto mit eigenständiger Optik – da öffnet sich die Tür zum Händler gleich viel leichter. Vor allem das Design der Kia-Modelle kommt gut an, doch Hyundai steht dem kaum nach. Jedenfalls attestieren die auto motor und sport-Leser den Marken ein überdurchschnittlich modernes Design, wie die Autonis-Wahl bescheinigt. Dort belegten die Koreaner in dieser Eigenschaft Rang drei und vier nach Audi und BMW – und weit vor Mercedes, VW, Renault und Alfa Romeo.

Produktion in modernen Europa-Werken

Ähnlich wie die Japaner errichtete der Hyundai-Konzern moderne Werke in Europa. Für diesen Markt konzipierte Modelle laufen unter anderem in der Slowakei, der Tschechischen Republik und der Türkei vom Band – inklusive entsprechender Zulieferer-Parks, flexibler Produktionsstrategie und überschaubarem Logistik-Aufwand. Alleine bei Kia in Zilina laufen über 250.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band. Bei Hyundai stammen nur noch zehn Prozent aller Europa-Verkäufe aus Korea.

Technologie aus europäischen Entwicklungszentrum

Ohne Firlefanz, aber modern – Hyundai und Kia beschäftigen am Standort Rüsselsheim über 400 Ingenieure, die neue, auf europäische Bedürfnisse zugeschnittene Motoren-Generationen entwickeln. Rüsselsheim ist zudem das Diesel-Kompetenzzentrum für den gesamten Konzern. Aber auch das Thema aufgeladene Benzin-Direkteinspritzer wird vorangetrieben. Der nächste Schritt soll die Serienfertigung der Brennstoffzelle sein.

Marketing - Kia und Hyundai schaffen mit Garantie Vertrauen

Bis zu sieben Jahre Garantie, teils inklusive Wartungskosten – ein Argument, das in der Werbung stärker zieht als der dickste Rabatt. Denn die Garantie schafft Vertrauen, dämmt sie doch Folgekosten ein, macht den Autokauf kalkulierbarer. Und dass sich Hyundai und Kia im Fußball sowohl international als auch in der Bundesliga engagieren, hilft der Markenbekanntheit auch über die WM 2006 hinaus – und jetzt kommt die Rallye-WM.

Hyundai und Kia bieten gutes Preis-Leistung-Verhältnis

Anfangs ließen sich die Neulinge nur über den Preis verkaufen. Die Koreaner wählten eine Strategie, die heute eher als Dacia-Prinzip gilt: abgelegte Technik neu verpacken, günstig produzieren, billig anbieten und so dem klassischen Gebrauchtwagen-Kunden das Gefühl geben, sich einen Neuen leisten zu können. Der Grundpreis liegt zwar noch heute unter dem Wettbewerb, doch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis generiert sich hauptsächlich über Ausstattung und Service.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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