Der Porsche 968 Turbo S basiert auf der Transaxle-Bauweise, bei der der Motor vorne und das Getriebe an der Hinterachse positioniert sind. Diese Konstruktion sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung und ein präzises Fahrverhalten. Der 3,0-Liter-Vierzylinder-Motor wurde speziell für dieses Modell überarbeitet. Ein Zweiventil-Zylinderkopf und eine reduzierte Verdichtung von 7,5:1 bereiteten den Motor auf die Zwangsbeatmung durch einen KKK-Turbolader vor. Mit einem maximalen Ladedruck von 1,0 bar erreicht der Motor eine Leistung von 305 PS und ein Drehmoment von 500 Nm.
Leichtbau und Aerodynamik
Um das Gewicht zu reduzieren, verzichtete Porsche auf Komfortmerkmale wie elektrische Fensterheber und die Rückbank. Das Leergewicht des Turbo S liegt bei nur 1.300 Kilogramm, etwa 70 Kilogramm weniger als das Basismodell. Aerodynamische Verbesserungen wie zusätzliche Öffnungen in der Motorhaube und ein verstellbarer Heckspoiler optimieren die Kühlung und den Abtrieb. Die Bremsen stammen vom 911 Turbo S und sorgen für eine beeindruckende Verzögerung.
Vergleich mit der Konkurrenz
Im Vergleich zu anderen Modellen seiner Zeit, wie dem Porsche 964 Turbo 3.6, bietet der 968 Turbo S eine ähnliche Leistung, jedoch in einem völlig anderen technischen Konzept. Während der 964 auf einen Sechszylinder-Boxermotor setzt, beeindruckt der 968 mit seinem Vierzylinder-Turbo und der Transaxle-Bauweise. Diese Unterschiede machen ihn zu einem einzigartigen Fahrzeug in der Porsche-Historie.
Historische Bedeutung und Seltenheit
Mit nur 14 produzierten Exemplaren ist der 968 Turbo S eines der seltensten Porsche-Modelle. Ursprünglich waren 100 Fahrzeuge geplant, doch die Produktion wurde aufgrund mangelnder Nachfrage eingestellt. Heute gilt der Turbo S als begehrtes Sammlerstück, das bei Auktionen Spitzenpreise erzielt. Seine Kombination aus technischer Innovation und Seltenheit macht ihn zu einem Meilenstein der Automobilgeschichte.





