Fahrradträger mit Einparkhilfe

Abstandswarner getestet

Fahrradträger, Einparkhilfe, Fahrzeug Foto: Beate Jeske 6 Bilder

Heckträger für die Anhängekupplung sind eine feine Sache, doch beim Parken stören sie. Integrierte Einparkhilfen sollen das Problem lösen. Wir haben ein System ausprobiert.

Da die schönsten Fahrradreviere selten vor der Haustür beginnen, werden die Räder oft mit dem Auto dorthin transportiert. Daher sind entsprechende Träger gefragt – besonders Ausführungen für die Anhängerkupplung. Denn diese sind leicht zu montieren und zu beladen. Allerdings haben sie auch Nachteile, was sich spätestens beim Einparken bemerkbar macht: Mit dem Träger auf der Kupplung ist das deutlich schwieriger. Zum einen ist die Sicht durch die Heckscheibe eingeschränkt, zum anderen nimmt die Fahrzeuglänge um gut einen halben Meter zu.

Wer jetzt glaubt, dass sich diese Probleme mit der am Auto verbauten Einparkhilfe lösen lassen, ist auf dem Holzweg. Die neuen Systeme, die ab Werk erhältlich sind, gehen meist in den sogenannten Anhängerbetrieb, wenn der Träger auf die Kupplung montiert wird. Das heißt: Die Sensoren in der hinteren Stoßstange sind dann ohne Funktion. Das ist nicht gut, doch für das Problem sind jetzt Lösungen erhältlich. Es gibt mittlerweile Anbieter von Kupplungsträgern, die Einparkhilfen in die Träger einbauen.

Abstands-System bei Radträgern mit wenig Schwächen

Ob die Technik hält, was sie verspricht, haben wir mit dem Modell Jake Black von Eufab ausprobiert. Die Lösung ist einfach, da sie keinen Einbau erfordert. Zwei Rückfahrsensoren sind fest mit dem Träger verbunden, ihre Signale werden per Funk an ein kleines Empfangsteil im Fahrzeug-Innenraum übertragen.

Und so funktioniert es: Sobald der Rückwärtsgang eingelegt ist, senden die verbauten Sensoren am Träger ein Ultraschallsignal aus. Trifft es auf ein Hindernis, wird es reflektiert, an das Steuergerät weitergeleitet und dort analysiert. Die Distanz zum Objekt signalisiert das Empfangsteil im Auto, das lediglich in die Zwölf-Volt-Steckdose gesteckt wird, durch unterschiedlich schnelle Tonfolgen. Ab einer Entfernung von zwei Metern zum Hindernis beginnt das Gerät mit einer Lautstärke von bis zu 80 Dezibel langsam zu piepsen, ab 0,4 Meter geht es zum schnellen Piepsen über – dann sollte man spätestens auf der Bremse stehen.

Bei unseren Probefahrten zeigte das System kaum Schwächen. Die Signale wurden von den Sensoren schnell ins Auto übertragen, und auch der tote Winkel fiel nicht groß aus. Bleibt noch der Preis: Der Fahrradträger schlägt mit 399,95 Euro zu Buche und kostet somit 100 Euro mehr als das Grundmodell ohne Einparkhilfe. Hört sich teuer an, ist es aber nicht. Denn Parkpiepser fürs Auto sind in der Regel teurer.

Fazit

Manchmal sind die einfachsten Lösungen die besten. Die Firma Eufab beweist das mit dem Träger Jake Black, der gegen einen Aufpreis von 100 Euro eine Einparkhilfe mit Signalübertragung per Funk mitbringt. Das ist nicht viel Geld für eine gut funktionierende Lösung. Im Vergleich dazu fällt selbst ein kleiner Parkrempler teurer aus.

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