Aus knapp 280 km/h in die erste Kurve: Der Ferrari 849 Testarossa will nichts mit Schulterpolstern und Vokuhila zu tun haben – und bleibt trotzdem im Kopf. Ferrari sieht ihn in der Testarossa‑Dynastie, zitiert aber auch 512S und 512M, erkennbar an den seitlichen Heckspoilern, die mit dem Assetto Fiorano‑Paket nochmals höher ausfallen.
Auf der Rennstrecke zeigt der 849, was die überarbeitete Aerodynamik bringt: bis zu 415 kg maximaler Abtrieb, 25 kg mehr als beim Vorgänger mit AF‑Paket, aufgeteilt 40 zu 60 zwischen Front und Heck. Dazu die Technik: 1050 PS Systemleistung aus einem 830 PS starken Vierliter‑V8‑Biturbo und drei E‑Motoren (220 PS). Ferrari nennt 842 Nm bei 6.500/min für den Verbrenner. Über das Manettino geht’s bis "CT off" – ein Restschutz bleibt, aber die Schwimmwinkel wachsen mit der Leistungsentfaltung.
Schaltpaddel, Runterschalten, Klang: ein haptisches und akustisches Spektakel. Dazu Michelin Pilot Sport Cup 2, Untersteuern vorne und – mit Mut am rechten Pedal – kräftiges Übersteuern. Gebremst wird per Brake‑by‑Wire, mit klarem Druckpunkt und Transparenz im ABS‑Regelbereich.
Und abseits der Rennstrecke? Die zivile Version mit Adaptiv‑Fahrwerk, Vorderachs‑Lift, einstellbaren Sportsitzen (Heizung/Lüftung) und Pirelli P Zero R fährt lebendig, die Bremse wirkt jedoch giftig. Hybrid‑Alltag geht auch elektrisch (rund 25 km) – nur nervt im E‑Betrieb der Straßenbahn‑Sound. Lösung: den V8 konstant arbeiten lassen.






