Burlak 6x6 Amphibienfahrzeug autoarctic.ru
Burlak 6x6 Amphibienfahrzeug
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Burlak 6x6 Amphibienfahrzeug 21 Bilder

Burlak 6x6 Amphibienfahrzeug

Im Expeditionsbus zum Nordpol

Ein russisches Forscherteam will zum Nordpol fahren. Weil es hierfür kein passendes Fahrzeug gibt, haben sie sich eins gebaut. Jetzt waren sie erstmals auf Probefahrt, mit Erfolg.

Eigentlich könnte sich der Burlak 6x6 nahtlos in unsere lose Reihe "Russische Sumpfmonster" einordnen. Doch diesmal ist es kein Tüftler, der mit einem ballonbereiften Allesüberwinder den überschaubaren Weltmarkt für ballonbereifte Allesüberwinder erobern will. Der Hintergrund ist ein anderer.

Burlak 6x6 Amphibienfahrzeug
Expedition zum Nordpol
3:06 Min.
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Finanzkräftiger Sponsor

Hinter dem sechsköpfigen russischen Entwicklerteam des Burlak 6x6 steckt als Finanzier der 36jährige Maxim Belonogov. Der erfolgreiche Startup-Unternehmer und begeisterte Outdoor-Sportler erfüllt sich mit dem Projekt einen Traum. Ideengeber und Projektleiter ist Alexey Makarov, der mit dieser Tour 2018 ins Guinness-Buch der Rekorde einziehen möchte. Der Plan hinter dem Projekt Burlak 6x6: autonom, also ohne Versorgung durch Dritte oder angelegte Depots bis zum Nordpol und wieder zurück fahren.

Weil es zwar, erst recht in Russland, reichlich hoch geländegängige Fahrzeuge zu kaufen gibt, diese aber aufwendig umgerüstet werden müssten, entschloss man sich zum Eigenbau.

Burlak 6x6 mit Toyota-Technik

Basis des Burlak 6x6 ist eine selbstgeschweißte Rohrzelle, die anschließend mit vernieteten Blechen "bezogen" wurde und den wasserdichten Schwimmkörper darstellt. Als Antrieb wurde ein Toyota Land Cruiser zweckentfremdet, der Motor, Getriebe und Teile des Cockpits spendet. Die Maschine ist im "Keller" des Heckbereichs installiert, um im Bedarfsfall Wartung und Reparaturen von innen vornehmen zu können, ohne das Fahrzeug zu verlassen.

6,6 Meter lang, 2,9 Meter breit und 3,2 Meter hoch ist der vier Tonnen schwere Burlak 6x6, der auf 1,75 Meter hohen Niederdruck-Reifen rollt. Durch wasserdichte Lagerungen werden die Antriebe der sechs Räder nach außen geführt, die Lenkung erfolgt über die Vorderachse. An den Außenflanschen der Antriebe sind Vorgelegegetriebe aus einem russischen Radpanzer montiert, die mit einer kompakten Kardanwelle angetrieben werden.

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Extrem-6x6-Wohnmobil

Der fast sieben Meter lange Burlak 6x6 wird für die Reise wie ein Wohnmobil ausgestattet. Vier Schlafplätze, eine Nasszelle mit Dusche und eine Küche werden in dem Kastenaufbau untergebracht. Für den Vortrieb im Wasser ist der Burlak 6x6 mit einem zusätzlichen Schraubenantrieb ausgerüstet. Mit einer mechanischen Seilwinde verfügt das Fahrzeug außerdem über entsprechende Selbstberge-Fähigkeiten.

Nach Fertigstellung des Prototyps erfolgten Mitte März die ersten Probefahrten am russischen Polarkreis. Bis 2018 will das Team nach weiteren umfangreichen Tests eine zweite, optimierte Variante anfertigen, in welche die Testergebnisse einfließen. Dann kann es losgehen, zum Nordpol. Und wieder zurück.

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