Audi Q5 Sportback Manuel Hollenbach, Audi
Audi Q5 Sportback
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Audi Q5 Sportback 15 Bilder
SUV

Audi Q5 Sportback im Fahrbericht

Audi Q5 Sportback Nur für die Nische?

Als Crossover versteht der Hersteller den neuen Audi Q5 Sportback. Mit coupéartigem Heck und hohem Nutzwert konkurriert der neue Schrägheck-Audi mit BMW X4 und Mercedes GLC Coupé.

Avant hieß das bei Audi, als man 1977 dem 100 Typ 43 ein Schrägheck verpasste. Den schönen Namen okkupieren freilich seit geraumer Zeit die Kombis der Marke. So müssen die SUV aus Ingolstadt mit der sperrigen Zusatzbezeichnung Sportback auskommen. Der Q5 ist nun nach Q3 und E-tron die dritte SUV-Baureihe der Marke, die um eine Schrägheck-Variante bereichert wird.

Mit vier Motorvarianten geht der Sportback an den Start, weitere sollen in Bälde folgen, so auch der Einstiegsmotor 35 TDI mit 120 kW/163 PS (ab 49 300 Euro). Dabei ist der Q5 Sportback nur als Advanced oder Sportline lieferbar. Die preiswertere Basis-Ausführung, die es beim Q5 ohne Sportback gibt, fehlt hier. So beträgt der Aufschlag für das elegante Heck 2.500 Euro.

Vierzylinder mit Riemen-Startergenerator

Im Gegensatz zum frontgetriebenen 35 TDI kommt der 40 TDI mit 204 PS bereits mit Ultra-Quattro-Antrieb. Zur Erinnerung: Hinter der Bezeichnung verbirgt sich das einfachere Allradsystem von Audi, bei dem die Hinterachse bei Bedarf zugeschaltet wird. Der permanente Quattro-Antrieb bleibt beim Q5 Sportback den Sechszylindern vorbehalten.

Audi Q5 Sportback
Manuel Hollenbach, Audi
Ab dem 40 TDI verfügt der Q5 Sportback über Allradantrieb.

Der 40 TDI jedenfalls macht seine Sache bei der ersten Ausfahrt durchs verschneite Altmühltal richtig gut. Er legt bergauf mächtig los, setzt seine maximal 400 Nm Drehmoment druckvoll in Vortrieb um. Das alles vollzieht sich recht gelassen und unaufgeregt, die Gänge werden fix nachgereicht, Eingriffe mittels Paddel am Lenkrad drängen sich nie auf. Die Ära des manuellen Schaltgetriebe geht nun auch beim Q5 Sportback zu Ende. Nur der 35 TDI kommt serienmäßig noch als Schalter. Alle anderen sind mit S-Tronic (Doppelkupplungsgetriebe) oder Tiptronic (Wandlergetriebe) ausgestattet.

Wie alle Vierzylinder im Q5 Sportback verfügt auch der Zweiliter-TDI über einen Riemen-Startergenerator sowie ein 12 Volt-Mild-Hybridsystem. So kann das Start-Stopp-System bereits beim Ausrollen den Verbrenner abstellen und der Dieselmotor beim Losfahren flüssiger starten. Das alles macht es hervorragend. Nur wenn während des Ausrollens wieder Gas gegeben wird, etwa bei einem Kreisverkehr, benötigt das System dennoch einige Sekundenbruchteile, bevor es reagiert und der Wagen beschleunigt.

Ansonsten zeigt sich der 40 TDI geschmeidig und leise. Sehr abgasarm arbeitet er zudem, erfüllt die Euro 6d ISC-FCMAP-Norm. Das erreicht er unter anderem mit doppelter Ad Blue-Einspritzung, einer motornahen und einer im Abgasstrang, welche die Stickoxide aus dem Abgas entfernen.

Innen nichts Neues

Im Interieur des Q5 Sportback gibt es erstmal nichts Überraschendes zu entdecken, er übernimmt den Modularen Infotainmentbaukasten der dritten Generation (MIB 3) vom normalen Q5. Vieles geht über den Touchscreen, doch die Lenkradtasten und die Klima-Bedienleiste unterhalb des Touchscreens erleichtern den alltäglichen Umgang mit dem System. Etwas tiefere Eingriffe in die Menüs sind dagegen nicht ohne längere Blicke auf den Bildschirm zu bewältigen.

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Manuel Hollenbach, Audi
Das digitale Virtual Cockpit Plus ist serienmäßig dabei, das Infotainment wird über Touchscreen und Lenkradtasten bedient, als hilfreich erweist sich die Klimaleiste.

Sonst aber ist Wohlfühlen angesagt im Q5 Sportback. Die Sportsitze sind komfortabel und haltstark, Werkstoffe und Verarbeitung Audi-typisch top. Allerdings sollte man beim Konfigurieren nicht zimperlich sein. Der Sportback 40 TDI kostet mindestens 52.500 Euro, der 45 TSFI mit 265 PS-Benziner ist ab 55.000 Euro zu haben. Und der 341 PS starke SQ5 Sportback kostet mindestens 72.050 Euro.

Ob das flachere Heck nicht nachteilig ist? Die Kopffreiheit im Fond leidet scheinbar darunter, doch laut Datenblatt sind es nur 16 Millimeter, die hier im Vergleich zum normalen Q5 überm Scheitel fehlen. In jedem Fall kommen selbst Sitzriesen im Sportback-Fond gut unter. Und der Laderaum ist etwas kleiner (1.480 zu 1.520 Liter), doch wirklich praxisrelevant scheint das nicht, solange kein Sperrgut transportiert werden soll.

Nach der nächsten Biegung sind bereits die Schlote der Ingolstädter Raffinerie zu sehen. Beim Audi Forum gibt‘s den nächsten Q5 Sportback zum Verkosten, den 45 TFSI mit 265 PS. Der scheint auf Anhieb etwas fluffiger mit dem Riemen-Startergenerator zu kooperieren, ansonsten gibt er sich noch eine Spur laufruhiger und unauffälliger.

Einen SQ5 Sportback gibt es ebenfalls, der wartet als Nächster auf die Probefahrt rund um Ingolstadt. 341 PS und 700 Nm lässt der Dreiliter-Diesel hier auf die permanent mittels Torsen-Differenzial angetrieben Räder los. Dabei bemüht sich der Sechszylinder vor allem im Sportmodus um kernig-kräftigen Sound, der freilich im Inneren intensiver wahrgenommen wird. Gelassener lässt sich der SQ5 Sportback im Komfortmodus bewegen, wenn er unangestrengt und locker übers Land fegt.

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Fazit

Das fällt wenig überraschend aus: Kultivierte Antriebe, komfortables Fahrwerk (mit optionaler Luftfederung), der Q5 Sportback zeigt sich als entspannter, hochwertiger Premium-SUV mit hohem Nutzwert und zu sehr hohem Preis. Und mit kleinen Schwächen bei Bedienung und Start/Stopp-Applikation.

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