Land Rover Defender D240 Aleksander Perkovic
Land Rover Defender D240
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Land Rover Defender D240 12 Bilder

Land Rover Defender D240

Offroader mit SUV-Qualitäten

Der zweitürige Defender 90 kommt später im Jahr, jetzt fahren wir noch mal 110er mit Dieselmotor.

Achtundsechzig Jahre Bauzeit: 1948 bis 2016 – dann war es das mit dem Ur-Defender, der bis 1990 nur Land Rover hieß. Modellpflegen gabs, eine Neuentwicklung ist aber erst das aktuelle L663-Modell.

Einen 110er (Viertürer) hat es 2016 mit 122-PS-Diesel für 34.690 Euro gegeben. Der L663 kostet als D200 mit 200 PS starkem Selbstzünder 55.600 Euro – oder 4.200 Euro mehr für wahlweise den P300-Benziner oder den D240 (P400 R6: 63.000 Euro).

Für das Geld gibt es weiterhin einen Gelände-Wüterich, dem sie SUV-Qualitäten antrainiert haben. Weil hier schon steht, wie der Kerl durch Namibia büffeln kann, gibt‘s jetzt nur kurz die Bestätigung: Schon im Land Rover Experience Center Wülfrath ist faszinierend, wie leichtfüßig der Kerl Gelände kann.

Kaum Geländewagenallüren

Das Offroad-Flair gibt‘s schon im modern-rustikalen Innenraum, speziell das Armaturenbrettdesign ist mal eine neue Idee. Einige der Highlights sind die absichtlich sichtbaren Torxschrauben, die hellgrauen Elemente mit rauer Pulverbeschichtung und die seitlich am Armaturenbrett bombenfest sitzenden Griffe. Eher billig anmutend: die Lenkradtasten.

Land Rover Defender D240
1:08 Min.

Praktisch ist der hochwertige Kunststoffboden (Fußmatten optional), zudem gibt‘s im Wagen zwölf Strom- und USB-Anschlüsse. Reisetauglich ist er mit viel Beinfreiheit im Fond, der Kofferraum wird aber nur per Trenngitter groß (857 Liter).

Der 110er steht serienmäßig auf einem um 7,5 Zentimeter höhenverstellbaren Luftfahrwerk: Damit spürst du kurze Wellen zwar auch mal im Sitz, insgesamt achtet die Federung aber auf guten Komfort.

So auch der Gesamteindruck, weil etwa die Ergonomie gelungen und die Geräuschkulisse grundsätzlich gut ist: Keine wilden Windgeräusche, außerdem sind die optionalen All-Terrain-Reifen nicht zu aufdringlich. Allerdings kommt ab 150 km/h aus dem Bereich der Beifahrer-A-Säule ein Geräusch, als würden permanent Insektenschwärme auf die Scheibe prasseln – ein anderer D240 verkneift sich den Fliegen-Soundtrack aber.

Land Rover Defender D240
Aleksander Perkovic

Keine Klagen zur Akustik gibt‘s beim Diesel: Der klingt erstaunlich kernig mit dezenter Bassnote – fast schon künstlich, was Land Rover jedoch verneint. Trotz 2,3 Tonnen bewegt er den Defender durchaus spritzig, sogar 188 km/h sind drin. Zudem spricht der Turbo zackig an, gelegentlich setzt dessen Schub jedoch etwas plötzlich ein. Die ZF8-Automatik arbeitet wie immer völlig gelassen und souverän: Das passt zum L663.

Fazit

Das Geländewühlen macht mit ihm schon im Offroad-Park richtig Spaß. Auf der Testfahrt überzeugt der Diesel genau wie die Komforteigenschaften, die ein anständiges SUV-Niveau erreichen. Fest steht aber auch: Defender, die sich nie richtig dreckig machen dürfen, sind nur halb so cool – in diesem Sinne: viel Vergnügen beim Offroaden.

Technische Daten

Land Rover Defender 110 D240 First Edition
Grundpreis 74.700 €
Außenmaße 4758 x 1996 x 1967 mm
Kofferraumvolumen 857 bis 1946 l
Hubraum / Motor 1999 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 177 kW / 240 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 188 km/h
Verbrauch 7,6 l/100 km
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