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SUV

Porsche Macan Facelift 2021

Porsche Macan (2021) Kleines Modellpflege-Programm kurz vor Schluss

Demnächst kommt der elektrifizierte Nachfolger, doch die Macan-Baureihe mit Benzinmotoren dürfte weiter gebaut werden. Das aktuelle Facelift macht den Macan fit für die nächsten Jahre.

Nun gibt es also nur noch drei Motoren beim Macan, das Modell namens Turbo entfällt. Seinen Platz an der Spitze der Macan-Hierarchie mit 440 PS nimmt der GTS ein. Darunter rangiert der Macan S mit 380 PS. Beide verfügen nun über die auf 2,9 Liter Hubraum geschrumpfte Variante des EA830-Sechszylinders. An der Basis finden wir nach wie vor den Zweiliter-Vierzylinder vor, um 20 auf 265 PS erstarkt. Eine Reihe modellgepflegter Macan sonnt sich am Flughafen von Leknes auf den Lofoten, rund 200 km nördlich des Polarkreises. Einige leuchten besonders bunt, etwa im neuen orange-braunen Papaya oder dem giftig grünen Python. Wir wählen für die erste Ausfahrt den miamiblauen Macan ohne S mit Vierzylinder-Motoren. Die Mehr-PS der V6-Modelle spielen auf den schmalen, winkligen Straßen der Lofoten ohnehin eine untergeordnete Rolle. Und der Einstiegs-Macan ist 85 kg leichter.

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Das Cockpit des neuen Porsche Macan.

Das ist eine Menge Holz. Etwas mehr ein Zehntel Festmeter Brennholz beispielsweise. Womöglich wollen Sie das gar nicht so genau wissen, doch es entspricht dem Gewichtsunterschied zwischen dem Macan mit Zweiliter-Vierzylinder und den Modellen mit V6-Motor, der bekanntlich ebenfalls aus dem Konzernfundus stammt. Viel Holz, daher wenden wir uns also dem Einstiegsmodell zu. Das wurde schließlich bei der Modellpflege nicht unerheblich aufgewertet, 20 Mehr-PS und 30 Nm mehr Drehmoment-Maximum, das ist ja schon was. Zwar unterscheiden sich Fahrleistungen im Vergleich zum Vorgänger mit 245 PS nicht großartig, doch gefühlt geht der neue Vierzylinder schon druckvoller voran. Wichtiger noch: Der Zweiliter-Vierzylinder mit dem schönen Namen EA888 scheint zudem an Laufkultur gewonnen zu haben. Er schnürt lässig im Maschinenraum vor sich hin, wird nur bei Volllast etwas präsenter.

Leichtfüßiger Macan

Dabei hängt der Zweiliter gut am Gas und kooperiert ebenso entspannt wie treffsicher mit dem Doppelkupplungsgetriebe (PDK). Da kommt der Wunsch nach mehr Wumms aus dem Maschinenraum nur selten auf. Jedenfalls solange man eher mit gedämpftem Schaum auf Landstraßen unterwegs ist. Denn das ist auch diesem Einstiegs-Porsche zu Eigen: Er fühlt sich an und fährt, nun ja, wie ein Porsche. Die Lenkung meldet vertrauenerweckendes Feedback in die Fahrersensorik, das Fahrwerk liegt satt und sicher auf der Fahrbahn, und zwar fast völlig egal, in welchem Zustand diese sich befindet. Freilich kommt da dem miamiblauen Testwagen die adaptive Luftfederung sehr zupass, sie kostet 1.476 Euro Aufpreis und ist in jedem Fall eine Empfehlung. Das komfortable Anfedern und Abrollen scheint umso erstaunlicher, als unser Macan mit 21-Zoll-Rädern (4.873 Euro extra) bestückt ist. So lässt sich der Zweiliter-Macan sehr agil und fix über enge Landstraßen scheuchen, er bleibt neutral, dank Luftfederung weitgehend frei von lästiger Seitenneigung, und die serienmäßige Stahl-Bremsanlage verzögert exakt dosierbar und auf den Punkt. Das passt alles, wozu also rund 9.000 Euro mehr in den 2,9-Liter-V6 investieren?

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Kleinere Motoren mit mehr Leistung.

Der fährt sich im direkten Vergleich einen Hauch schwerfälliger, womöglich scheint das aber nur so, weil man es selbst gern glauben möchte. Die beiden Sechszylinder haben ebenfalls nachgelegt, der S kommt nun auf 380 PS und der GTS mit 440 PS übernimmt die Rolle der Top-Motorisierung. In Vortrieb und Sound haben sie natürlich mehr zu bieten, als der Basis-Macan. Aus unlimitierten Autobahnen könnte das den Ausschlag geben, das zeigt die Erfahrung, doch hier in Norwegen scheinen die vielen Zylinder und PS der teureren Versionen eher als Luxus. Schön, wenn man ihn hat, doch es geht ohne fast genauso gut. Die optischen Unterschiede sind jedenfalls minimal. Falls Sie nach Unterschieden zum Vor-Facelift-Modell suchen: Es sind nicht viele. Das neu gestaltete Bugteil hat nun einen Einleger in Fahrzeugfarbe, was bei der Sonderfarbe Miamiblau immerhin mehr auffällt, als etwa beim aufpreisfreien Schwarz. Dazu kommen ein neuer Diffusor hinten sowie neu gestaltete Seitenverkleidungen, LED-Scheinwerfer sind nun Serie. Leicht gewachsen ist übrigens das Ladevolumen – falls Sie mal ein paar Festmeter Holz transportieren wollen.

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Fazit

Fahreigenschaften, Komfort und Verarbeitungsqualität sind top beim modellgepflegten Porsche Macan. Zudem gefallen die überarbeiteten Triebwerke mit guten Manieren und ordentlich Zug. So kann Porsche sein Erfolgsmodell Macan ruhig noch ein paar Jahre weiter bauen.

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