6/2021, SsangYong Rexton Facelift 2021 Bernd Conrad
6/2021, SsangYong Rexton Facelift 2021
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6/2021, SsangYong Rexton Facelift 2021 13 Bilder
SUV

SsangYong Rexton: Erste Fahrt im Facelift-Modell

SsangYong Rexton (2021) Was bringt das Facelift beim großen Koreaner?

Der SsangYong Rexton bekam mit einem Facelift aktuelle Assistenzsysteme, einen stärkeren Dieselmotor und eine neue Automatik. Erste Fahrt im großen SUV der Koreaner.

Apropos – lassen Sie uns heute mal nicht über SUV sprechen. Sondern über einen richtigen Geländewagen. Ein Auto, das mit Leiterrahmen, zuschaltbarem Allradantrieb und viel Kraft auch dort weiterkommt, wo viele Möchtegern-Offroader längst das Handtuch werfen.

Der SsangYong Rexton ist ein Vertreter der Hart-im-Nehmen-Klasse, die immer mehr ausgedünnt wird. Diesseits der Preisregionen einer Mercedes G oder eines Land Rover Defender bleibt eigentlich nur noch der Toyota Land Cruiser als ernsthafter Konkurrent auf dem deutschen Markt. Aber auch der Japaner ist deutlich teurer als das Flaggschiff der südkoreanischen Marke.

Der Rexton startet bei 42.990 Euro

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Edles Nappaleder ist Teil des aufpreispflichtigen Elegance-Pakets.

Ein Billigangebot also, der SsangYong Rexton? Mitnichten. Das verhindert schon der Einstiegspreis von 42.990 Euro für die Basisvariante mit dem Zusatznamen Crystal. Noch weiter fällt der Rexton aber als Topmodell Sapphire für 52.990 Euro mit optionalem Elegance-Paket (4.000 Euro) aus der Rolle der Budget-Alternative.

Gestepptes Nappaleder ziert Türtafeln und Armaturenbrett, auch die bis zu sieben Sitze sind mit solcher Tierhaut bezogen. Alles ist gut verarbeitet, die Kunststoffe und Dekore im Innenraum wirken hochwertig.

Das Facelift des SsangYong Rexton, das jetzt bei den Händlern steht, hat neben neuen Zierelementen ein neues Lenkrad sowie optische Änderungen am Exterieur mit auf den Weg bekommen. Der steil im Fahrtwind stehende Kühlergrill wuchs, neue Schürzen an Front und Heck runden die Überarbeitung ab. LED-Technologie in den Hauptscheinwerfern und den Rückleuchten sind serienmäßig. Die Retuschen sorgen für eine stärkere Präsenz des großen Autos. Gleichzeitig entfernt sich der Rexton ein Stück weiter von der Designsprache seiner kleinen Brüder Tivoli und Korando. Sollen sie etwa nicht vom Glanz des großen Flaggschiffs profitieren?

Dieselmotor mit 202 PS

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Der 2,2 Liter große Vierzylinder-Diesel erstarkte mit dem Facelift auf 202 PS.

Unter der hohen Motorhaube arbeitet auch im aufgefrischten Modell der bekannte 2,2 Liter-Diesel mit vier Zylindern. Er wurde überarbeitet und leistet künftig 202 PS (Vorgänger 181 PS). Das maximale Drehmoment stieg auf 441 Nm, die in einem weiten Drehzahlbereich von 1.600 bis 2.600 U/min anliegen. Die Verwaltung der Kraft übernimmt eine neue Wandlerautomatik mit acht Gängen. Dank "Shift-by-wire" genügt im Innenraum ein kompakter Wählschalter anstelle eines großen Hebels. Das neue Getriebe stellt einen großen Komfortgewinn im Vergleich zur bisher verbauten Siebengang-Box dar. Die Schaltvorgänge sind weich und komfortabel, der zusätzliche Gang senkt das Drehzahlniveau bei höheren Geschwindigkeiten.

Auf den ersten Testfahrten zeigt sich, dass der Antriebsstrang mit dem knapp 2,2 Tonnen schweren Auto relativ leichtes Spiel hat. Klar, einen Sportwagen kann man nicht erwarten. Mit dezentem, aber wahrnehmbaren Dieselnageln zieht der Selbstzünder die Fuhre aber stets vehement voran. Wichtiger für den typischen Rexton-Kunden dürften neben dem seit dem Facelift bei allen Varianten serienmäßigen Allradantrieb die Anhängelast sein: 3.500 kg kann der Koreaner ziehen so viel wie VW Touareg Porsche Cayenne oder Audi Q7. Aber nur bis zu einer Steigung von acht Prozent – bei 12 Prozent sind 3.000 kg das Maximum.

Das Fahrwerk des SsangYong Rexton bleibt unverändert. Die Federung bietet guten Reisekomfort, der leicht von den großen und aufpreispflichtigen 20-Zoll-Leichtmetallfelgen geschmälert wird. Wer also lieber Langstrecken als den glänzenden Auftritt im Auge hat, sollte sich diese Option verkneifen, zumal das große Format auch keine fahrdynamischen Vorteile bietet. Kunden, die danach streben, zählen aber eh nicht zur Zielgruppe des koreanischen Geländewagens.

Den Charakter des Autos macht auch die Reifenwahl bei der Erstausrüstung deutlich: Montiert sind Kumho Crugen mit M+S-Kennzeichnung, aber ohne Schneeflocken-Symbol. Ein saisonaler Räderwechsel ist also nötig. Die Gummis bieten dem hohen Gewicht des SsangYong gut Paroli und sorgen für komfortables Abrollen.

Mehr Assistenz im Topmodell

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Das Vierspeichenlenkrad ist neu.

Der neue Jahrgang des Rexton legt auch bei den Fahrassistenten nach. Erstmal gibt es eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage sowie einen Totwinkelwarner mit Lenkeingriff, möglich gemacht durch die neue elektrische Servolenkung. Beide Fahrhilfen sind aber nur im teuren Rexton Sapphire zu haben.

Der bringt auch digitale Instrumente mit, die sich vielfältig einstellen lassen. Unter den verschiedenen Anzeigemodi findet sich auch die großflächige Darstellung der Navigationskarte im Sichtfeld des Fahrers. Ein Head-up-Display ist bei SsangYong weiterhin nicht lieferbar.

Das Infotainmentsystem mit TomTom-Navigation und 9,2-Zoll-Display zählt jetzt bei allen Ausstattungsniveaus zur Serienausstattung. Die Bedienung des Navis gelingt über große Symbole auf dem Touchscreen sehr einfach, die Menüführung ist intuitiv. Auch die Entertainmentfunktionen sind logisch aufgebaut. Das Smartphone lässt sich über Bluetooth koppeln, wenn man nicht eh die Schnittstellen Apple CarPlay oder Android Auto nutzt.

8,2 Liter Diesel sollen nach WLTP-Messnorm alle 100 Kilometer aus dem Tank in die Brennräume fließen. Der Bordcomputer zählte am Ende der ersten Probefahrten 9,8 Liter. Genaue Messdaten kann erst ein späterer Test liefern.

Fazit

Der SsangYong Rexton profitiert mit seinem Facelift von einem stärkeren Motor und der Achtgang-Automatik. Trotz der um einige tausend Euro gestiegenen Preise bietet der Koreaner weiterhin viel Auto fürs Geld. Kritik verdient die Ausstattungspolitik. Die neuen Assistenzsysteme sind nur im teuersten Modell enthalten.

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