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Neue Getriebe bei Mini

Mini mit Doppelkupplungsgetriebe im Fahrbericht

Mini mit Doppelkupplungsgetriebe Foto: Mini 15 Bilder

Bei Mini gibt es bereits Modelle mit 8-Gang-Automatik. Varianten, die bislang als Selbstschalter nur sechs Stufen hatten, kriegen jetzt 7 – mit 2 Kupplungen. Wir haben das neue Getriebe ausprobiert.

20.12.2017 Jörn Thomas

Langeweile? Da besteht bei Mini keine Gefahr. Bevor die gar nicht mehr so kleinen Briten ihr Facelift bekommen, steckt man ihnen noch schnell und zum ersten Mal optional ein Doppelkupplungsgetriebe an die Motoren. An alle? Nein zunächst nur an solche in Dreitürer, Fünftürer und Cabrio, die bislang nur mit Handschaltung und/oder Sechsgang-Wandlerautomatik verfügbar waren. Für alle Modelle, die automatisch durch acht Gänge wandlern, ändert sich zunächst nichts. Mit der Doppelkupplungs-Steptronic kommt ein neuer Zulieferer unter die Haube, zumindest neu für Mini. Setzte man bisher bei den Automatikgetrieben (für den Quereinbau) auf den japanischen Zulieferer Aisin (der Achtgang-Wandlerautomat der längseingebauten Motoren bei BMW kommt übrigens von ZF), holt man sich das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe von Getrag. Die bauen nicht nur die Längseinbau-DKG für M3 und Co, sondern das künftige Mini-DKG bereits für die auf der gleichen Plattform basieren BMW X1.

Frühes Hochschalten für niedrigste Drehzahlen

Und wie fährt es? Typisch! Nach Einlegen von D am etwas klobigen Wählhebel brummt unser Testwagen, ein Dreizylinder Diesel gelassen los, legt systemtypisch schnell und unauffällig die Stufen nach. Bei gelassener Fahrweise verschreibt die Getriebesteuerung dem Motor damit ratzfatz niedrige Drehzahlen unter 1.500/min. Klar, dass das DKG damit beim Kraftstoffsparen hilft – insbesondere beim neuen, praxisorientierten RDE-Zyklus. Doch auch im normalen Straßenverkehr sind Einsparungen gegenüber den bisherigen Sechsganggetrieben zu erwarten. So arbeitet das Start-Stopp-System besonders akkurat, und die Getriebesteuerung greift auf Daten von Kamera und Navigation zurück, um Schaltpunkte oder die Segelfunktion (in Mid und Green-Modus) elegant zu managen. Abgesehen davon ist die Gesamtspreizung größer als bei den Sechsgängern, zum anderen können die Motoren durch die zusätzliche Fahrstufe einfacher in effizienten Drehzahlen gehalten werden. So auch bei unserer Testfahrt, auf der sich der Mini hektisches Hin- und Hergeschalte verkneift, eher auf Souveränität setzt. Klar, das Teil ist lernfähig und passt sich dem Fahrernaturell an. Hat der es eilig flitzt die Steptronic auch blitzschnell durch die Übersetzungen. Dynamiker können zudem in den Sportmodus wechseln, der von vornherein auf Krawall gebürstet ist.

Das Getriebe weiß, wann die Kurve kommt

Dank Navigationsanbindung schaltet der Mini etwa vor Kurven selbststätig zurück lässt oder hält in Kurvenkombinationen den eingelegten Gang länger. Selber schalten läuft über Wippen am Lenkrad oder den Wählhebel, bei dem die Richtung der Schaltbefehle derer im Motorsport entspricht, also Hochschalten nach hinten (wegen der Fliehkräfte beim Beschleunigen) Runterschalten nach vorn, wegen der Bewegung beim Bremsen. Langsam Fahren geht natürlich auch, hier hilft die Kriechfunktion inklusive Zweimassenschwungrad und integriertem Fliehkraftpendel, das unerwünschte Schwingungen verringert.

Fazit

Das neue 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bei Mini gefällt mit seiner souveränen vorausschauenden Arbeitsweise. Außerdem bedient es sowohl die Bedürfnisse von Spritsparern als auch die von Dynamikern.

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