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25 Jahre-Katalysator

Die Geschichte des Kats

Praktisch jedes Auto hat ihn an Bord, aber kaum jemand nimmt heute noch Notiz vom Abgaskatalysator. Doch vor 25 Jahren lief seine Einführung in Europa nicht ohne zum Teil heftige Geburtswehen ab. Ein Rückblick.

Fast möchte man bei dem Kürzel auf einen Kosenamen schließen. Dabei war der "Kat" bei seiner Einführung Mitte der achtziger Jahre für viele Skeptiker ein eher ungeliebtes Kind: Mehrverbrauch, höhere Kosten, Haltbarkeitsprobleme, Brandgefahr oder Motorschäden durch Bleifrei-Sprit waren die gängigsten Einwände, obwohl die Kat-Technik in Japan und den USA infolge von Smog-Problemen längst etabliert war.

1984 startete der Kat

Die Bundesregierung beschloss im September 1984 die Einführung des Katalysators für alle Benziner – erst heftig kritisiert von den europäischen Nachbarn. Sie sahen in dieser Vorreiterrolle einen protektionistischen Akt. So galten Schlagworte wie saurer Regen, Waldsterben und Umweltschutz als typisch deutsch. Doch steuerliche Anreize und eine fünfjährige Übergangsfrist initiierten bei Auto- und Kat-Produzenten einen fruchtbaren technologischen Wettbewerb. Der Kampf galt den drei dominanten Schadstoffen: dem Blutgift Kohlenmonoxid, krebserregenden und ozonbildenden Kohlenwasserstoffen sowie den Stickoxiden, die sowohl als Atemgift gelten als auch an der Bildung von Smog und saurem Regen beteiligt sind. Katalysatoren minderten mit Hilfe katalytisch aktiver Edelmetalle (Platin oder Rhodium) auf einem Keramik- oder Metallträger die Abgasschadstoffe. Die ersten, zunächst ungeregelten nur zu etwa 50 Prozent, da das Umwandeln der Schadstoffe bei dieser Technik eher auf Zufälligkeiten der Verbrennung beruht. Nur wenn sie geregelt abläuft , lassen sich maximale Raten erzielen.

Beim Dieselmotor, dessen Verbrennung prinzipiell mit Luftüberschuss abläuft, werden lediglich zwei der drei Schadstoffe durch einen so genannten Oxidations-Kat eliminiert, so dass – neben den Rußpartikeln – die Stickoxide zu seinem eigentlichen Problem werden. Doch auch hier fanden Abgasspezialisten neue Wege: den D-NOx-Speicherkat, der die zwischengelagerten Stickoxide in fetten Regenerationsphasen reduziert. Oder das aufwendigere SCR-System, bei dem injizierter Harnstoff NOx wirksam bekämpft.

Mit den früheren "Abgasschleudern" kein Vergleich, und spätestens mit kommenden Abgaslimits mutieren Kats zu wahren Saubermännern.

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