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BMW NOx-Speicherkat

Die Euro 6-Stickoxid-Falle

NOx-Katalysator Foto: BMW

Damit Dieselmotoren die kommende Euro 6-Abgashürde schaffen rüsten die Hersteller die Selbstzünder zur Abgasnachbehandlung mit NOx-Speicherkats aus.

04.10.2012 Uli Baumann

Moderne Magermix-Motoren arbeiten mit Sauerstoffüberschuss. Die im Magerbetrieb entstehenden Stickoxide werden im Speicherkatalysator als Nitrate gespeichert. Da ein Teil als NO vorliegt, muss dieses zuerst zu NO2 oxidiert werden.  Ist die Speicherkapazität des Kats erschöpft, so wird über die Motorsteuerung kurzzeitig ein fettes, reduzierendes Abgasgemisch eingestellt um den kat zu reinigen. In diesen zyklisch auftretenden Fettphasen (Lambda < 1), in denen ausreichend Reduktionsmittel (H2, CO und HC) bei geringer Sauerstoffkonzentration (<1%) zur Verfügung gestellt wird, reagieren die eingespeicherten Nitrate und die Reduktionsmittel zu N2, H2O und CO2.

NOx-Kat arbeitet wartungsfrei

Der typische Arbeitsbereich eines NSC liegt zwischen 150°C und 500°C und deckt somit einen großen Kennfeldbereich eines Dieselmotors bis knapp unter die Volllast ab. Ein wesentlicher Vorteil des NOx-Speicherkats ist die durch die motornahe Anordnung bereits kurz nach dem Kaltstart des Fahrzeug hohe Abgasnachbehandlungs-Performance. Die Konvertierungsraten des Katalysators können beispielsweise durch eine optimierte Beschichtung und der Wirkungsgrad durch effektivere Regenerationszyklen verbessert werden. Der NOx-Speicherkat arbeitet in der Regel wartungsfrei.

Die BMW Blue Performance Technologie des BMW 530d entspricht dem aktuellsten technologischen Entwicklungsstand. Abhängig von der Fahrzeuggröße und der geforderten Motorleistung setzt die BMW bei einigen anderen Modellen  wie beispielsweise dem X5 zusätzlich die SCR-Technologie ein. Hierbei wird die Abgasnachbehandlung durch AdBlue ergänzt.

Neuester Kommentar

So etwas kleines sollte sich doch in fast jeden Euro 5 Diesel auch nachträglich noch einbauen lassen. Anstelle nun mit Fahrverboten die Kunden der Hersteller abzustrafen sollten die Hersteller dazu verdonnert werden, alle Fahrzeuge mit Euro5 welche ihre Grenzwerte im gemessenen Fahrbetrieb nicht einhalten (also fast alle) kostenlos nachzurüsten.
Ein Fahrverbot für Diesel ist doch in seiner derzeitigen Form für die Hersteller geradezu ein Segen, gewissermassen ein staatlich verordneter Kaufanreiz. Franzosen oder Griechen würden nun schon auf der Strasse lauthals protestieren, wir kaufen lieber brav und still ein neues Auto.

jpnyc 28. Februar 2018, 20:40 Uhr
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